Medizinisch-technische Berufe

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Eine Patientin auf einer CT-Liege wird von einer Krankenschwester betreut

Medizinisch-technische Berufe

Durch die Entdeckung der Röntgenstrahlen vor rund 125 Jahren entstanden die Grundlagen der Ausbildung der technischen Assistenz in der Medizin. Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte und auch durch die Wiedervereinigung wurden Neuregelungen für die Ausbildung zur medizinisch-technischen Assistenz kontinuierlich notwendig.

Die Ausbildungen der vier Berufe in der medizinisch-technischen Assistenz ist im Gesetz über technische Assistenten in der Medizin (MTA-Gesetz oder MTAG) vom 02.08.1993 und in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für technische Assistenten in der Medizin (MTA-APrV) vom 25.04.1994 geregelt.

Die Ausbildung dauert in Deutschland drei Jahre und schließt mit einer staatlichen Prüfung ab. Sie besteht aus theoretischem und praktischem Unterricht an Berufsfachschulen (MTA-Schulen) sowie aus einer praktischen Ausbildung in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens.

Theoretische Ausbildung

Hauptberufliche Lehrkräfte müssen gemäß § 18 Abs.2 Nr.2 MTBG fachlich im medizinisch-technischen Bereich qualifiziert sein und über eine abgeschlossene pädagogische Hochschulausbildung mindestens auf Bachelor- oder vergleichbarem Niveau verfügen.
Zur Ausübung einer Leitungstätigkeit muss eine pädagogische Qualifikation mit einer abgeschlossenen Hochschulausbildung auf Master- oder vergleichbarem Niveau nachgewiesen werden. (§ 18 Abs. 2 Nr.1 MTBG).
 

Praktische Ausbildung nach MTBG

Bitte beachten Sie folgenden Hinweis: Die Ausbildung in der veterinärmedizinischen Technologie nach dem MT-Berufe-Gesetz fällt in die Zuständigkeit des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen.
 

Einrichtungen und Träger der praktischen Ausbildung

Die praktische Ausbildung wird in geeigneten
1. Krankenhäusern, die zur Versorgung nach § 108 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch zugelassen sind, und
2. ambulanten Einrichtungen durchgeführt.

Die praktische Ausbildung darf nur in Krankenhäusern und Einrichtungen durchgeführt werden, die sicherstellen, dass während der praktischen Ausbildung in dem jeweiligen Beruf eine Anleitung der Auszubildenden durch eine praxisanleitende Person im Umfang von mindestens 15 Prozent der zu absolvierenden Stundenzahl erfolgt.
Für die Durchführung der praktischen Ausbildung ist der Träger der praktischen Ausbildung verantwortlich. Nach § 21 des MT-Berufe-Gesetzes hat er die folgenden Aufgaben wahrzunehmen:

  1. mit der auszubildenden Person einen Ausbildungsvertrag abzuschließen,
  2. einen Ausbildungsplan für die praktische Ausbildung zu erstellen,
  3. soweit der Ausbildungsplan dies vorsieht, mit weiteren für die praktische Ausbildung geeigneten Einrichtungen eine Vereinbarung über die Durchführung von Teilen der praktischen Ausbildung zu schließen und
  4. die Einhaltung des Ausbildungsplans in geeigneter Form sicherzustellen.

 

Praxisanleitung in der praktischen Ausbildung

Umfang der Praxisanleitung

Eine der wesentlichen neuen Regelungen des Gesetzes über die Berufe in der medizinischen Technologie (MTBG) und der hierzu erlassenen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (MTAPrV) stellt die Praxisanleitung dar. In § 19 MTBG ist geregelt, dass die praktische Ausbildung nur in Krankenhäusern und Einrichtungen durchgeführt werden darf, die sicherstellen, dass während der praktischen Ausbildung in dem jeweiligen Beruf eine Anleitung der Auszubildenden durch eine praxisanleitende Person im Umfang von mindestens 15 Prozent der zu absolvierenden Stundenzahl erfolgt.

Die in dem praktischen Einsatz zu vermittelnden Kompetenzen sind die entscheidende Richtgröße der Praxisanleitung. Die Entwicklung der Kompetenzen kann bezogen auf den tatsächlichen Zeitaufwand der Praxisanleitung variieren und selbstverständlich auch über die vorgegebene Mindestzeit von 15 Prozent hinausgehen. In NRW wird die Vor- und Nachbereitung einer konkreten Anleitung zur vorgegebenen Anleitungszeit von 15 Prozent gerechnet.

Selbstlernzeiten der Auszubildenden entsprechen nicht einer Praxisanleitung und können dementsprechend nicht als Praxisanleitung berücksichtigt werden.
 

