Altenberichterstattung

Bild des Benutzers HKP.Kittel
Gespeichert von HKP.Kittel am 15. September 2017
Ein Bleistift liegt auf einer Statistik

Altenberichterstattung zeigt Potenziale und Risiken

Realistisches Bild vom Alter und vom Altern zeichnen

Wer etwas für die Menschen gestalten will, muss wissen, was sie haben und was ihnen fehlt. Die Altenberichterstattung für Nordrhein-Westfalen hat daher den Auftrag, die Lebenslagen älterer und alter Menschen in ihrer Vielfalt abzubilden. Ziel ist es, ein realistisches Bild vom Alter und Altern zu zeichnen, in dem die Potenziale und die Risiken sichtbar gemacht werden.

Häufig werden die zunehmende Zahl älterer Menschen und ihr wachsender Anteil an der Gesamtbevölkerung unter negativen Vorzeichen diskutiert und nur als eine Belastung für die sozialen Sicherungssysteme und den Arbeitsmarkt dargestellt. Begriffe wie „Rentnerschwemme" oder „Alterslawine" verstärken diesen Eindruck noch. Vor diesem Hintergrund baut das Ministerium eine Altenberichterstattung für Nordrhein-Westfalen auf.
 

Erster Bericht der Landesregierung zur Lage der Älteren

2016 veröffentlichte die Landesregierung den ersten Bericht „Alt werden in Nordrhein-Westfalen“. Die knapp 700 Seiten starke Dokumentation liefert eine Fülle von Daten zur Altersstruktur, zur Lebenserwartung und den unterschiedlichen Lebensformen, zur Gesundheit und gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung, zur Mobilität im Alter und den Wünschen nach einem möglichst langen selbstbestimmten Leben im vertrauten Umfeld.

Vertiefende Schwerpunkte sind die Lebenswelten und Lebensperspektiven älterer und hochaltriger Menschen mit Behinderungen, die pflegebedürftig oder von Pflegebedürftigkeit bedroht sind sowie älterer und hochaltriger Menschen im Quartier. Die Dokumentation soll vor allem diejenigen bei ihrer Arbeit unterstützen, die fachlich mit der erforderlichen Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen für eine älter werdende Gesellschaft in Nordrhein-Westfalen beschäftigt sind.

Die eigens zum ersten „Altenbericht“ erstellte Kurzfassung hat zum Ziel, neben fachlich interessierten Kreisen auch die breite Öffentlichkeit anzusprechen und zu informieren.

Mit der Landesaltenberichterstattung setzt die Landesregierung ihren gesetzlichen Auftrag aus dem neuen Alten- und Pflegegesetz Nordrhein-Westfalen (§ 20 APG NRW) um.

Bericht der Landesregierung zur Lage der Älteren
 

Kommunale Altenberichterstattung

Das Altern der Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen ist ein vielschichtiger und gerade auf kommunaler Ebene unterschiedlich verlaufender Prozess. Kleinräumige und differenzierte Daten zu den Lebenslagen und Bedarfen älterer Menschen sind daher eine wichtige Planungsgrundlage.

Gefördert durch das Ministerium hat die Forschungsgesellschaft für Gerontologie (FfG) gemeinsam mit den Kommunalen Spitzenverbänden NRW, der Landesseniorenvertretung NRW, der Landesarbeitsgemeinschaft der Seniorenbüros NRW und einzelnen Kommunen eine Arbeitshilfe zur kommunalen Altenberichterstattung erstellt. In einer Broschüre und auf der Internetseite der Forschungsgesellschaft gibt es umfangreiche Informationen.

Broschüre „Kommunale Altenberichterstattung – eine Arbeitshilfe für Kommunen“
 

Relevante

Pressemitteilungen

Weiteres

zum Thema