Pflegekammer NRW

Interessenvertretung Pflege

Pflege gemeinsam gestalten

Das Ergebnis der repräsentativen Befragung ist eindeutig: Die Pflegefachkräfte wollen eine Pflegekammer!

Im Oktober und November 2018 fand in Nordrhein-Westfalen eine repräsentative Befragung unter den Pflegefachkräften statt. Es sollte die Frage geklärt werden, ob und wenn ja, in welcher Form eine Interessenvertretung für die Pflege in Nordrhein-Westfalen gegründet werden soll.

Damit die Pflegefachkräfte diese weitreichende Entscheidung auf einer soliden Grundlage treffen konnten, hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales begleitend eine Informationskampagne durchgeführt. Neben gedruckten Medien konnten sich Pflegekräfte auch in 131 vom Land geförderten Multiplikatoren-Veranstaltungen informieren.

Pflegefachkräfte wollen Pflegekammer

Das Ergebnis liegt seit Anfang 2019 vor und ist am 9. Januar 2019 in einer Pressekonferenz von Herrn Minister Laumann vorgestellt worden. Mit insgesamt 79 Prozent spricht sich eine deutliche Mehrheit der befragten Pflegefachkräfte für eine Pflegekammer als Interessenvertretung aus. Den vollständigen Ergebnisbericht finden Sie hier.

Pflegefachkräfte üben ebenso wie beispielsweise Ärztinnen und Ärzte einen Heilberuf aus. Nach dem Vorbild der Ärztekammern und der bereits drei gegründeten Pflegekammern in Deutschland sollen nun auch in Nordrhein-Westfalen die fast 200.000 Pflegefachkräfte eine starke Interessenvertretung erhalten, um in der Politik und Gesellschaft die Aufmerksamkeit und Akzeptanz zu bekommen, die der Pflege zusteht.

Darüber hinaus soll die Kammer beispielsweise die Qualität der Pflege sichern, Standards für eine gute Berufsausübung festlegen und überwachen sowie Fort- und Weiterbildungsangebote entwickeln. Das steigert nachhaltig die Attraktivität der Pflegeprofession und kommt auch den Gepflegten und deren Angehörigen zugute.

Bei dieser wichtigen Aufgabe wird die Landessregierung die Pflegekammer auch finanziell mit 5 Millionen Euro unterstützen. Langfristig finanziert sich die Kammer aus Gebühren und Beiträgen ihrer Mitglieder.

Wie geht es weiter?

Das Ministerium wird nun zügig den Entwurf eines Gesetzes zur Errichtung einer Pflegekammer NRW erarbeiten, der den einschlägigen Verbänden zur Stellungnahme zugeschickt wird. Parallel zum Gesetzgebungsverfahren wird das Ministerium auf Vorschlag der Verbände Pflegefachkräfte und Experten in Gremien berufen, die die Errichtung der Pflegekammer auch praktisch vorbereiten. Sobald die Gremien getagt haben, werden Sie an dieser Stelle über deren Zusammensetzung und Arbeit informiert. Der Weg zu einer Pflegekammer als Interessenvertretung aller Pflegefachkräfte soll transparent und verständlich sein.

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