Aufgaben der Praxisanleitung

§ 20 MTBG beschreibt als Aufgabe der praxisanleitenden Person, dass diese die Auszubildenden an die praktischen und berufsspezifischen Tätigkeiten in der medizinischen Technologie heranführt und die Auszubildenden im Lernprozess während der praktischen Ausbildung begleitet. Die Begründung zum Gesetz enthält hierzu den Hinweis, dass die Beschreibung der Tätigkeit der praxisanleitenden Person im Gesetz nicht abschließend ist.

 
Qualifikation der Praxisanleitung

Die Qualifikation der Praxisanleitung wird durch die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung folgendermaßen vorgegeben:

Zur Praxisanleitung geeignet ist eine Person, die

1.         über eine Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung

  • „Medizinische Technologin für Laboratoriumsanalytik“ oder „Medizinischer Technologe für Laboratoriumsanalytik“,
  • „Medizinische Technologin für Radiologie“ oder „Medizinischer Technologe für Radiologie“,
  • „Medizinische Technologin für Funktionsdiagnostik“ oder „Medizinischer Technologe für Funktionsdiagnostik“ oder
  • „Medizinische Technologin für Veterinärmedizin“ oder „Medizinischer Technologe für Veterinärmedizin“

        oder

  • „Medizinisch-technische Laboratoriumsassistentin" oder "Medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent",
  • "Medizinisch-technische Radiologieassistentin", "Medizinisch-technischer Radiologieassistent",
  • "Medizinisch-technische Assistentin für Funktionsdiagnostik" oder
    "Medizinisch-technischer Assistent für Funktionsdiagnostik" oder
  • „Veterinärmedizinisch-technische Assistentin" oder "Veterinärmedizinisch-technischer Assistent“

in dem Beruf verfügt, in dem die Praxisanleitung durchgeführt werden soll,

  1. über Berufserfahrung in dem jeweiligen Beruf von mindestens einem Jahr verfügt,
  2. eine berufspädagogische Zusatzqualifikation im Umfang von mindestens 300 Stunden absolviert hat und
  3. kontinuierlich berufspädagogische Fortbildungen im Umfang von mindestens 24 Stunden jährlich absolviert.
     

Bestandsschutz für Praxisanleitungen

Für Personen,

  • die in dem Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2022 als praxisanleitende Personen tätig sind oder
  • die am 31. Dezember 2022 über Kompetenzen zur Ausübung der praxisanleitenden Tätigkeit verfügen oder
  • die auf der Grundlage des Gesetzes über technische Assistenten in der Medizin vom 2. August 1993 in der bis zum 31. Dezember 2022 geltenden Fassung als praxisanleitende Personen tätig waren

ist ein Bestandsschutz durch § 8 Absatz 2 der MTAPrV vorgesehen.

Für Praxisanleitungen, die unter den Bestandsschutz fallen gilt, dass sie nicht nachweisen müssen, dass sie über

  • Berufserfahrung in dem jeweiligen Beruf von mindestens einem Jahr verfügen und
  • eine berufspädagogische Zusatzqualifikation im Umfang von mindestens 300 Stunden abgeschlossen haben,

um weiter als Praxisanleitung tätig zu sein.

Der Bestandsschutz für die Praxisanleitung befreit nicht davon, dass die Praxisanleitung über eine Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung in dem Beruf verfügen muss, in dem die Praxisanleitung durchgeführt werden soll.
 

Praxisanleitung im Interprofessionellen Praktikum

Beim Interprofessionellen Praktikum nach § 5 MTAPrV kann die Praxisanleitung von jeder Person durchgeführt werden, die zur jeweiligen Kompetenzvermittlung geeignet ist.
Zur entsprechenden Kompetenzvermittlung sind beispielsweise Ärztinnen oder Ärzte sowie Personen, die nach § 4 Absatz 3 der Pflegeberufe-Ausbildungs- und -Prüfungsverordnung für die Praxisanleitung qualifiziert sind geeignet.
 

Praxisanleitung in den Kooperationsvereinbarungen

In den Kooperationsvereinbarungen zwischen der Schule und dem Träger der praktischen Ausbildung wird die enge Zusammenarbeit hinsichtlich der Ausbildung der Auszubildenden ausgestaltet, um eine bestmögliche Verzahnung von theoretischem und praktischem Unterricht und praktischer Ausbildung zu gewährleisten. In den Kooperationsvereinbarungen müssen unter anderem auch Vorgaben zur Durchführung der Praxisanleitung festgehalten werden.
 

Praxisanleitung im Prüfungsausschuss

Im Prüfungsausschuss ist mindestens eine Praxisanleitung Mitglied. Dabei darf zur praktischen Fachprüferin oder zum praktischen Fachprüfer nur eine Person bestellt werden, die zum Zeitpunkt der staatlichen Prüfung als praxisanleitende Person tätig ist

    1. in der Einrichtung, die der Träger der praktischen Ausbildung ist, oder
    2. in einer weiteren für die praktische Ausbildung geeigneten Einrichtung.

