Kinderschutz

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Bild zeigt kleinen Jungen, der beide Arme hoch hebt und seine Muskeln zeigt

Kinderschutz: Gesundheitswesen spielt wichtige Rolle

Ministerium fördert Kinderschutzambulanzen und landesweites Kompetenzzentrum

Wenn Kinder Opfer von Missbrauch oder Misshandlung werden, ist schnelle und kompetente Hilfe gefragt. Den Akteuren im Gesundheitswesen kommt dabei eine besondere Rolle zu – etwa bei der Diagnose von Verletzungen oder der professionellen Krisenintervention. Um den Kinderschutz im Gesundheitswesen in Nordrhein-Westfalen weiter zu stärken, fördert das Gesundheitsministerium ab 2019 Kinderschutzambulanzen und den Aufbau eines landesweiten Kompetenzzentrums.

„Der Kinderschutz ist mir ein wichtiges Anliegen. Belastungssituationen in Familien, mögliche Zeichen von Vernachlässigung, Misshandlung und Missbrauch müssen frühzeitig erkannt werden“, sagt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. „Hierzu braucht es auch im Gesundheitswesen passende Strukturen.“

Das Ministerium wird daher Personalkosten in Kinderschutzambulanzen übernehmen, die bisher nicht von anderer Seite gedeckt sind. Und es wird den Aufbau eines landesweiten Kompetenzzentrums „Kinderschutz im Gesundheitswesen“ finanziell unterstützen, das eine beratende und koordinierende Funktion haben soll.

Eine Bewerbung für das Förderangebot der Kinderschutzambulanzen ist bis zum 30. November 2018 möglich, für das Kompetenzzentrum endet die Antragsfrist am 31. Dezember 2018.

Kinderschutzambulanzen

In Nordrhein-Westfalen gibt es bereits zahlreiche Kinderschutzambulanzen, die interdisziplinär arbeiten und eng mit den regionalen Hilfsinstitutionen kooperieren. Sie unterstützen in Verdachtsfällen durch kindgerechte Diagnostik und bei der Krisenintervention, beraten medizinisches Personal, aber beispielsweise auch Eltern und Lehrkräfte. Die Arbeit der Kinderschutzambulanzen wird bisher nur teilweise refinanziert, hier springt die Landesregierung mit ihrem Förderangebot ein.

Kompetenzzentrum „Kinderschutz im Gesundheitswesen“

Das neu zu gründende landesweite Kompetenzzentrum soll insbesondere Ärztinnen und Ärzte dabei unterstützen, ihre Rollen im Kinderschutz kompetent, sachgerecht und im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten wahrzunehmen. Dazu können die rechtsmedizinische Beurteilung von Verdachtsfällen gehören, Unterstützung bei der Beweissicherung, aber auch die Qualifizierung von Akteuren aus dem Gesundheitswesen. Antragsberechtigt sind rechtsmedizinische Institute in Nordrhein-Westfalen sowie im Kinderschutz tätige Einrichtungen des Gesundheitswesens, die mit rechtsmedizinischen Instituten kooperieren.

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