Unterstützung im Alltag

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Angebote zur Unterstützung im Alltag

Kommunen sind für Umsetzung in Nordrhein-Westfalen zuständig

Bessere Betreuung für Pflegebedürftige, mehr Entlastung für Angehörige – dieses Ziel verfolgt eine am 1. Januar 2017 in Kraft getretene Regelung, die „Verordnung über die Anerkennung von Angeboten zur Unterstützung im Alltag und Förderung der Weiterentwicklung der Versorgungsstruktur in Nordrhein-Westfalen (AnFöVO)“. Für die Umsetzung sind die Kreise und kreisfreien Städte in Nordrhein-Westfalen zuständig.

Pflegebedürftige können nach Landesrecht anerkannte Angebote zur Unterstützung im Alltag nutzen und die hierfür entstehenden Aufwendungen gegenüber der Pflegekasse geltend machen, sich also  Kosten erstatten lassen. Ihnen steht hierfür ein bestimmtes monatliches Budget zur Verfügung – seit dem 1. Januar 2017 ein monatlicher Entlastungsbetrag von 125 Euro sowie eine bis zu 40-prozentige Umwidmungsmöglichkeit ihres ambulanten Pflegesachleistungsanspruchs. 
Unterstützungsangebote im Alltag sind

  • Betreuungsangebote für Pflegebedürftige
     
  • Angebote zur Entlastung von Angehörigen oder vergleichbar nahestehenden Personen, die Pflegeverantwortung übernehmen
     
  • Angebote zur Entlastung im Alltag, die sich an Pflegebedürftige richten und der Unterstützung dienen bei der Bewältigung von allgemeinen oder pflegebedingten Anforderungen des Alltags oder im Haushalt (insbesondere bei der Haushaltsführung) oder bei der eigenverantwortlichen Organisation individuell benötigter Hilfeleistungen

Zentraler Baustein in den Versorgungsnetzen

Angebote zur Unterstützung im Alltag werden ein zentraler Baustein in den Versorgungsnetzwerken für alternde und/oder pflegebedürftige Menschen sein. Sie müssen vor Ort entstehen und können daher sinnvoll nur kommunal gesteuert werden. Denn: Die Kommunen haben einen genauen Überblick über die vorhandenen und die sich bildenden Strukturen. Kreise und kreisfreie Städte sind daher für die Anerkennung solcher Angebote zuständig und können Auskünfte über die aktuell vor Ort befindlichen anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag geben.

Aktuell besteht zudem die Möglichkeit, sich auf der Internetplattform der Landesinitiative Demenz über niedrigschwellige (Betreuungs-)Angebote vor Ort zu informieren.

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