Kein Abschluss ohne Anschluss - Übergang Schule-Beruf in NRW

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Gruppenfoto mit 7 SchülerInnen gruppiert um Schultisch

Kein Abschluss ohne Anschluss - Nordrhein-Westfalen stärkt den Übergang in Ausbildung und Studium

Landesweites Übergangssystem Schule-Beruf mit gezielten Förderangeboten – Kommunale Koordinierung unterstützt Vernetzung der Angebote und Akteure

Kein Abschluss ohne Anschluss – mit diesem Ziel organisiert Nordrhein-Westfalen landesweit den Übergang Schule-Beruf. Es profitieren: alle Jugendlichen. Die berufliche Orientierung beginnt bereits in der Schule und gezielte Förderangebote unterstützen den Übergang. Die Kommunale Koordinierung bündelt die Aktivitäten vor Ort und koordiniert die Umsetzung in den Regionen.

Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA): Frühe Berufsorientierung für den erfolgreichen Start in Ausbildung und Studium und gute Koordinierung vor Ort

"Kein Abschluss ohne Anschluss" (KAoA) – mit diesem Ziel gestaltet Nordrhein-Westfalen den Übergang von der Schule in Ausbildung und Studium. Das landesweite Übergangssystem stellt sicher, dass Jugendliche frühzeitig bei der beruflichen Orientierung, bei der Berufswahl und beim Eintritt in Ausbildung oder Studium Unterstützung erhalten. Ziel ist es, allen jungen Menschen nach der Schule möglichst rasch eine Anschlussperspektive für Berufsausbildung oder Studium zu eröffnen und durch eine effektive Koordinierung unnötige Warteschleifen zu vermeiden. Jugendliche und ihre Eltern werden dabei auf dem Weg in die Berufswelt nachhaltig unterstützt.

Kommunale Koordinierung schafft passgenaue Angebote auch für die Ausnahmesituation unter Corona-Bedingungen

Aufgrund der Schulschließungen konnten die Angebote im Übergang Schule-Beruf landesweit nicht durchgeführt werden. Die ESF-geförderten Kommunalen Koordinierungsstellen haben in dieser Zeit alternative Formate der Berufsorientierung vor Ort entwickelt und die Möglichkeiten der Digitalisierung genutzt. Wie das gelungen ist, zeigt das Beispiel der Kommunalen Koordinierungsstelle im Hagen/Ennepe-Ruhr-Kreis.

Im Schuljahr 2020/2021 soll der Schul- und Unterrichtsbetrieb in Nordrhein-Westfalen wieder möglichst vollständig im Präsenzunterricht stattfinden. Damit verbunden soll auch die Berufliche Orientierung nach den Vorgaben der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ wieder verpflichtend stattfinden. Hinweise zur konkreten Umsetzung der einzelnen Standardelemente sowie zu Neuerungen in der Beruflichen Orientierung finden Sie auf den Internetseiten des Schulministeriums.

Schwerpunkte und Förderangebote im Übergang Schule-Beruf  

Das nordrhein-westfälische Übergangssystem "Kein Abschluss ohne Anschluss" (KAoA) konzentriert sich auf vier Schwerpunkte / Handlungsfelder und bietet innerhalb zweier Handlungsfelder konkrete und gezielte Angebote an. Der folgende Überblick zeigt, welche Förderangebote im Übergang Schule-Beruf eingesetzt werden.

Schon in der Schule starten - berufliche Orientierung stärken

Ab Klasse 8 erhalten alle Schülerinnen und Schüler eine verbindliche, systematische berufliche Orientierung. Neben der Ermittlung und Förderung von Potenzialen und berufsrelevanten Kompetenzen gehören dazu vor allem gezielte Praktika in Betrieben, um verschiedene Berufsfelder zu erkunden und eine kompetente Berufswahl zu ermöglichen. Schülerinnen und Schüler, die im Prozess der beruflichen Orientierung eine besondere Förderung benötigen, können an Praxiskursen teilnehmen oder erhalten Unterstützung durch das Programm KAoA-Star.
Bis zum Ende der Schulzeit wird mit allen Schülerinnen und Schülern eine individuelle Anschlussperspektive erarbeitet und in einer konkreten Anschlussvereinbarung dokumentiert.

Angebote und Maßnahmen unterstützen im Übergang Schule-Beruf

Um die berufliche Orientierung und den Übergang in Ausbildung und Beruf von Jugendlichen in NRW zu verbessern, gibt es eine Reihe von unterstützenden Angeboten und Maßnahmen, damit Schülerinnen und Schülern auch nach der Sekundarstufe I weitere Möglichkeiten erhalten ihre Berufswahlkompetenz zu verbessern. Die Berufseinstiegsbegleitung richtet sich an förderungsbedürftige Schülerinnen und Schüler. Das Programm Werkstattjahr NRW nimmt noch nicht ausbildungsreife Jugendliche in den Blick, um sie auf die Aufnahme einer betrieblichen Berufsausbildung vorzubereiten. Ein Portfolio wie z.B. die Jobmappe hilft dabei, die einzelnen Schritte im Prozess des Übergangs zu dokumentieren. Der Berufswahlpass wird digitalisiert und soll als neues Online-Tool ab 2022 eingeführt werden.

Attraktivität der dualen Berufsausbildung erhöhen

Ein wichtiges Anliegen in Nordrhein-Westfalen ist es, die Attraktivität der dualen Berufsausbildung zu erhöhen. Die Berufsausbildung im dualen System ist modern und bietet exzellente Weiterbildungsmöglichkeiten. Dennoch sind die vielfältigen Chancen nicht ausreichend bekannt. Vor allem Betriebe werden ermutigt, in Ausbildung zu investieren und so – in Zeiten des demografischen Wandels – den Fachkräftenachwuchs rechtzeitig zu sichern.

Kommunale Koordinierung - Aktivitäten vor Ort bündeln

Bei der Umsetzung des Übergangssystems in Nordrhein-Westfalen haben die Kommunen eine wichtige Rolle. Über die Kommunalen Koordinierungsstellen, gefördert aus Landes- und ESF-Mitteln, werden die Aktivitäten vor Ort gebündelt und die Akteure vernetzt. In allen 53 Kreisen und kreisfreien Städten gibt es Kommunale Koordinierungsstellen. Wie das Übergangssystem in den Regionen umgesetzt und begleitet wird, zeigen Praxisbeispiele der Kommunalen Koordinierungsstellen.
Das NRW-Arbeitsministerium unterstützt die Kommunen bei der Umsetzung und koordiniert auf Landesebene den Prozess im Ausbildungskonsens NRW.

Die 53 Kommunalen Koordinierungsstellen werden fachlich von der Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung, G.I.B., begleitet.

Analysen und Zahlen. Monitoringberichte informieren zur Umsetzung

Das nordrhein-westfälische Übergangssystem wurde im Rahmen des Landesvorhabens "Kein Abschluss ohne Anschluss" stufenförmig aufgebaut. Ein für Schülerinnen und Schüler sehr praxisnahes Handlungsfeld ist die systematische Berufliche Orientierung. Die Standardelemente der Sek I werden im Zwei-Jahresrhythmus und die der Sek II im Ein-Jahresrhythmus von der G.I.B. erhoben. Dazu führte die Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung (G.I.B.) erneut ein flächendeckendes Monitoring durch. Der Bericht steht zum Herunterladen bereit.

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