Ausbildung in der Arbeitsschutzverwaltung

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Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales mit dem Rheinturm in Düsseldorf

Ausbildung in der Arbeitsschutzverwaltung Nordrhein-Westfalen

Die staatliche Arbeitsschutzverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen nimmt wichtige Aufgaben des betrieblichen und technischen Arbeitsschutzes wahr. Um diese für den Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer besonders wichtige Aufgabe ordnungsgemäß erfüllen zu können, bilden die fünf Bezirksregierungen in regelmäßigen Abständen Gewerbeoberinspektorinnen/Gewerbeoberinspektoren und Gewerbeobersekretärinnen/Gewerbeobersekretäre aus.

Sie haben Interesse an der Ausbildung in der Arbeitsschutzverwaltung des Landes NRW? Dann informieren Sie sich auf dieser Seite über die Ausbildung und den Arbeitsalltag einer Arbeitsschützerin/eines Arbeitsschützers. 

Die Ausbildung zur Gewerbeobersekretärin/zum Gewerbeobersekretär im Überblick

Einstellungsvoraussetzungen:

Hauptschulabschluss oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsabschluss und eine abgeschlossene Meisterprüfung im Handwerk, im gewerblichen Bereich oder eine Industriemeisterprüfung oder eine Technikerprüfung an einer Fachakademie oder einer öffentlichen oder staatlich anerkannten Technikerschule.

Beginn:

Bedarfsabhängig nach Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen.

Dauer:

15 Monate

Ausbildungsverlauf:

Praktische und theoretische Ausbildungsabschnitte innerhalb der Arbeitsschutzdezernate der Bezirksregierungen mit abschließender Laufbahnprüfung.

Inhalte:

Allgemeines Recht, verwandte Rechtsgebiete, Allgemeiner Arbeitsschutz, Sozialer Arbeitsschutz, Anlagen- Betriebs- und Produktsicherheit, Stoffrecht, Gesundheitsschutz und Arbeitsmedizin, Kommunikation.

Ausbildungsvergütung:

1199,78 € (Stand: 01.04.2018) sowie die im öffentlichen Dienst üblichen Sozialleistungen. Darüber hinaus wird ein Anwärtersonderzuschlag in Höhe von 50% des Anwärtergrundbetrages gezahlt.   

Abschluss:

Gewerbeobersekretärin/Gewerbeobersekretär (Beamtin/Beamter der Laufbahngruppe 1, 2. Einstiegsamt des technischen Dienstes)

Berufschancen:

Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Probe und Verwendung in den Dezernaten 55/56 in einer der fünf Bezirksregierungen. Nach erfolgreicher Bewährung in der Probezeit ist die Übernahme in ein Beamtenverhältnis auf Lebenszeit möglich.

Weitere Informationen:

Ausführliche Informationen zur Ausbildung (Musterausbildungsplan) finden Sie online.
Werden auch Sie Teil der Arbeitsschutzverwaltung unseres Landes und tragen so zur Einhaltung und Verbesserung des betrieblichen und technischen Arbeitsschutzes in Nordrhein-Westfalen bei!
Die Ausbildung zur Gewerbeobersekretärin/zum Gewerbeobersekretär im Überblick (Download als PDF)

Die Ausbildung zur Gewerbeoberinspektorin/zum Gewerbeoberinspektor im Überblick

Einstellungsvoraussetzungen:

Abschluss eines Bachelorstudiengangs oder eine entsprechende Qualifikation an einer Fachhochschule, Universität, technischen Hochschule, Berufsakademie oder einer anderen gleichstehenden Hochschule einer technischen Fachrichtung.

Beginn:

Bedarfsabhängig nach Erlass des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen.

Dauer:

15 Monate

Ausbildungsverlauf:

Praktische und theoretische Ausbildungsabschnitte innerhalb der Arbeitsschutzdezernate der Bezirksregierungen.

Inhalte:

Allgemeines Recht, verwandte Rechtsgebiete, Allgemeiner Arbeitsschutz, Sozialer Arbeitsschutz, Anlagen- Betriebs- und Produktsicherheit, Stoffrecht, Gesundheitsschutz und Arbeitsmedizin, Kommunikation.

Ausbildungsvergütung:

1255,68 € (Stand: 01.04.2018) sowie die im öffentlichen Dienst üblichen Sozialleistungen.

Abschluss:

Gewerbeoberinspektorin/Gewerbeoberinspektor (Beamtin/Beamter der Laufbahngruppe 2, 1. Einstiegsamt des technischen Dienstes).

Berufschancen:

Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Probe und Verwendung in den Dezernaten 55/56 in einer der fünf Bezirksregierungen. Nach erfolgreicher Bewährung in der Probezeit ist die Übernahme in ein Beamtenverhältnis auf Lebenszeit möglich.

Weitere Informationen:

Ausführliche Informationen zur Ausbildung (Musterausbildungsplan) finden Sie online.
Werden auch Sie Teil der Arbeitsschutzverwaltung unseres Landes und tragen so zur Einhaltung und Verbesserung des betrieblichen und technischen Arbeitsschutzes in Nordrhein-Westfalen bei!
Die Ausbildung zur Gewerbeoberinspektorin/zum Gewerbeoberinspektor im Überblick (Download als PDF)

Meine Entscheidung für die Arbeitsschutzverwaltung

Christopher Betz

Gewerbeoberinspektor bei der Bezirksregierung Düsseldorf
 

Studium und berufliche Qualifikation

Ich habe an der Westfälischen Hochschule studiert und dort meinen Bachelor und Master der Mikro- und Medizintechnik erfolgreich abgeschlossen. Danach  habe ich zunächst berufliche Erfahrungen als Testingenieur im Bereich der Systemintegration und Test von Komponenten für Hybrid- und Elektrofahrzeuge in einem Unternehmen in Berlin sammeln können. Später war ich dann als Entwicklungsingenieur im Bereich Gesamtfahrzeugelektronik tätig.

