Studienintegrierende Ausbildung NRW - SiA-NRW

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Junge Menschen um Arbeitstisch versammelt

Studienintegrierende Ausbildung in Nordrhein-Westfalen (SiA-NRW) - Ergänzung zur dualen Ausbildung

SiA-NRW als Beitrag zur Attraktivitätssteigerung der dualen Berufsausbildung - enge Verzahnung mit der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA)

Mit der „Studienintegrierenden Ausbildung NRW“ (SiA-NRW) wird die duale Ausbildung in NRW um ein neuartiges Angebot ergänzt. Auszubildende können parallel einen Berufs- und Studienabschluss erwerben. Ausbildungsbetriebe erhalten ein attraktives Angebot, um hochqualifizierten Fachkräftenachwuchs zu gewinnen. SiA-NRW wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen von InnoVET – Innovationen für die berufliche Bildung gefördert.

Innovatives Angebot für Jugendliche mit Hochschulzugangsberechtigung und interessierte Unternehmen - Attraktivität der dualen Ausbildung stärken

Die "Studienintegrierenden Ausbildung NRW“ (SiA-NRW)  ist ein Konzept der beruflichen Bildung, in dem erstmalig die drei Lernorte Betrieb, Berufskolleg und Hochschule systematisch verknüpft werden. Zielgruppe sind Jugendliche mit Hochschulzugangsberechtigung, für die Ausbildung und Studium gleichermaßen attraktiv sind.

In einer Grundstufe von 12 bis 18 Monaten durchlaufen die Auszubildenden wesentliche Teile einer dualen Ausbildung. Zusätzlich werden ihnen an einer Hochschule fachbezogene Studieninhalte vermittelt. Die Ausbildungs- und Studieninhalte werden curricular verzahnt, Berufskolleg und Hochschule stimmen sich eng ab. Synergien werden zeitsparend genutzt.
 

 

Die Grundstufe wird begleitet durch ein Berufs- und Laufbahncoaching, das die Auszubildenden bei ihrer Sondierung von Interessen und Neigungen sowie in ihrer Entscheidung über den weiteren Bildungsweg unterstützen soll. So können mit einem Ausbildungsgang zwei Abschlüsse, an drei Lernorten, in vier Jahren erworben werden. Dies veranschaulicht die nebenstehende Graphik.

SiA-NRW versteht sich gleichermaßen als Angebot für junge Menschen, die in der Ausbildung ein solides Fundament sehen, sich aber Flexibilität und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten durch verschiedene Ausbildungspositionen offen halten wollen, sowie als Angebot für Unternehmen, die ambitionierte junge Menschen als qualifizierte Fachkräfte gewinnen, entwickeln und binden wollen.

Das Coaching der Auszubildenden stellt ein zusätzliches Element der Übergangsberatung dar.
Die Integration von dualer Berufsausbildung und Studium wird konsequent von der Berufsausbildung hergedacht. Damit versteht sich SiA-NRW als Beitrag zur Attraktivitätssteigerung der dualen Berufsausbildung und ist eng mit der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) und der Agenda zur Stärkung der beruflichen Bildung in NRW verzahnt.

Neben der neuartigen Verknüpfung von beruflicher und akademischer Bildung werden von SiA-NRW auch Effekte im Hinblick auf die Bewältigung technologischer Herausforderungen auf Branchenebene oder im Hinblick auf die Mobilisierung neuartiger Qualifikationsprofile im regionalen Strukturwandel erwartet.

Pilotstandorte in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen wird das Angebot schrittweise umgesetzt und zunächst im Ausbildungsjahr 2021/2022 mit fünf Bildungsangeboten an den drei folgenden Pilotstandorten realisiert:

  • Düsseldorf
    Kaufleute für Büromanagement
    Studiengang: Business Administration
    am Max-Weber-Berufskolleg und an der FOM Hochschule Düsseldorf
  • Frechen/Brühl
    Kaufleute für Groß- und Außenhandelsmanagement
    Kaufleute für Büromanagement
    Studiengang: General Management
    am Nell-Breuning-Berufskolleg Frechen und an der Europäischen Fachhochschule Brühl
  • Jülich/Aachen
    Industriemechanikerinnen und Industriemechaniker
    Feinwerkmechanikerinnen und Feinwerkmechaniker
    Studiengang: Maschinenbau
    am Berufskolleg Jülich und an der Fachhochschule Aachen

Im Ausbildungsjahrgang 2022/2023 sollen drei weitere Pilotstandorte mit dem innovativen Angebot starten.

Begleitet werden die Pilotstandorte von drei Verbundpartnern: dem Kreis Düren (Begleitung der Hochschulen), der Bezirksregierung Düsseldorf (Begleitung der Berufskollegs) und der Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung (G.I.B.), zuständig für die Verbundkoordination und arbeitsmarktpolitische Begleitung. Außerdem wird die Umsetzung von SiA-NRW wissenschaftlich begleitet.

SiA-NRW wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen von InnoVET – Innovationen für die berufliche Bildung gefördert. Mit dem Programm InnoVET fördert das BMBF bundesweit Projekte mit dem Ziel, die Attraktivität, Qualität und Gleichwertigkeit der beruflichen Bildung zu steigern. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) und das Ministerium für Schule und Bildung (MSB) des Landes Nordrhein-Westfalen begleiten das innovative Modellprojekt im Lenkungskreis.

Kontakt für interessierte Unternehmen

Interessierte Unternehmen wenden sich an die Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung (G.I.B.)
Joachim Liesenfeld,
Tel.: 02041 767215
j.liesenfeld@gib.nrw.de

Maximiliane Berger,
Tel.: 02041 767153
m.berger@gib.nrw.de

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