Projekte der Arbeitsschutzverwaltung NRW

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Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales mit dem Rheinturm in Düsseldorf

Projekte und Programme der Arbeitsschutzverwaltung NRW

Arbeitsprogramm "Organisation" (ORGA) der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie

Beginn: Anfang 2014

Der moderne Arbeitsschutz versteht „Methode“ als systematisches und geplantes Vorgehen zu einem effizienten Arbeits- und Gesundheitsschutz. Mit dem GDA-Programm ORGA, das Anfang 2014 gestartet ist, sollen die Betriebe dabei unterstützt werden, ihre Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes zu betrachten und zu verbessern.
Im Fokus stehen dabei die Gefährdungsbeurteilung als zentrales Instrument des Arbeitsschutzes und die verbesserte Integration von Fragen der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes in betriebliche Abläufe und Entscheidungen.

Arbeitsprogramm „Schutz und Stärkung der Gesundheit bei arbeitsbedingten psychischen Belastungen (Psyche)“

Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) verfolgt das Ziel, die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit zu erhalten, zu verbessern und zu fördern.
 
Arbeitsbedingten psychischen Belastungen kommt eine hohe Bedeutung für das Gesundheits- und Krankheitsgeschehen zu. Die Auseinandersetzung mit dem Thema psychische Belastungen ist eine Herausforderung im betrieblichen Alltag. Der Anstieg von Arbeitsunfähigkeitstagen und Frühverrentungen, die auf psychische Belastungen zurückzuführen sind, ist alarmierend.
 
Im Rahmen des GDA-Arbeitsprogramms „Psyche“, das bis Ende 2017 läuft, wird bei Betriebsbesichtigungen ein besonderes Augenmerk auf die Gefährdungsbeurteilung gerichtet. Die Gefährdungsbeurteilung, die in geeigneter Weise psychische Belastungen einbezieht trägt dazu bei, psychische Gefährdungen am Arbeitsplatz rechtzeitig zu erkennen und mögliche Lösungsansätze, präventive, arbeitsorganisatorische sowie gesundheits- und kompetenzfördernde Maßnahmen zur Verminderung arbeitsbedingter psychischer Gefährdungen auf den Weg zu bringen.
Für die Betriebe geht es dabei um mehr als die Erfüllung von gesetzlichen Pflichtaufgaben, sondern viel mehr um die Herausforderung mit gesunden Beschäftigten, im Wettbewerb zu bestehen.
 
Weiter Informationen zum Arbeitsprogramm „Psyche“ gibt es unter www.gda-psyche.de.
 

Arbeitsprogramm „Muskel-Skelett-Erkrankungen“ (MSE) der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie

Beginn: Ende 2014
Abschluss: Ende 2017

Ziel des GDA-Programms MSE ist die Verringerung der arbeitsbedingten Gesundheitsgefährdungen und Erkrankungen im Muskel-Skelett-Bereich. Schwerpunkte sind hierbei die Entwicklung einer Präventionskultur in den Unternehmen, die Förderung der Gesundheitskompetenz der Beschäftigten und die Sensibilisierung von Führungskräften. Im Fokus stehen dabei Betriebe, in denen Beschäftige hohen körperlichen Belastungen ausgesetzt sind oder häufig bewegungsarme, einseitige Tätigkeiten ausführen.

Durch die Aufsichtsdienste werden im Rahmen von Betriebsbesichtigungen die Ist-Situation des betrieblichen Arbeitsschutzsystems und die betrieblichen Maßnahmen zur Vorbeugung arbeitsbedingter Muskel-Skelett-Erkrankungen erfasst. Information und Beratung sind dabei ein wichtiger Teil der Aufsichtstätigkeit.

Neben der unmittelbaren Beratung besteht für die Betriebe und Beschäftigten im Internet ein vielfältiges Informationsangebot zur gesundheitsgerechten Gestaltung der Arbeitsbedingungen; siehe www.gdabewegt.de.

Überwachungsaktion "Sicheres Handwerken"

2014

„Do it yourself“ ist ein aktueller Trend in Deutschland. Der Handel hat sich auf die verstärkte Nachfrage der Hobbyhandwerkerinnen und -handwerker nach Bohrmaschinen, Stichsäge & Co eingestellt. Neben Markenprodukten
werden zunehmend Produkte bei Discountern und Baumärkten aus dem Billigpreissegment angeboten. Insbesondere in diesem Segment stellten die Marktüberwachungsbehörden vermehrt sicherheitstechnische Mängel fest. Aber auch bei den „Markenprodukten“ gibt es hinsichtlich des sicherheitstechnischen Designs der Produkte und der Produktkennzeichnung Verbesserungsbedarf.