Weiter gilt im Hinblick auf die Bestellung zur Fachprüferin oder zum Fachprüfer, dass praxisanleitende Personen bestellt werden, die die zu prüfenden Personen überwiegend ausgebildet haben.
 

Meldung der Praxisanleitungen und Nachweis der Fortbildungspflichten

Die Nachweise der berufspädagogischen Zusatzqualifikation und der kontinuierlichen berufspädagogischen Fortbildungspflicht der Praxisanleitung werden ab dem In-Kraft-Treten des Gesetzes am 01. Januar 2023 die Bezirksregierungen in Arnsberg, Detmold, Düsseldorf, Köln und Münster nachhalten. Zuständig ist jeweils die Bezirksregierung, in deren Gebiet die Einrichtung liegt, bei der die Praxisanleitung tätig ist oder tätig sein möchte.
 

Hinweis zur Sicherung einer Praxisanleitung

Die gesetzlichen Anforderungen zur Praxisanleitung gelten unabhängig von der Einrichtungsgröße. Bereits zum Beginn der Ausbildung und für den gesamten Ausbildungsverlauf muss eine Praxiseinrichtung deshalb eine Praxisanleitung sicherstellen. Dies gilt auch für den Fall, dass ad hoc eine Vertretung der praxisanleitenden Person erforderlich ist.

Um die Vertretung einer Praxisanleitung sicher zu stellen, können die folgenden Möglichkeiten in Betracht gezogen werden:

  • Die Praxiseinrichtung bildet entsprechend der rechtlichen Vorgaben eine zweite geeignete Praxisanleitung aus dem Unternehmen aus.
  • Die Praxiseinrichtung beschäftigt eine Praxisanleitung entsprechend der rechtlichen Vorgaben ggf. auf Teilzeitebene und ggf. mit Befristung.

 

Hinweis zur berufspädagogischen Zusatzqualifikation

Als Weiterbildungsstätten zur Durchführung einer Zusatzqualifizierung Praxisanleitung von 300 Stunden gelten insbesondere staatlich anerkannte Ausbildungs- und Weiterbildungsstätten des Gesundheitswesens sowie einschlägige Hochschulen.

Für Nordrhein-Westfalen gilt, dass Weiterbildungsstätten zur Durchführung der Weiterbildung Praxisanleitung keiner gesonderten staatlichen Anerkennung bedürfen.

Die Weiterbildungszertifikate sollten mindestens folgende Angaben enthalten:

Name der Weiterbildungsstätte inklusive Adressdaten, Name und Geburtsdatum der Teilnehmenden, Zeitraum der Weiterbildung Praxisanleitung, Auflistung der Weiterbildungsmodule mit Stundenverteilung, Unterschrift zur rechtskräftigen Bestätigung der erfolgreich abgeleisteten Weiterbildung Praxisanleitung.
 

Ausbildungen zur/zum Medizinisch-technischen Assistentin/Medizinisch-technischen Assistenten bis zum 31.12.2022

Die Medizinisch-Technische Assistenz (MTA) ist in vier fachliche Berufsbilder der technischen Assistenten in der Medizin und Tiermedizin im Gesundheitswesen unterteilt. Das fachschulische Berufsbild lehrt insbesondere die selbstständige und eigenverantwortliche Ausführung aller medizinisch-technischer Methoden, die im Rahmen des medizinischen Untersuchungs-, Behandlungs- und Forschungsbetriebes zur Diagnostik, Prognostik, Früherkennung, Prävention, Verlaufs- und Therapiekontrolle von Krankheiten und Störungsbildern sowie im Rahmen der Rehabilitation anfallen.

Berufsbild 1: "Medizinisch-technische Laboratoriumsassistentin" oder "Medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent" (MTLA oder MTA-L):

  • Sie führen Laboruntersuchungen u.a. in der klinischen Chemie, der Hämatologie, der Immunologie, der Mikrobiologie, der Humangenetik sowie in der Histologie und Zytodiagnostik durch.

Berufsbild 2: "Medizinisch-technische Radiologieassistentin" oder "Medizinisch-technischer Radiologieassistent" (MTRA, MTA-R, RTA):

  • Sie sind in den Bereichen u.a. Röntgendiagnostik (Computertomographie, Magnetresonanztomographie, Röntgen) Strahlentherapie, Nuklearmedizin tätig.

Berufsbild 3:„Medizinisch-technische Assistentin für Funktionsdiagnostik" oder "Medizinisch-technischer Assistent für Funktionsdiagnostik" (MTAF):

  • Sie untersuchen Patienten mit Hilfe medizinischer Geräte. Die Diagnostik umfasst vier Hauptgebiete: Neurologie (Nerven), Kardiologie (Herz-Kreislauf-System), Audiometrie (Hören und Gleichgewicht) sowie Pulmologie (Lunge).

