Zukunftscampus – Infrastruktur für berufliche Bildung

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Zukunftscampus – Bildungszentren von morgen

Zukunftsweisende Bildungszentren verzahnen die Lernorte der beruflichen Bildung und von Hochschulen vor Ort.

Zukunftscampus sind lokale, regionale oder sektorale Bildungszentren, an denen der Austausch, der Wissenstransfer und die Kooperation zwischen akademischer und beruflicher Bildung gefördert wird. Hierdurch soll die Attraktivität der dualen Ausbildung auch strukturell gesteigert, Karrierewege der höheren Berufsbildung etabliert und Fachkräfte gewonnen werden.

Mit den Zukunftscampus sollen zukunftsweisende Infrastrukturen geschaffen werden, die Lernorte der beruflichen Bildung und Hochschulen verzahnen, um lokale, regionale oder sektorale Bildungszentren zu schaffen, an denen der Austausch und Wissenstransfer zwischen akademischer und beruflicher Bildung gefördert wird. Hierdurch soll die Attraktivität der dualen Ausbildung auch strukturell gesteigert, Karrierewege der höheren Berufsbildung etabliert und Fachkräfte gewonnen werden.

Zukunftscampus Ruhr – Bildungszentren von morgen

Im Rahmen der Ruhrkonferenz wurde das Vorhaben „Zukunftscampus – Bildungszentren von morgen“ zur Umsetzung ausgewählt. Kern des Vorhabens ist die Entwicklung einer zukunftsweisenden Infrastruktur für die Berufsbildung an mehreren Standorten im Ruhrgebiet. Ziel ist es, Lernorte der beruflichen Bildung in einer neuen Campussituation mit Hochschulen zu verzahnen, um den Austausch und Wissenstransfer zwischen akademischer und beruflicher Bildung, aber auch zwischen den verschiedenen Lernorten der beruflichen Bildung zu fördern.

Berufskollegs, überbetriebliche Bildungsstätten (ÜBS), Hochschulen und Unternehmen sollen hier ihre Kompetenzen ergänzen und gemeinsam weiterentwickeln. Hierdurch soll die Attraktivität der dualen Ausbildung auch strukturell gesteigert, Karrierewege der höheren Berufsbildung etabliert und Fachkräfte gewonnen werden.

Der Campus soll Beschäftigte, Auszubildende und Studierende für die zunehmende Digitalisierung ihrer Arbeitswelt fit machen, z.B. in Lernfabriken, Experimentierräumen, Digital Labs. Bei dem Zukunftscampus handelt es sich um ein Vorhaben mit Vorbildcharakter, welcher eine kombinierte Campussituation für Ausbildung, Fort- und Weiterbildung sowie Forschung und Entwicklung ermöglicht und somit Synergien zwischen der beruflichen und akademischen Bildung entwickelt.

Umsetzungsstudie zum Zukunftscampus Ruhr

In der Umsetzungsstudie von CHE Consult wurden die Voraussetzungen und Rahmen- bzw. Gelingensbedingungen für einen oder mehrere Zukunftscampus im Ruhrgebiet untersucht und zu Empfehlungen verdichtet. Dazu wurden intensive Literatur-, Internet- und Dokumentenrecherchen, quantitative Auswertungen von Daten zu den Fachklassen/ Studiengängen/ Kursen an Einrichtungen der beruflichen (Aus-) Bildung im Ruhrgebiet vorgenommen. Sie ermöglichen es, bestehende und mögliche zukünftige Schwerpunkte in der dualen beruflichen Ausbildung vor allem im Bereich der technischen Berufe zu identifizieren. Darüber hinaus wurden zahlreiche Expertinnen und Experten-Interviews geführt.
Ein Ergebnis: Bisher geht der Antrieb für die Gründung von Zukunftscampus im Wesentlichen von Hochschulen, von Institutionen der Stadt- bzw. Regionalentwicklung oder von Branchenverbänden und Unternehmen aus. Tatsächliche Akteure auf den Zukunftscampus sind jedoch so vielfältig denkbar, wie es Themen und Bildungsträger gibt, die eine Entwicklung vorantreiben wollen. Insofern besteht die Besonderheit bei der Gründung von Zukunftscampus in jedem einzelnen Fall darin, die passenden Akteure für die Entwicklung und Umsetzung zukunftsweisender Konzepte zu finden. Nähere Informationen und weitere Ergebnisse entnehmen Sie bitte der Management Summary von CHE Consult GmbH.

Zukunftscampus Ruhr – nächste Schritte

Das Land Nordrhein-Westfalen plant, REACT-EU-Mittel einzusetzen, um im Rahmen von Einzelprojekten bis März 2023 die Projektidee „Zukunftscampus Ruhr“ anzuschieben. Im Rahmen dieser Einzelprojekte können Projektbüros gefördert werden, die bei den Initiatoren eines Zukunftscampus vor Ort angesiedelt sein sollen. Die Projektbüros haben die Aufgabe, ein Konzept zu erarbeiten, nach welchem inhaltlichen Profil sich der Zukunftscampus ausrichten wird, wie dieser entwickelt, umgesetzt und finanziert werden soll.

Kontakt

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen
Referat II A 5
E-Mail: Referat-IIA5@mags.nrw.de

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