Schwerpunktprogramm "Überprüfung der Strahlenschutzfachkunde" II

2013/2014

Im Jahr 2012 hat die nordrhein-westfälische Arbeitsschutzverwaltung im ersten Schwerpunktprogramm „Überprüfung der Strahlenschutzfachkunde und der Ausgabe des Röntgenpasses“ die Patientensicherheit bei Röntgenuntersuchungen mit Computertomographen in den Fokus genommen. Die dabei festgestellten Mängel und die Möglichkeiten, die in den Betrieben vorhandenen fachlichen Kompetenzen sowie modernste Techniken zur Verbesserung des Schutzes der Patienten einzusetzen, gaben den Ausschlag, dass in den Jahren 2013 und 2014 nicht nur Nachhaltigkeitskontrollen sondern flächendeckend die Überprüfung aller in NRW im Notfall- und Bereitschaftsdienst betriebener Computertomographen erfolgte.

Schwerpunktaktion "Überwachung von Paket- und Kurierdiensten"

2014

Im Mai 2014 überprüften die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Arbeitsschutzdezernate der fünf Bezirksregierungen 22 Paketverteilzentren verschiedener großer Postdienstleistungsunternehmen in NRW. Hierbei wurden die betroffenen Verteilzentren in den frühen Morgenstunden, in der Regel gegen 5.00 Uhr, aufgesucht. Zu dieser Zeit waren die meisten der dort angetroffenen Fahrer noch mit dem Sortieren der Pakete und dem Beladen ihrer Fahrzeuge beschäftigt. Sie wurden dann anhand ihrer Arbeitszeitnachweise hinsichtlich der Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen zu den Lenk- und Ruhezeiten kontrolliert. Überprüft wurden dabei sowohl die eigenen Fahrer der aufgesuchten Firmen bzw. Paketverteilzentren, als auch die von diesen beschäftigten Nach- bzw. Subunternehmen, welche zum Teil in erheblichem Ausmaß durch die großen Postdienstleister mit der Zustellung der Pakete an die jeweiligen Endkunden beauftragt werden.

Schwerpunktprogramm "Überprüfung des Notfallmanagements in Aufzugsanlagen"

2013

Mit dem Aufzug stecken bleiben – ein Albtraum für fast jeden. Auf engstem Raum eingesperrt zu sein, kann bei Betroffenen zu psychischen Problemen wie Phobien und Panikreaktionen oder zu physischen Belastungen durch Dunkelheit, Temperatur und Sauerstoffmangel führen. Besonders gefährlich wird es, wenn die Eingeschlossenen versuchen, sich selber zu befreien, weil keine Reaktion auf ihren Notruf erfolgt. Die Befreiung aus der Aufzugsanlage sollte daher so schnell und reibungslos wie möglich ablaufen.

Landesweite Überwachungsaktion in der Fleischindustrie

2013

Immer mehr Menschen arbeiten in unsicheren und schlecht bezahlten Arbeitsverhältnissen. Grund dafür ist der Zuwachs an Zeitarbeit, Minijobs und in letzter Zeit verstärkt auch von Werkvertragsarbeit, letzteres vor allem in der Fleischindustrie.

Überwachungsaktion "Zeitarbeit"

2013

Zeitarbeit ist ein gern genutztes Mittel von Betrieben, um Auftragsspitzen besser bedienen bzw. Engpässe leichter auffangen zu können. Gleichzeitig hatte Zeitarbeit in der Vergangenheit bisweilen einen schlechten Ruf. Zum Beispiel wurde kritisiert, dass Zeitarbeitsbeschäftigte schlechter unterwiesen wären als ihre fest angestellten Kolleginnen und Kollegen oder dass diese Form der atypischen Beschäftigung, bedingt durch wiederholt befristete Arbeitsverhältnisse, ein Ausgangspunkt für psychische Belastung (Zukunftsangst) wäre. Wie steht es um die Arbeitsschutzsituation der Zeitarbeitsbeschäftigten in Nordrhein-Westfalen?

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