Berufsbild 4:"Veterinärmedizinischtechnische Assistentin" oder "Veterinärmedizinisch-technischer Assistent"(VMTA):

  • Sie führen Untersuchungen zur Diagnostik von Tierkrankheiten, Tierseuchen und zur Überprüfung vom Tierstammender Lebensmittel durch.

 
Vor dem Hintergrund der medizinischen, technologischen und gesellschaftlichen rasanten Entwicklung und der Arbeit am und mit den Patientinnen und Patienten wurden die Ausbildungsinhalte bundeseinheitlich auf den neuesten Stand gebracht.

Das bedeutet, dass Ausbildungen, die bis zum 31.12.2022 begonnen werden, noch nach dem MTA-G vom 02.08.1993 und MTA-APrV vom 25.04.1994 beendet werden können.
Danach erfolgt die Ausbildung nach den reformierten Regularien.

Reformierte Ausbildung zur/zum Medizinischen Technologin /Medizinischen Technologen ab dem 01.01.2023

Mit Einführung des reformierten Bundesgesetzes über die Berufe in der medizinischen Technologie (MT-Berufe-Gesetz - MTBG) vom 24. Februar 2021 (BGBl. I S. 274) wird die Ausbildung bundeseinheitlich neu geregelt. Es enthält die zentralen und grundlegenden Rahmenvorgaben und tritt in seinen wesentlichen Teilen am 1. Januar 2023 in Kraft.

Durch die Reform werden die sich stetig weiterentwickelnden technischen, medizinischen und wissenschaftlichen Erkenntnisse in die Ausbildungen integriert und die Ausbildungen zeitgemäß und attraktiv ausgestaltet.
Die Berufe in der medizinischen Technologie sichern eine qualitativ hochwertige Versorgung von Patientinnen und Patienten. Sie nehmen im Bereich der medizinischen Diagnostik und Therapie mit den ihnen im jeweiligen Beruf vorbehaltenen Tätigkeiten eine technische Schlüsselrolle ein.

Das MT-Berufe-Gesetz hat die jeweiligen Berufsbilder der vier MT-Berufe

  • Labordiagnostik,
  • Radiologie,
  • Funktionsdiagnostik und
  • Veterinärmedizin

zukunftsfähig aufgewertet und weiterentwickelt sowie in der medizinischen Technologie zeitgemäß und attraktiv ausgestaltet. 

Eine wesentliche Weiterentwicklung des Berufsbildes spiegelt sich bereits in der Berufsbezeichnung wieder. Zum 1. Januar 2023 wird die Berufsbezeichnung in Medizinischer Technologe / Medizinische Technologin geändert.
 

Berufsbild 1:„Medizinische Technologin für Laboratoriumsanalytik" oder „Medizinischer Technologe für Laboratoriumsanalytik":

  • Zu den Kernaufgaben gehören die Planung, Vorbereitung und Durchführung biomedizinischer Analyseprozesse mittels verschiedener Methoden und Verfahren einschließlich der Präanalytik und der Postana-lytik. Präanalytik umfasst beispielsweise auch Blutabnahmen. Wichtiger Bestandteil der Arbeit ist außerdem die Sicherstellung der Qualität der jeweiligen Analyseprozesse und Analyseergebnisse.

Berufsbild 2: „Medizinische Technologin für Radiologie" oder „Medizinischer Technologe für Radiologie":

  • Die Kernaufgaben beziehen sich auf radiologische Untersuchungen und Behandlungen, Strahlentherapie sowie nuklearmedizinische Diagnostik und Therapie. Aufgabe der Berufsgruppe ist auch, die jeweils erforderlichen Strahlenschutzmaßnahmen zu planen, vorzubereiten und durchzuführen und physikalisch-technische Aufgaben in der Dosimetrie auszuführen. Wichtiger Bestandteil der Arbeit ist außerdem die Sicherstellung der Qualität der Durchführung und der Ergebnisse der jeweiligen Untersuchungs- und Behandlungsprozesse. Zu den Aufgaben gehören – jeweils auf Grundlage einer ärztlichen Anordnung – die erforderliche Verabreichung von Pharmaka für bildgebende Verfahren und die Anwendung offener radioaktiver Stoffe an Patientinnen und Patienten.

