Faire Arbeitsbedingungen in Nordrhein-Westfalen - Beratungsnetzwerk gegen Arbeitsausbeutung NRW
Landes und EU-geförderte Angebote und Projekte helfen dabei, faire Arbeitsbedingungen in Nordrhein-Westfalen zu ermöglichen.
Beratungsnetzwerk gegen Arbeitsausbeutung NRW bietet gezielte Unterstützung
Beratungsstellen Arbeit
In Nordrhein-Westfalen gibt es in jeder der 53 Gebietskörperschaften eine Beratungsstelle Arbeit. Die Beratungsstellen Arbeit bieten arbeitsrechtliche und sozialrechtliche Beratung und Unterstützung für Arbeitnehmende in prekären und ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen sowie für arbeitslose Personen an. Bei Bedarf verweisen sie an weiterführende Hilfs- und Beratungsangebote. Sollte eine rechtliche Einordnung durch einen Anwalt nötig werden, steht den Beratungsstellen Arbeit ein Rechtsanwalt zur Verfügung.
Beratungszentrum gegen Arbeitsausbeutung und Menschenhandel NRW (BEAM)
Mit „BEAM“ wird seit Januar 2026 ein ganzheitliches Unterstützungsangebot für Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten aus dem EU-Ausland, die von ausbeuterischer Beschäftigung betroffen oder bedroht sind, sowie für Opfer von Menschenhandel zur Arbeitsausbeutung gefördert. Das Beratungszentrum begleitet den gesamten Migrationsprozess von Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten von der Anwerbung im Herkunftsland bis zur Beschäftigung in Nordrhein-Westfalen mit präventiver Information und Aufklärung sowie arbeits- und sozialrechtlicher Beratung. Dies umfasst auch aufsuchende Beratung vor Ort in NRW und im digitalen Raum. Der Fokus liegt auf Beschäftigten aus Südosteuropa. Die Beratung erfolgt überwiegend in der jeweiligen Muttersprache. Im Rahmen des Projektes wird ein neuartiges Angebot zur Unterbringung und Erstversorgung von Betroffenen von Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung erprobt. Die Unterstützung von Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten, die in den Niederlanden arbeiten, aber in NRW untergebracht sind, ist ein wichtiger Projektbaustein.
„BEAM“ kooperiert mit zahlreichen Partnern und weiteren Hilfsstrukturen.
Wirksamkeit durch Reichweite – Rechtsberatungsstelle mit hauptamtlicher juristischer Kompetenz im Netzwerk gegen Arbeitsausbeutung
Das Land NRW fördert mit dem Projekt eine juristische Beratungsstelle mit dem Fokus auf Arbeitsmigrantinnen und Arbeitsmigranten, die in der Fleischindustrie, in der Logistik, in der Gebäudereinigung und anderen Branchen tätig sind und häufig von Arbeitsausbeutung bedroht sind. Die Rechtsberatung umfasst dabei die arbeitsrechtliche Erstberatung und die juristische Vertretung von Ratsuchenden. Hinzu kommt die juristische Fachberatung und das Schulungsangebot im Netzwerk gegen Arbeitsausbeutung. Der Verein ist in Lengerich ansässig, aber auch überregional tätig und arbeitet zusammen mit Beratungsstellen ähnlicher Ausrichtung.
Bundesgeförderte Projekte
Die nordrhein-westfälischen Projekte kooperieren mit den bundesgeförderten Projekten Faire Integration und Faire Mobilität.
Die Beratungsstellen von Faire Integration richten sich an Geflüchtete und Migranten und Migrantinnen die aus Drittstaaten (außerhalb der EU) kommen:
Die Beratungsstellen von Faire Mobilität sind eine Anlaufstelle für EU-Bürgerinnen und Bürger, vor allem aber für Beschäftigte aus den mittel- und osteuropäischen EU-Staaten: