KAoA-STAR

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Gespeichert von migration am 1. Oktober 2014
Jugendlicher in der Malerausbildung

"KAoA-STAR" – Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler mit Handicaps

Jugendliche mit (Schwer-)Behinderung und/oder Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung in den Förderschwerpunkten Geistige Entwicklung, Körperliche und motorische Entwicklung, Hören und Kommunikation, Sehen und Sprache haben die Möglichkeit, die KAoA-STAR-Angebote zu nutzen, die sie entsprechend ihrer individuellen Bedarfe beim Übergang in den Beruf unterstützen.

Auf Beschluss des Ausbildungskonsenses NRW setzt die Landesregierung Nordrhein-Westfalen seit 2012 in Kooperation mit dem BMBF und der Bundesagentur für Arbeit stufenweise die Landesinitiative "Kein Abschluss ohne Anschluss – Übergang Schule –Beruf in NRW" (KAoA) um. Seit dem Schuljahr 2016/2017 nehmen alle allgemeinbildenden Schulen in öffentlicher Trägerschaft in den 53 Gebietskörperschaften des Landes Nordrhein-Westfalen mit der Jahrgangsstufe 8 an KAoA teil. Ab dem Schuljahr 2018/2019 werden alle Schülerinnen und Schüler in den Jahrgangsstufen 8 bis 10 ein einheitliches System der Studien- und Berufsorientierung durchlaufen.

Ziel von KAoA ist, allen jungen Menschen nach der Schule möglichst rasch eine Anschlussperspektive für Berufsausbildung oder Studium zu eröffnen und unnötige Warteschleifen zu vermeiden. Für Jugendliche mit Handicaps ist der Einstieg in den Beruf eine besondere Herausforderung, gerade dann, wenn der Weg nicht automatisch in eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung, sondern in betriebliche Ausbildung und Beschäftigung führen soll.

Mit Beginn des Schuljahrs 2017/2018 haben Schülerinnen und Schüler mit (Schwer-) Behinderung und/oder Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung in den Förderschwerpunkten Geistige Entwicklung, Körperliche und motorische Entwicklung, Hören und Kommunikation, Sehen, Sprache die Möglichkeit, die KAoA-STAR-Berufsorientierungselemente zu nutzen, die sie entsprechend ihrer individuellen Bedarfe beim Übergang in den Beruf unterstützen.

Jugendliche mit Handicaps in die Arbeitswelt integrieren

Die Begleitung der Jugendlichen beginnt im drittletzten Schulbesuchsjahr und umfasst eine verbindliche Berufswegeplanung einschließlich Potenzialanalyse, Berufsfelderkundungen und Praktika. So sollen die Chancen für die Jugendlichen beim Berufseinstieg nachhaltig verbessert und betriebsnahe Beschäftigung und Ausbildung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ermöglicht werden. Sogenannte Fall- oder Case-Manager der Integrationsfachdienste arbeiten in den Schulen mit den Jugendlichen, ihren Eltern und den Lehrkräften eng zusammen. Sie begleiten die Jugendlichen während ihres gesamten individuellen Berufsorientierungsprozesses. Gleichzeitig knüpfen sie Kontakte zu Betrieben, um beispielsweise Partnerschaften zu den Schulen herzustellen und zu unterstützen.

Ein besonderer Schwerpunkt ist der Auf- und Ausbau von tragfähigen Vernetzungs- und Kooperationsstrukturen, um die Integration und Berufswegeplanung der Jugendlichen zu verbessern. Wichtige Kooperationspartner sind Schulen, Betriebe, Reha-Beratungskräfte der Agenturen für Arbeit und die Kommunalen Koordinierungsstellen von KAoA. Für diese Aufgaben ist in den beiden Landschaftsverbänden in ihrem jeweiligen Landesteil eine STAR-Koordinierungsstelle eingerichtet.

Finanzierung

Die KAoA-STAR-Berufsorientierungselemente werden aus Mitteln des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit und der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe finanziert und in Kooperation mit dem Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen umgesetzt. Für die KAoA-STAR-Koordinierungsstellen werden Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds und der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe bereitgestellt.

Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

Die Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung (G.I.B.) ist in Abstimmung mit dem Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen für die fachliche Begleitung zuständig.

Ihre Fragen zu KAoA-STAR beantworten die Landschaftsverbände, das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen sowie die G.I.B.:

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