Berufsbild 3: „Medizinische Technologin für Funktionsdiagnostik" oder „Medizinischer Technologe für Funktionsdiagnostik":

  • Die Kernaufgaben umfassen die Planung, Vorbereitung und Durchführung von funktionsdiagnostischen Untersuchungen in der Kardiologie, in der Angiologie, in der Pneumologie, in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und in der Neurologie bei Patientinnen und Patienten aller Altersgruppen. Charakteristisch für die Tätigkeiten der Medizinischen Technologinnen für Funktionsdiagnostik und der Medizinischen Technologen für Funktionsdiagnostik ist, dass während der jeweiligen Untersuchung eine Plausibilitätskontrolle und soweit erforderlich eine Vorbefundung sowie Anpassungen im Untersuchungsablauf vorzunehmen sind.

Berufsbild 4: „Medizinische Technologin für Veterinärmedizin" oder „Medizinischer Technologe für Veterinärmedizin":

  • Zu den Kernaufgaben gehören die Planung, Vorbereitung und Durchführung biomedizinischer Analyseprozesse mittels verschiedener Methoden und Verfahren einschließlich der Präanalytik und der Postana-lytik. Wichtiger Bestandteil der Arbeit ist außerdem die Sicherstellung der Qualität der jeweiligen Analyseprozesse und Analyseergebnisse. In Abgrenzung zu den Medizinischen Technologinnen für Laboratoriumsanalytik und den Medizinischen Technologen für Laboratoriumsanalytik führen Medizinischen Technologinnen für Veterinärmedizin und Medizinischen Technologen für Veterinärmedizin auch Untersuchungen in der Analytik von tierischen Lebensmitteln durch. Den Auszubildenden sind die für die Berufsausübung erforderlichen Kompetenzen insbesondere in der Lebensmitteltechnologie und in der Spermatologie zu vermitteln.

 
Der Ausbildungsvertrag, der das Ausbildungsverhältnis vertraglich absichert, wird für die Ausbildung in den Berufen der medizinischen Technologie nun gesetzlich vorgeschrieben. Der theoretische und praktische Unterricht findet weiterhin an Fachschulen statt, die die gesetzlich vorgesehenen Mindestanforderungen erfüllen. Die praktische Ausbildung wird im Umfang entsprechend ausgeweitet und findet in geeigneten Einrichtungen statt.

Darüber hinaus werden vorbehaltene Tätigkeiten definiert, die Möglichkeiten zur Teilzeitausbildung explizit aufgegriffen und Regelungen zur Praxisanleitung und zur Praxisbegleitung geschaffen.
Wichtige Aspekte einzelner Regelungen wurden konkretisierend ergänzt u.a.:

  • Schaffung einer einheitlichen und für alle Länder umsetzbaren Finanzierungsgrundlage (sowohl Betriebs- als auch Investitionskosten) für die Ausbildung bei gleichzeitiger (im Gesetzesentwurf aufgegriffenen) Einrichtung einer Schulgeldfreiheit für alle Gesundheitsfachberufe.
  • Die Regelung einer Ausbildungsvergütung in § 34 MTBG.
     

Zur Ausfüllung des Rahmens bedarf es – wie bei allen bundesgesetzlich geregelten Gesundheitsfachberufen üblich – weiterer Detailregelungen, insbesondere zur Struktur und zum Inhalt der Ausbildung sowie zur staatlichen Prüfung. Die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Medizinische Technologinnen und Medizinische Technologen (MT-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung – MTAPrV) ergänzt das MT-Berufe-Gesetz daher entsprechend.

Die MTAPrV wurde auf der Grundlage der Ermächtigung in § 69 Absatz 1 des MT-Berufe-Gesetzes erlassen und enthält unter anderem Regelungen zu den Mindestanforderungen an die Ausbildungen der vier Berufe, das Nähere über die staatliche Prüfung, die Urkunden für die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung, zum Anerkennungsverfahren sowie zum Verfahren und zu den Voraussetzungen der Dienstleistungserbringung. Zur Umsetzung hat der Bund gegenüber den Ländern Gestaltungsspielräume eingeräumt, deren landesrechtliche Umsetzung nunmehr erforderlich ist. Durch die Ermächtigung zum Erlass von Rechtsverordnungen kann die jeweilige Landesregierung zukünftig flexibel auf Regelungsnotwendigkeiten in Nordrhein-Westfalen reagieren.

Das Land Nordrhein-Westfalen arbeitet derzeit an den landesrechtlichen Umsetzungsprozessen zum MT-BG und MTAPrV.

Voraussetzungen für den Zugang zur Ausbildung in der Medizinischen Technologie

Die Ausbildung darf sind gemäß § 14 des Gesetzes über die Berufe in der medizinischen Technologie (MT-Berufe-Gesetz - MTBG) nur absolvieren, wer

  1. mindestens einen der folgenden Abschlüsse besitzt:
    a) den mittleren Schulabschluss oder einen anderen gleichwertigen Schulabschluss oder
    b) einen Hauptschulabschluss oder eine gleichwertige Schulbildung und eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung in einem Beruf, für den eine reguläre Ausbildungsdauer von mindestens zwei Jahren vorgeschrieben ist,
  2. sich nicht eines Verhaltens schuldig gemacht hat, aus dem sich die Unzuverlässigkeit zur Absolvierung der Ausbildung ergibt,
  3. nicht in gesundheitlicher Hinsicht zur Absolvierung der Ausbildung ungeeignet ist und
  4. über die Kenntnisse der deutschen Sprache verfügt, die für das Absolvieren der Ausbildung erforderlich sind.

