Aufgaben Gewerbeaufsichtsbeamte

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Symbolbild: Zwei Gewerbeaufsichtsbeamte besprechen etwas

Mit Master in den Arbeitsschutz

Gewerbeaufsichtsbeamte - Laufbahngruppe 2.2 (ehem. höherer Dienst)

Sie möchten eine Stelle mit Führungsverantwortung? Die 24-monatige Qualifizierung zur Regierungsgewerberätin bzw. zum Regierungsgewerberat baut auf Ihrem Studium und Ihrer Berufserfahrung auf. Fachwissen und Führungskompetenz stehen im Mittelpunkt Ihrer Qualifizierung.

Gewerbeaufsichtsbeamte der Laufbahngruppe 2, zweites Einstiegsamt (ehem. höherer Dienst) werden in den fünf Bezirksregierungen, als Dezernentinnen / Dezernenten eingesetzt.

Typische Aufgaben

… als Dezernentin / Dezernent bei den Bezirksregierungen:

  • Leitung einer (Teil-)Fachaufgabe bzw. eines Sachgebiets der Arbeitsschutzverwaltung Nordrhein-Westfalen und die damit verbundenen Aufgaben wie zum Beispiel Personalführung und Organisation,
  • Koordinierung von Betriebskontrollen hinsichtlich der Umsetzung von Sicherheits- und Gesundheitsschutzbestimmungen sowie der Sicherheit von technischen Produkten und Anlagen,
  • Steuerung von Maßnahmen zur Beseitigung von Gefährdungen bei festgestellten Verstößen sowie von Durchführung von Anzeige-, Erlaubnis- und Genehmigungsverfahren.

Karriereeinstieg

Der Einstieg in die Laufbahngruppe 2.2 erfolgt über eine umfangreiche Qualifizierung. Ziel ist die Ausbildung qualifizierter und verantwortungsbewusster Führungskräfte für die Laufbahngruppe 2, zweites Einstiegsamt der Staatlichen Arbeitsschutzverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen. Dabei soll neben dem Erwerb des fachlichen Basiswissens insbesondere Wert gelegt werden auf:

  • die Vermittlung und das Training von Führungsqualifikation und
  • die Entwicklung eines ausgeprägten Verantwortungsbewusstseins.
Ablauf der Qualifizierung

Theoretische Lehrgänge

Die theoretische Ausbildung findet sowohl in den Dienststellen der Ausbildungsbehörden als auch im Rahmen von 18 Wochenlehrgängen an einem zentralen Ausbildungsort in NRW (derzeit: Tagungshotel „lichthof“, Gelsenkirchen) statt. Sie trägt neben der Vermittlung der allgemeinen und fachbezogenen theoretischen Kenntnisse dazu bei, die Initiative der Referendare/innen zum Eigenstudium zu fördern. Die fachbezogenen Kenntnisse umfassen dabei sämtliche in Nordrhein-Westfalen dem Arbeitsschutz zugeordneten Rechtsgebiete.

Ergänzt werden die Fachkenntnisse durch erforderliches Wissen aus:

  • dem allgemeinen Recht, bspw. dem Verwaltungs- und Verwaltungsvollstreckungsrecht
  • oder dem Ordnungswidrigkeiten- und Strafrecht.

Darüber hinaus werden die Referendare/innen in weiteren wichtigen Kernkompetenzbereichen geschult:

  • Kommunikation,
  • Rhetorik,
  • Gesprächs- und Verhandlungsführung sowie
  • (Mitarbeiter-)Führung 

Praktische Ausbildungswochen

Die praktische Ausbildung erfolgt ausschließlich vor Ort in einer der fünf Bezirksregierungen. Während dieser werden den Referendaren/innen die Fachkenntnisse, Fertigkeiten und Methoden vermittelt, die diese zur Erfüllung der Aufgaben in ihrer Laufbahn befähigen. Gleichzeitig wird das Verständnis für die mit dem Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz verbundenen rechtlichen, sozialen und wirtschaftlichen Fragen gefördert. Die Referendare/innen lernen, selbständig zu handeln und Verantwortung zu übernehmen und werden mit vielfältigen Aufgaben betraut:

  • Bearbeitung von Anträgen und Anzeigen, einschließlich der Abgabe von Stellungnahmen, der Teilnahme an Dienstgeschäften in Betrieben aller Art,
  • der selbständigen Durchführung geeigneter Dienstgeschäfte im Innen- und Außendienst, der Mitwirkung bei der Programmarbeit,
  • der Untersuchung von Unfällen und Schadensfällen, einschließlich deren Auswertung im Hinblick auf erforderliche Maßnahmen zu deren Vermeidung,
  • dem Entwerfen von Genehmigungsbescheiden, Ordnungsverfügungen, Bußgeldbescheiden und Strafanzeigen
  • der Auswertung von Außendienstgeschäften.

Hospitation

Ergänzt wird die theoretische und praktische Ausbildung durch eine insgesamt 5,5-wöchige Hospitation in anderen Institutionen des Arbeitsschutzes.
Die Lernerfolge werden während der Ausbildung durch vier Klausuren, einer Hausarbeit und einer mündlichen Abschlussprüfung inklusive eines Aktenvortrags überprüft.

Dauer der Qualifizierung

Die Qualifizierung dauert 24 Monate und kann unter bestimmten Voraussetzungen auf 21 Monate verkürzt werden. Die Qualifizierung schließt mit einer Staatsprüfung ab.

