Kinderschutz

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Bild zeigt kleinen Jungen, der beide Arme hoch hebt und seine Muskeln zeigt

Kinderschutz: Gesundheitswesen spielt wichtige Rolle

Ministerium fördert Kinderschutzambulanzen und landesweites Kompetenzzentrum

Wenn Kinder Opfer von Missbrauch oder Misshandlung werden, ist schnelle und kompetente Hilfe gefragt. Den Akteuren im Gesundheitswesen kommt dabei eine besondere Rolle zu – etwa bei der Diagnose von Verletzungen oder der professionellen Krisenintervention. Um den Kinderschutz im Gesundheitswesen in Nordrhein-Westfalen weiter zu stärken, fördert das Gesundheitsministerium Kinderschutzambulanzen und ein landesweites Kompetenzzentrum.

„Der Kinderschutz ist mir ein wichtiges Anliegen. Belastungssituationen in Familien, mögliche Zeichen von Vernachlässigung, Misshandlung und Missbrauch müssen frühzeitig erkannt werden“, sagt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. „Hierzu braucht es auch im Gesundheitswesen passende Strukturen.“

Kinderschutzambulanzen

In Nordrhein-Westfalen gibt es bereits zahlreiche Kinderschutzambulanzen, die interdisziplinär arbeiten und eng mit den regionalen Hilfsinstitutionen kooperieren. Sie unterstützen in Verdachtsfällen durch kindgerechte Diagnostik und bei der Krisenintervention, beraten medizinisches Personal, aber beispielsweise auch Eltern und Lehrkräfte. Die Arbeit der Kinderschutzambulanzen wird bisher nur teilweise refinanziert, hier springt die Landesregierung mit ihrem Förderangebot ein. Mit einem Gesamtvolumen von rund 330.000 Euro werden in diesem Jahr 13 Kinderschutzambulanzen durch die anteilige Übernahme von Personalkosten unterstützt.

Kompetenzzentrum „Kinderschutz im Gesundheitswesen“

Rund zwei Millionen Euro stellt die Landesregierung bis 2022 für den Aufbau eines Kompetenzzentrums „Kinderschutz im Gesundheitswesen“ zur Verfügung. Hauptstandort des Zentrums ist das Institut für Rechtsmedizin der Uniklinik Köln. Projektpartner ist die Abteilung für Kinderschutz der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln.

Das Zentrum übernimmt vielfältige Aufgaben: Es berät und unterstützt die Akteure im Gesundheitswesen bei Verdachtsfällen von Kindesmisshandlung und Kindeswohlgefährdung in allen Fragen der Diagnostik, der Sicherung von Befunden sowie der Handlungs- und Rechtssicherheit. Darüber hinaus organisiert es lokale Fortbildungs- und Netzwerkveranstaltungen.

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