Die Dauer der Ausbildung beträgt in Vollzeit drei Jahre und in Teilzeit fünf Jahre. Sie besteht aus theoretischem Unterricht, aus praktischem Unterricht und einer praktischen Ausbildung.
Die Mindeststundenzahl der Ausbildung in allen Berufen beträgt 4.600 Stunden. Die Verteilung der Stunden auf die Teile der Ausbildung variiert aufgrund der unterschiedlichen Inhalte je nach Beruf.
 

Gesetze, Verordnungen, Materialien

Nachfolgend finden Sie die aktuell gültigen bundeseinheitlichen Gesetzestexte über die Berufe der technischen Assistenz in der Medizin (MTA-Gesetz oder MTAG) vom 02.08.1993 und in der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für technische Assistenten in der Medizin (MTA-APrV) vom 25.04.1994:

Wer einen Blick in die Gesetzes- und Verordnungstexte rund um das Gesetz über die Berufe in der Medizinischen Technologie (MT-Berufe-Gesetz) werfen möchte, findet hier die Fundstellen.
Bundesebene:

Fragen & Antworten

Bitte beachten Sie die folgenden Hinweise:
Die folgenden Fragen und Antworten beziehen sich auf das Gesetz über die Berufe in der medizinischen Technologie (MTBG) und der hierzu erlassenen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (MTAPrV), die ab dem 01. Januar 2023 in Kraft treten.

Die Ausbildung in der veterinärmedizinischen Technologie nach dem MT-Berufe-Gesetz fällt in die Zuständigkeit des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen und wird in den folgenden Fragen und Antworten nicht abgebildet.
 

FAQ`s zur Praxisanleitung

Welche Anforderungen muss ich erfüllen, um als Praxisanleitung tätig sein zu können?

Die Anforderungen an die Qualifikation der Praxisanleitung sind in § 8 Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für Medizinische Technologinnen und Medizinische Technologen (MTAPrV) aufgeführt.

Zur Praxisanleitung geeignet ist eine Person, die

1. über eine Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung

  • „Medizinische Technologin für Laboratoriumsanalytik“ oder „Medizinischer Technologe für Laboratoriumsanalytik“,
  • „Medizinische Technologin für Radiologie“ oder „Medizinischer Technologe für Radiologie“,
  • „Medizinische Technologin für Funktionsdiagnostik“ oder „Medizinischer Technologe für Funktionsdiagnostik“ oder
  • „Medizinische Technologin für Veterinärmedizin“ oder „Medizinischer Technologe für Veterinärmedizin“

        oder

  • „Medizinisch-technische Laboratoriumsassistentin" oder "Medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent",
  • "Medizinisch-technische Radiologieassistentin", "Medizinisch-technischer Radiologieassistent",
  • "Medizinisch-technische Assistentin für Funktionsdiagnostik" oder "Medizinisch-technischer Assistent für Funktionsdiagnostik" oder
  • "Veterinärmedizinisch-technische Assistentin" oder "Veterinärmedizinisch-technischer Assistent"

in dem Beruf verfügt, in dem die Praxisanleitung durchgeführt werden soll,

2. über Berufserfahrung in dem jeweiligen Beruf von mindestens einem Jahr verfügt,
3. eine berufspädagogische Zusatzqualifikation im Umfang von mindestens 300 Stunden absolviert hat und
4. kontinuierlich berufspädagogische Fortbildungen im Umfang von mindestens 24 Stunden jährlich absolviert.

 
Wer meldet die Praxisanleitung der zuständigen Behörde und erbringt die Nachweise zur Qualifikation?

Die für die Ausbildung verantwortliche Praxiseinrichtung meldet die Praxisanleitung an und übermittelt die Nachweise zur Qualifikation aller in der Ausbildung von Medizinischen Technologinnen und Medizinischen Technologen bei ihr tätigen praxisanleitenden Medizinischen Technologinnen und Medizinischen Technologen gegenüber der zuständigen Bezirksregierung.

Zuständig ist grundsätzlich die Bezirksregierung, in deren Bezirk die Einrichtung liegt bei der die Praxisanleitung tätig wird.

 
Gibt es einen Bestandsschutz für Praxisanleitungen, die vor dem 01.01.2023 als Praxisanleitung tätig waren?

