Alkohol

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Gespeichert von Webworker.Hivric am 15. Oktober 2020
Ein Zeigfinger stößt den ersten Stein einer Reihe Dominosteine an.

Alkohol

Angebote insbesondere für Jugendliche und Ältere werben für maßvollen Umgang

Mindestens zwei Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen haben Alkoholprobleme und etwa 400.000 gelten als alkoholabhängig. Besonders gefährdet sind Jugendliche. Zwar haben die kontinuierlichen Präventionsmaßnahmen im Bereich des Alkoholmissbrauchs durchaus Wirkung gezeigt und gerade bei Jugendlichen zu einem kritischen Umgang mit alkoholischen Getränken geführt - dennoch gibt es zu viele Jugendliche, die Risikokonsum betreiben.

Jeder zehnte Jugendliche (10,6 Prozent) im Alter zwischen 12 und 17 Jahren trinkt einmal in der Woche.

3,3 Prozent trinken Alkoholmengen, die über den Grenzwertempfehlungen für Erwachsene liegen und bei jedem siebten Jugendlichen der Altersklasse findet in einem Zeitraum von 30 Tagen mindestens ein Tag mit Rauschtrinken statt (vgl. Ergebnisse des Alkoholsurveys 2016 und Trends, BZgA-Forschungsbericht / Mai 2017).

Alkohol in jungem Alter ist eine besondere gesundheitliche Belastung und ein Risiko für die soziale und psychische Entwicklung. Daher ist es von besonderer Bedeutung durch geeignete Präventionsaktivitäten, insbesondere durch zielgruppenspezifische Maßnahmen, die Jugendlichen umfassend aufzuklären.
 

ALK-Parcours mit fünf Stationen

Der ALK-Parcours ermöglicht es Schülerinnen und Schülern der 7. bis 9. Jahrgangsstufe aller Schulformen einschließlich Förderschulen und Auszubildenden an Berufsschulen eine interaktive Auseinandersetzung zum Themenbereich Alkoholkonsum und -missbrauch im Jugendalter. Auch Eltern als Bezugspersonen sind in der Zielgruppe mit eingeschlossen.

An den einzelnen Stationen lernen die Schülerinnen und Schüler spielerisch Wissenswertes über Alkohol und seine Wirkungen. Sie können sich aktiv beteiligen und erfahren etwas über die Gefahren des frühen und des übermäßigen Alkoholkonsums (Alkoholmissbrauch).

Ziele sind:

  • Vermittlung von Impulsen, sich in der Schule und auch zwischen Schule und Elternhaus vermehrt mit dem Thema Alkoholmissbrauch und -prävention auseinanderzusetzen und dabei aktiv zu werden oder zu bleiben
     
  • Vermittlung differenzierter Informationen zu geschlechtsspezifischen Unterschieden des Alkoholkonsums und -missbrauchs in Bezug auf Motive, Wirkungen und gesundheitliche sowie soziale Gefahren (z. B. sexuelle Belästigung)
     
  • Bestärkung, auf Alkoholkonsum zu verzichten bzw. den Beginn lebenszeitlich hinauszuzögern
     
  • Förderung eines verantwortungsvollen Umgangs mit Alkohol sowie Förderung der Veränderungsbereitschaft bei übermäßigem Alkoholkonsum
     

Stark bleiben. Für ein Leben ohne Sucht im Alter

Mit „STARK BLEIBEN“ erhält die etablierte Landeskampagne „Sucht hat immer eine Geschichte“ einen Baustein zur Gesundheitsförderung und Suchtprävention älterer Menschen.

Wir alle möchten gut und möglichst gesund älter werden, aber nicht immer haben wir es selber in der Hand. Jedoch können wir selber einen Beitrag dazu leisten und uns den neuen Herausforderungen, die mit zunehmendem Alter auf uns zukommen stellen.

Der Körper kann manchmal nicht mehr so, wie man es gerne hätte, die Gesundheit wird zur wichtigen Aufgabe. und auf die Zeit nach dem Arbeitsleben - ohne geregelten Rhythmus - muss sich jede Person erst einmal einstellen.

Jetzt ist es wichtig, sich stark zu machen. Dazu gehört neben der Entwicklung einer neuen Tagesstruktur auch das richtige Verhältnis im Umgang mit Alkohol und Medikamenten. Es bedarf dafür kein großes Training – Achtsamkeit für sich selbst und kleine Schritte genügen oft schon.

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