Aktiv im Alter

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Gespeichert von HKP.Kittel am 15. September 2017
Ein jüngerer Gitarrenlehrer zeigt einer lebensalten Dame einen Gitarrengriff - beide lächeln.

Das Leben selbstbestimmt und aktiv gestalten

Land Nordrhein-Westfalen unterstützt Engagement älterer Menschen

Die Lebenserfahrung und das Wissen älterer Menschen spielen in unserer Gesellschaft eine wichtige Rolle – und ihre Bedeutung wird in Zukunft noch weiter zunehmen. Umso wichtiger ist es, dass die Menschen jeden Alters ihr Leben selbstbestimmt und aktiv gestalten können.

Selbstbestimmt leben – das heißt Mitreden und Mitentscheiden. Und zwar in jedem Alter. Gut funktionierende Seniorenvertretungen sind eine Möglichkeit dazu. Sie übernehmen diese Aufgabe bereits in vielen Städten und Gemeinden. Längst jedoch noch nicht in allen. Mit speziellen Angeboten und einem landesweiten Netzwerk liefert das Ministerium hier Unterstützung.
 
Aktiv mitgestalten lässt sich insbesondere das gesellschaftliche Leben älterer Menschen – und dies weit über den klassischen Altennachmittag hinaus. Unter der Überschrift „Gemeinwesenorientierte Seniorenarbeit“ unterstützt das Ministerium ein breites Angebot an Aktivitäten und setzt sich zudem für deren Qualität und Vernetzung ein. 
 

Mitgestalten und mitentscheiden

Lebenslang erworbene Fähigkeiten verändern sich zwar im Alter, gehen jedoch in aller Regel nicht verloren. Die Umstände und das Umfeld entscheiden wesentlich darüber, ob bestehende Kompetenzen älterer Menschen erhalten, erweitert oder neu entwickelt werden können. Deshalb fördert die Landesseniorenpolitik Rahmenbedingungen für das Engagement Älterer.

Ältere in Nordrhein-Westfallen sind zunehmend bürgerschaftlich aktiv. Sie wünschen sich  gleichberechtigtes Mitgestalten und Mitentscheiden, wollen ihre früheren beruflichen Kompetenzen einbringen und ernst genommen werden. Die ehrenamtliche Tätigkeit soll Spaß machen, Anerkennung bringen und selbstverantwortlich steuerbar sein. Gleichzeitig darf der Prozess der Alterung mit möglichen gesundheitlichen Einschränkungen oder Pflegebedürftigkeit nicht ausgeblendet werden. Mit dieser Entwicklung müssen sich alle gesellschaftlichen Gruppen vertraut machen, die Anteil am bürgerschaftlichen Engagement Älterer haben wollen.

Gemeinwesenorientierte Arbeit

Ältere Menschen wollen sich in ihrem Engagement nicht allein auf den sozialen Bereich beschränken. Ihre Betätigungsfelder reichen von Politik, Kultur, Bildung, Jugendarbeit, Soziales, Ökologie, Sport, Gesundheit, Rettungswesen bis hin zu Interessenvertretungen unterschiedlichster Art. Auch sind Unterstützungsmöglichkeiten gefragt, um mit Gleichgesinnten eigene Ideen umsetzen zu können. Oftmals fehlt es noch an unkompliziert abrufbaren Informationen über derartige Betätigungsmöglichkeiten.

Der gesellschaftliche Bedarf an Engagement ist in vielen Bereichen hoch. Vielen Gruppen, Initiativen und Organisationen sind die Kompetenzen der Älteren nicht bekannt oder sie können und wollen sich nicht mit den neuen Ansprüchen der älteren Freiwilligen auseinandersetzen. Erste Modelle zeigen, dass es hier ein großes Potenzial gibt, das noch der weiteren Entwicklung, der gegenseitigen Vermittlung und Begleitung bedarf.

Lebenslanges Lernen

Die Bereitschaft zur Weiterbildung lässt im höheren Alter nach. Das wird zum Beispiel in der Beteiligung von älteren Beschäftigten an der beruflichen und betrieblichen Weiterbildung deutlich. Das zeigt sich aber auch in der nachberuflichen Phase. In der Altersgruppe der 65- bis 80-Jährigen liegt die Quote der Bildungsaktivitäten bei lediglich 13 Prozent.

Bedeutender Faktor für eine Teilnahme an Bildung ist der Bildungshintergrund. Aber auch die Strukturen der Bildungsangebote und die Zugangswege sind wichtig. Dabei ist lebenslanges Lernen von unschätzbarem Wert. Denn Bildung spielt eine Schlüsselrolle, um eine selbständige Lebensweise und eine aktive gesellschaftliche Teilhabe auch im Alter aufrechterhalten zu können.

Eine besondere Herausforderung sind Bildungsangebote für ältere Migrantinnen und Migranten, die es landesweit bisher kaum gibt.
 

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