Für Personen,

  • die in dem Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2022 als praxisanleitende Personen tätig sind oder
  • die am 31. Dezember 2022 über Kompetenzen zur Ausübung der praxisanleitenden Tätigkeit verfügen oder
  • die auf der Grundlage des Gesetzes über technische Assistenten in der Medizin vom 2. August 1993 in der bis zum 31. Dezember 2022 geltenden Fassung als praxisanleitende Personen tätig waren

ist ein Bestandsschutz durch § 8 Absatz 2 der MTAPrV vorgesehen.

Für Praxisanleitungen, die unter den Bestandsschutz fallen gilt, dass sie nicht nachweisen müssen, dass sie über

  • Berufserfahrung in dem jeweiligen Beruf von mindestens einem Jahr verfügen und
  • eine berufspädagogische Zusatzqualifikation im Umfang von mindestens 300 Stunden abgeschlossen haben,

um weiter als Praxisanleitung tätig zu sein.

Der Bestandsschutz für die Praxisanleitung befreit nicht davon, dass die Praxisanleitung über eine Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung in dem Beruf verfügen muss, in dem die Praxisanleitung durchgeführt werden soll.

Eine Anerkennung des Bestandsschutzes erfolgt auf Antrag bei der zuständigen Bezirksregierung. Anträge sind nach Möglichkeit gebündelt und mit geeigneten Nachweisen, z. B. durch eine Bescheinigung des Arbeitgebers über die Tätigkeit als praxisanleitende Person, über die verantwortliche Praxiseinrichtung zu stellen.

 
Kann ein abgeschlossenes Studium als „pädagogische Zusatzqualifikation“ zur Praxisanleitung anerkannt werden?

Die berufspädagogische Zusatzqualifikation kann auch durch den Abschluss eines pädagogischen Studiums im Gesundheits- oder Sozialwesen nachgewiesen werden, dessen Schwerpunkt in der Erwachsenenbildung liegt.
 

Können auch Personen, die nicht über eine Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung

  • „Medizinische Technologin für Laboratoriumsanalytik“ oder „Medizinischer Technologe für Laboratoriumsanalytik“,

  • „Medizinische Technologin für Radiologie“ oder „Medizinischer Technologe für Radiologie“,

  • „Medizinische Technologin für Funktionsdiagnostik“ oder „Medizinischer Technologe für Funktionsdiagnostik“ oder

  • „Medizinische Technologin für Veterinärmedizin“ oder „Medizinischer Technologe für Veterinärmedizin“

        oder

  • „Medizinisch-technische Laboratoriumsassistentin" oder "Medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent",

  • "Medizinisch-technische Radiologieassistentin", "Medizinisch-technischer Radiologieassistent",

  • "Medizinisch-technische Assistentin für Funktionsdiagnostik" oder "Medizinisch-technischer Assistent für Funktionsdiagnostik" oder

  • "Veterinärmedizinisch-technische Assistentin" oder "Veterinärmedizinisch-technischer Assistent“

verfügen, aber bis zum 31.12.2022 als Praxisanleitung tätig waren, weiter als Praxisanleitung tätig sein?

Personen, die bis zum 31.12.2022 als Praxisanleitung tätig waren, aber nicht über eine der in der Frage genannten Berufserlaubnisse verfügen, können bis zum 31. Dezember 2026 auf der Grundlage der Vorschriften des Gesetzes über technische Assistenten in der Medizin in der bis zum 31. Dezember 2022 geltenden Fassung in diesen Ausbildungen als praxisanleitende Person tätig sein.
 

Kann auch eine berufspädagogische Zusatzqualifikation von 300 Stunden angerechnet werden, die keinen Schwerpunkt auf MT-Berufe legt.

Das Bundesgesetz verlangt eine berufspädagogische Zusatzqualifikation im Umfang von mindestens 300 Stunden. Für Nordrhein-Westfalen wird zum Inhalt der berufspädagogischen Zusatzqualifikation empfohlen, eine erste Orientierung an bereits bestehenden Weiterbildungsordnungen vorzunehmen.
 

Kann eine berufspädagogische Zusatzqualifikation begonnen werden, bevor die Berufserfahrung in dem jeweiligen Beruf von einem Jahr vorliegt?

Ja, eine berufspädagogische Zusatzqualifikation kann begonnen werden, bevor die Berufserfahrung eines Jahres vorliegt. Spätestens zum Abschluss der berufspädagogischen Zusatzqualifikation muss jedoch mindestens ein Jahr Berufserfahrung nachgewiesen werden.
 

Ich habe meine Weiterbildung zur Praxisanleitung beendet. Ab wann gilt meine berufspädagogische Fortbildungspflicht?

Die Fortbildungspflicht beginnt ab dem Jahr nach Abschluss der berufspädagogischen Zusatzqualifikation von 300 Stunden.