Warum Arbeitsschutzverwaltung ?

Nach meinen Erfahrungen in der Industrie, wollte ich mich beruflich und auch persönlich weiterentwickeln und suchte nach einer technisch anspruchsvollen Herausforderung. Gefunden habe ich diese in der Staatlichen Arbeitsschutzverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Meine Erfahrungen während der Ausbildung

In meiner 15-monatigen Ausbildung zum Gewerbeoberinspektor bei der Bezirksregierung Düsseldorf wurde ich sehr professionell auf meine zukünftige Arbeit vorbereitet. Ich lernte die ganze Bandbreite an Tätigkeiten des technischen und betrieblichen Arbeitsschutzes kennen. Darüber hinaus wurden mir auch die erforderlichen Kenntnisse des Verwaltungsrechts, die ebenfalls ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeit sind, vermittelt.

Mein Berufsalltag als Arbeitsschützer

Ich bin inzwischen als Gewerbeaufsichtsbeamter im technischen Arbeitsschutz bei der Bezirksregierung Düsseldorf tätig und verantwortlich für den Bereich Strahlenschutz. Mit meiner Arbeit leiste ich einen wichtigen Beitrag für den sicheren Betrieb von Röntgeneinrichtungen in Kliniken und Arztpraxen sowie von Strahlern in den unterschiedlichsten Bereichen der Industrie.
Meine Aufgaben sind sehr vielfältig und vor allem abwechslungsreich. So erledige ich neben den Prüftätigkeiten im Außendienst auch Arbeiten im Innendienst, wie z. B. die Vor- und Nachbearbeitung der jeweiligen Prüfaufträge. Hierbei kann ich mich regelmäßig in neue technische Sachverhalte einarbeiten und habe so die Möglichkeit, meine Fähigkeiten zum Schutz der Gesundheit der Beschäftigten und Patienten anzuwenden.

Welche Vorteile bietet mir der öffentliche Dienst?

Ich bin als Gewerbeoberinspektor im Beamtenverhältnis tätig. Dies bietet mir zum einen ein großes Maß an Sicherheit und zum anderen auch eine langfristige Planbarkeit – diese Rahmenbedingungen existieren in der freien Wirtschaft in diesem Ausmaß nicht.

5 Fragen und Antworten zur Ausbildung als Gewerbeoberinspektorin

Saskia Niediek

Gewerbeoberinspektorin bei der Bezirksregierung Detmold

Saskia Niediek ist seit dem 01.September 2014 bei der Bezirksregierung in Detmold beschäftigt und hat dort Ihre Ausbildung zur Gewerbeoberinspektorin absolviert.

Warum hast du Dich für den Ausbildungsberuf entschieden?

Nach meinem Maschinenbaustudium habe ich mich informiert, welche beruflichen Perspektiven sich in dem Bereich bieten. Der Bereich Arbeitsschutz war mir von Seiten der Berufsgenossenschaft bereits aus der Ausbildung bekannt. Ich finde es sehr sinnvoll, sich für einen besseren Arbeitsschutz einzusetzen, um Unfälle zu vermeiden und die Gesundheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Betrieben dauerhaft zu erhalten. Außerdem fand ich die Kombination aus Innen- und Außendienst interessant.

Was hat Dir an der Ausbildung besonders gefallen?

In der Ausbildung im Arbeitsschutz durchläuft man alle Fachbereiche und bekommt dadurch viele Eindrücke unserer Aufgaben. In den Außendiensten bekommt man Einblicke in die unterschiedlichsten Betriebe, vom kleinen Familienbetrieb bis zu den großen Unternehmen der Region. Ich finde es toll mit vielen unterschiedlichen Branchen Kontakt zu haben und jeden Tag neue Leute kennen zu lernen.

Was war bisher Dein interessantester Einsatz?

Konkret kann ich kein Beispiel nennen, da ich schon viele Bereiche gesehen habe und jeder Bereich aus seine Weise interessant ist. Als Arbeitsschützer ist man überall dort zuständig, wo Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt werden und das ist ein sehr großes Spektrum. Gewisse Bereiche wie die Produktsicherheit und den Strahlenschutz hätte ich vor Beginn meiner Ausbildung nicht mit dem Arbeitsschutz verbunden.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag als Auszubildende in der Arbeitsschutzverwaltung aus?

Da alle Fachaufgaben durchlaufen werden, gibt es nicht den typischen Arbeitstag. In jeder Fachaufgabe werden unterschiedliche Aufgaben- oder Rechtsgebiete bearbeitet. Man muss natürlich die jeweiligen Rechtsvorschriften des Fachgebietes kennenlernen und wissen, welche Befugnisse wir als Behörde gegenüber den Arbeitgebern haben. Ein ganz anderer Tagesablauf liegt vor, wenn man in den Außendienst fährt. Im Außendienst beim Strahlenschutz kontrolliert man z. B. Röntgengeräte, die bei Ärzten stehen, aber auch in Industrieunternehmen der Metallbranche und der Lebensmittelindustrie. Im Bereich der Verfahrensstelle werden Stellungnahmen zu Genehmigungsverfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz bearbeitet, die bspw. Für große Stallanlagen von Landwirtschaftsbetrieben oder Biogasanlagen nötig sind.

Wie bist du auf die Ausbildungsstelle aufmerksam geworden?

Ich bin durch Zufall in der Zeitung auf die Stellenanzeige gestoßen und habe mich dann im Internet auf der Seite der Bezirksregierung Detmold weiter informiert.

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