Hebammenkreißsaal - kompetent und gut versorgt!

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Mutter mit Kind

Hebammenkreißsaal - kompetent und gut versorgt!

Ministerium fördert Versorgungsmodell zur Stärkung der klinischen geburtshilflichen Versorgung

Der Hebammenkreißsaal ist ein Betreuungskonzept, das den ärztlich geleiteten Kreißsaal ergänzt. Eine Versorgung ist für gesunde Schwangere geeignet, die nach unauffälligem Schwangerschaftsverlauf eine unkomplizierte Geburt erwarten können. Das Versorgungsmodell unterstützt Frauen in ihrem Wunsch nach einer interventionsarmen Geburt aus eigener Kraft.

Wesentliche Bestandteile des Konzepts sind die von Hebammen und Ärzteschaft gemeinsam erarbeiteten Kriterienkataloge zur Aufnahme und Weiterleitung sowie die kontinuierliche, selbständige Betreuung während der Geburt durch erfahrene Hebammen.

Die Forschungsergebnisse der durch das Land Nordrhein-Westfalen geförderten Studie des Universitätsklinikums Bonn zur Geburt im hebammengeleiteten Kreißsaal belegen die medizinische Sicherheit des Versorgungsmodells und positive Auswirkungen auf Geburtsverläufe. Darüber hinaus fördert der Hebammenkreißsaal die interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen Ärzteschaft und Hebammen und die Arbeitszufriedenheit der Hebammen.

„Eine Geburt im Hebammenkreißsaal ist sicher. Gute geburtshilfliche Betreuungsmodelle im Kreißsaal sind mir ein wichtiges Anliegen. Das Versorgungsmodell Hebammenkreißsaal kann die geburtshilfliche Versorgung und die Zufriedenheit der Beschäftigten verbessern. Daher bin ich der Auffassung, dass sich das Angebot nicht nur auf einzelne Kliniken beschränken, sondern möglichst großflächig vielen werdenden Müttern angeboten werden sollte“, sagt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.

Bisher werden in folgenden Städten in Nordrhein-Westfalen hebammengeleitete Kreißsäle angeboten: Bad Oeynhausen (Mühlenkreiskliniken), Bonn (Universitätsklinikum), Düsseldorf (Florence-Nightingale-Krankenhaus), Gütersloh (Klinikum), Herdecke (Gemeinschaftskrankenhaus), Köln (Heilig Geist-Krankenhaus), Oberhausen (Evangelisches Krankenhaus), Paderborn (St. Johannisstift) und Velbert (Helios-Klinikum Niederberg).  

Um das Modell „Hebammenkreißsaal" weiter zu etablieren und die landesweite Ausweitung des Versorgungsmodells zu forcieren, hat das NRW-Gesundheitsministerium ein passendes Förderprogramm entwickelt. Der Förderaufruf richtet sich an Krankenhäuser mit einer geburtshilflichen Abteilung in Nordrhein-Westfalen.

Das Ministerium beteiligt sich finanziell an den Kosten für die „Implementierung von Hebammenkreißsälen in Nordrhein-Westfalen“ - bis Ende 2022 steht eine Förderung von bis zu 25.000 Euro je Zuwendungsempfänger bereit. Denkbar ist die Förderung von Personal- und Sachkosten. 

Förderanträge können bis zum 2. November 2021 eingereicht werden.
 

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