 
Können auch nicht berufspädagogische Fortbildungen auf die Fortbildungspflicht als Praxisanleitung angerechnet werden?

In der MT-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung sind „berufspädagogische Fortbildungen“ zur kontinuierlichen Fortbildungspflicht benannt. Das Land hat hier keine Möglichkeit, von dieser Vorgabe abzuweichen.
 

Werden Bildungsgänge als berufspädagogische Fortbildung für Praxisanleitungen anerkannt, welche nicht explizit als diese ausgewiesen sind?

Berufspädagogische Fortbildungsinhalte, die im Kontext anderer Bildungsgänge (z.B. berufspädagogisches Studium, Fachweiterbildung) erbracht werden, können mit einem Nachweis über den Umfang der berufspädagogischen Inhalte als berufspädagogische Fortbildung nach § 8 Absatz 1 MTAPrV anerkannt werden.

 
Welche Tätigkeitsanteile können den 15 Prozent Praxisanleitung nach dem MT-Berufe-Gesetz angerechnet werden?

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen geht davon aus, dass die Vor- und Nachbereitung einer konkreten Anleitung mit zur vorgegebenen Anleitungszeit gezählt wird.

In § 19 Absatz 2 MT-Berufe-Gesetz (MTBG) ist geregelt, dass die praktische Ausbildung nur in Krankenhäusern und Einrichtungen durchgeführt werden darf, die sicherstellen, dass während der praktischen Ausbildung in dem jeweiligen Beruf eine Anleitung der Auszubildenden durch eine praxisanleitende Person im Umfang von mindestens 15 Prozent der zu absolvierenden Stundenzahl erfolgt. Die Entwicklung der Kompetenzen kann bezogen auf den tatsächlichen Zeitaufwand der Praxisanleitung variieren und selbstverständlich auch über die vorgegebene Mindestzeit von 15 Prozent hinausgehen.

Selbstlernzeiten der Auszubildenden entsprechen nicht einer Praxisanleitung und können dementsprechend nicht als Praxisanleitung berücksichtigt werden.

Wie gibt das Land NRW den Zeitaufwand für die zusätzlichen Aufgaben der Praxisanleitung an?

Zum Zeitaufwand für „zusätzliche Aufgaben“, wie z. B. Organisation der praktischen Ausbildung, Gespräche zur Koordination oder mit Auszubildenden im Rahmen der Ausbildungsbegleitung hat das Land keine Vorgaben erlassen.

Der Träger der praktischen Ausbildung muss die Einhaltung des Ausbildungsplans in geeigneter Form sicherzustellen.

§ 20 MT-Berufe-Gesetz beschreibt als Aufgabe der praxisanleitenden Person, dass diese die Auszubildenden an die praktischen und berufsspezifischen Tätigkeiten in der medizinischen Technologie heranführt und die Auszubildenden im Lernprozess während der praktischen Ausbildung begleitet. Die Begründung zum Gesetz enthält hierzu den Hinweis, dass die Beschreibung der Tätigkeit der praxisanleitenden Person im Gesetz nicht abschließend ist.

 
Kann die Tätigkeit als Praxisanleitung auch ruhen?

Die Tätigkeit als Praxisanleitung ruht automatisch, wenn auch die Tätigkeit als solche insgesamt ruht (z. B. während Elternzeit).
 

Ruht die berufspädagogische Fortbildungspflicht der Praxisanleitung, wenn die Tätigkeit als Praxisanleitung ruht?

Die berufspädagogische Fortbildungspflicht ruht automatisch, wenn auch die Tätigkeit als solche insgesamt ruht (z. B. während Elternzeit).

 
Was passiert, wenn die kontinuierliche berufspädagogische Fortbildung der Praxisanleitung nicht erfüllt wird?

Wird die kontinuierliche berufspädagogische Fortbildung nicht erfüllt, fehlt der Praxisanleitung die gesetzliche Voraussetzung, um als praktische Fachprüferin oder als praktischer Fachprüfer bestellt werden zu können.

Um wieder als praktische Fachprüferin oder als praktischer Fachprüfer bestellt werden zu können, muss eine Praxisanleitung nachweisen, dass im Zeitfenster von zwölf Monaten vor der Prüfung berufspädagogische Fortbildungen im Umfang von mindestens 24 Stunden besucht wurden.
 

Behördenzuständigkeit

Zuständige Behörde für die Schulen im Gesundheitswesen sind die jeweiligen Bezirksregierungen. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Internetseite des MAGS unter:

Ausbildungsstätten für Gesundheits- und Pflegeberufe

Für die Zulassung zum Beruf sowie die damit verbundene Berufsaufsicht sind die unteren Gesundheitsbehörden (Gesundheitsämter der Kommunen, Kreise) zuständig.

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