Höhe der Qualifizierungsvergütung

1.519,43 € Brutto (Stand: 01.01.2019) eventuell zuzüglich eines Familienzuschlags.
Schon während der Qualifizierung genießen Beamte auf Widerruf die Vorzüge der Beamtenversorgung und der Beihilfeberechtigung, so dass keine Abzüge der gesetzlichen Sozialversicherung erfolgen

Zugangsvoraussetzungen für die Qualifizierung

Interessenten sollten über ein abgeschlossenes Studium in einer ingenieurwissenschaftlichen Fachrichtung, Physik, Chemie, Psychologie mit dem Schwerpunkt Arbeitspsychologie oder einem vergleichbaren Studiengang verfügen.

Das Studium muss dabei folgende Kriterien erfüllen:

  • mit der Diplom-(Haupt-) Prüfung abgeschlossenes wissenschaftliches Studium mit einer vorgeschriebenen Mindeststudienzeit von acht Fachsemestern an einer Universität, einer Technischen Hochschule oder einer Gesamthochschule mit gleichwertigem wissenschaftlichem Studienangebot oder
  • Konsekutiver Masterabschluss an einer Universität, einer Technischen Hochschule oder einer Gesamthochschule mit einer Mindeststudienzeit von zehn Fachsemestern oder
  • Fachhochschulabschluss eines für den höheren Dienst akkreditierten Masterstudiengangs.

Persönliche Fähigkeiten:

  • Innovativ und mit der Fähigkeit, sich in neue Aufgabenfelder und Problemstellungen, insbesondere Rechtsfragen, einzuarbeiten.
  • Hohes Maß an Organisations- und Sozialkompetenz zur Teamleitung und die Bereitschaft zu interdisziplinärer, teamorientierter Arbeitsweise.
  • Bereitschaft zur selbständigen Aufgabenwahrnehmung und Durchführung von Außenterminen.
  • Verhandlungsgeschick, Durchsetzungsvermögen, Entscheidungsfähigkeit.
  • Ausgeprägte Kooperationsbereitschaft und persönliche Belastbarkeit.
  • Möglichst Berufserfahrung, idealerweise mit Führungsverantwortung.

Aus laufbahnrechtlichen Gründen können grundsätzlich nur Bewerberinnen und Bewerber berücksichtigt werden, die am Ende der Ausbildung nach erfolgreicher Prüfung (31.03.2022) das 42. Lebensjahr nach Maßgabe von § 14 Landesbeamtengesetz Nordrhein-Westfalen noch nicht vollendet haben. Ausnahmen hiervon ergeben sich aus § 14 Landesbeamtengesetz Nordrhein-Westfalen.

Berufliche Perspektive

Entwicklungsmöglichkeiten der Laufbahngruppe 2.2 in der Arbeitsschutzverwaltung Nordrhein-Westfalens

Nach erfolgreicher Absolvierung der Laufbahnprüfung erfolgt die Ernennung zur Regierungsgewerberätin bzw. zum Regierungsgewerberat in der Besoldungsgruppe A 13 und die Übernahme in das Beamtenverhältnis auf Probe. Die regelmäßige Probezeit dauert drei Jahre, wobei im Einzelfall Verkürzungen möglich sind. Nach Bewährung in der Probezeit erfolgt die Berufung in das Beamtenverhältnis auf Lebenszeit.
Die Arbeitsschutzverwaltung bietet von Beginn an vielfältige Fortbildungsmöglichkeiten.
Später sind bei entsprechender Befähigung und Leistung folgende Beförderungen möglich:

  • Oberregierungsgewerberätin / Oberregierungsgewerberat,
  • Regierungsgewerbedirektorin / Regierungsgewerbedirektor,
  • Leitende Regierungsgewerbedirektorin / Leitender Regierungsgewerbedirektor / als Leiterin / Leiter des Dezernats 55 oder 56 einer Bezirksregierung.

Außerdem steht die Möglichkeit einer Verwendung im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen offen.

Besoldung

Das Grundgehalt richtet sich nach der Besoldungsgruppe und der Erfahrungsstufe. Bei der Erfahrungsstufe spielt für die Tätigkeit förderliche Berufserfahrung eine Rolle. Verheiratete und Beschäftigte mit Kindern erhalten zusätzlich noch einen Familienzuschlag (monatlich 141,90 € bzw. 265,48 €). Sofern mehrere Kinder vorhanden sind, fällt dieser Betrag noch höher aus.  
Beamte genießen die Vorzüge der Beamtenversorgung und der Beihilfeberechtigung, so dass keine Abzüge der gesetzlichen Sozialversicherung erfolgen.

Die Beförderungsmöglichkeiten in der Arbeitsschutzverwaltung Nordrhein-Westfalens sind sehr gut. Nachfolgendes Beispiel soll exemplarisch veranschaulichen, wie sich die Besoldung im Laufe des Arbeitslebens in der Laufbahngruppe 2, zweites Einstiegsamt entwickeln kann (Stichtag 01.01.2019):

Beispiel:

 

Einstiegsbesoldung Nach 5 Jahren Nach 10 Jahren Endbesoldung
Monatsbeträge in €
Laufbahngruppe 2.2
ledig,
1 Jahr anerkannte Berufserfahrung, Steuerklasse 1
 
(A 13)
Brutto:
4265,29
 
Netto:
3244,50
 
(A 14)
Brutto:
5009,81
 
Netto:
3670,41
 
(A 15)
Brutto:
5708,01
 
Netto:
4059,23
 
(A 15)
Brutto:
6553,99
 
Netto:
4530,42

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