6. Berliner Runde 2018

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Foto: Terminhinweis 6. Berliner Runde 2018

6. Berliner Runde zur Zukunft der Pflege am 21. September 2018

„Der Pflege-TÜV geht - was kommt danach?“

Die Pflegenoten und der sogenannte Pflege-TÜV stehen von Beginn an seit 2010 in der Kritik. Mit dem zweiten Pflegestärkungsgesetz wurde eine umfassende Überarbeitung der Qualitätsmessung und -darstellung angekündigt, die statt der Dokumentation die Ergebnisse der täglichen Arbeit mit den pflegebedürftigen Menschen in den Vordergrund stellen soll. Ein neues wissenschaftlich fundiertes Instrument soll das bisherige Verfahren ablösen.

Was aber macht Qualiät in stationären Pflegeeinrichtungen aus und wie lässt sich Qualität beurteilen? Wie sieht das neue Verfahren aus und welche neuen Herausforderungen bringt es mit sich? Vor allem: Bietet es verlässliche Informationen und Orientierung?

Diesen Fragen widmet sich die 6. Berliner Runde, zu der Sozial- und Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (Rheinland-Pfalz) und Gesundheits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann (Nordrhein-Westfalen) herzlich einladen. 

Die „Berliner Runde zur Zukunft der Pflege“ hat sich als eine wichtige länderübergreifende Veranstaltung etabliert. Ministerin Bätzing-Lichtenthäler und Minister Laumann bieten auch in diesem Jahr wieder einen konstruktiv-kritischen Dialog zu aktuellen Themen mit Akteuren der Bundes- und Landespolitik, der Wissenschaft sowie den pflege- und gesundheitspolitischen Verbänden an.

Die Gäste und Referentinnen und Referenten der Veranstaltung:

Politisches Gespräch mit Minister und Ministerin

 

Andreas Westerfellhaus
Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung

„Bei der Wahl einer stationären Einrichtung müssen Pflegebedürftigen und deren Angehörigen transparente Entscheidungskriterien zur Verfügung stehen. Und es muss Verlass darauf sein, dass diese Qualitätskriterien auch das tatsächliche Versorgungsniveau abbilden. Ich hoffe, dass der gesetzliche Auftrag hier Transparenz zu schaffen nun tatsächlich baldmöglichst erfüllt wird.“

 

 

 

Neuausrichtung der Qualitätsbeurteilung und Qualitätsdarstellung für die stationäre Langzeitpflege

 

Dr. Klaus Wingenfeld
Institut für Pflegewissenschaft an der Universität Bielefeld
- Wissenschaftliche Geschäftsführung

„Zur Einführung eines indikatorengestützten Verfahrens zur Beurteilung von Ergebnisqualität in stationären Pflege-Einrichtungen, der Modernisierung externer Qualitätsprüfungen und der Neugestaltung einrichtungsbezogener öffentlicher Qualitätsberichte liegen die Ergebnisse der hiermit beauftragten Projekte seit Mitte des Jahres 2018 vor. Dargestellt werden die wichtigsten Ergebnisse und Herausforderungen, die sich kurz- und mittelfristig bei der Umsetzung ergeben.“

 

 

Multidimensionalität von Qualität in der Pflege

 

Prof. Dr. rer. medic. Martina Hasseler
Dienststelle, Medizinische Fakultät Universität Heidelberg, Lehrstuhl Pflege- und Therapiewissenschaft

„Pflegebedürftige, Angehörige, professionelle Berufsgruppen, Prüfinstitutionen und weitere Akteure verstehen Qualität in der Pflege durchaus unterschiedlich. Neben grundlegenden Aspekten – wie dem operationalisierbaren Verständnis von Qualität und der Analyse von sich interagierenden Faktoren - kommt der Entwicklung bzw. der Darstellung möglicher Qualitätsberichte eine hohe Bedeutung zu.“

 

 

 

Ergebnisindikatoren in der stationären Altenpflege - Integration und praktischer Nutzen

 

Sabine Pontkees
Pflegedienstleitung St. Elisabeth-Haus Xanten

„Pflegefachkräfte benötigen förderliche Arbeitsbedingungen und adäquate berufliche Weiterqualifizierungen. Pflegende, die Wertschätzung und Anerkennung seitens der Politik und der Gesellschaft erfahren, bringen sich konstruktiv und kreativ mit Engagement ein.“
 

 

 

 

 

Natalie Albert
Referat Altenhilfe und Sozialstationen
Caritasverband für die Diözese Münster e.V.

„Pflegefachkräfte sind DIE Experten für Pflege und die Pflegeprozessplanung, sie können und müssen die Verantwortung für die Qualitätssicherung und -erhebung in den Einrichtungen der stationären Altenhilfe übernehmen.“

 

 

 

 

Kulturwandel in der Qualitätsprüfung

 

Robert Pelzer
MDK Nordrhein
Qualitätsprüfung in Pflegeeinrichtungen

„Mit dem Perspektivwechsel in der Qualitätsprüfung wird die fachliche Expertise der Pflegefachkräfte in den Einrichtungen und der Prüfer deutlich in den Vordergrund gestellt. Mit den Ergebnisindikatoren kommen neue Aspekte hinzu, die insbesondere die Ergebnisqualität in den Vordergrund rücken.“

 

 

 

Aus dem Schatten ins Licht - Qualität für Pflegebedürftige und Angehörige sichtbar machen

 

Sabine Jansen
Geschäftsführerin der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz

„Es ist es sehr zu begrüßen, dass ein neues System unter Einbeziehung der relevanten Akteure - auch der Vertreter der Pflegebedürftigen - auf wissenschaftlicher Grundlage entwickelt wird.
Allerdings wird die Akzeptanz eines neuen Systems von den darin enthaltenen Informationen, der verständlichen Darstellung und der realistischen Bewertung abhängen.“
 

 

 

Podiumsgäste

 

Nadine-Michèle Szepan
Abteilungsleiterin Pflege beim AOK-Bundesverband

„Neue Konzepte zur Pflegequalität müssen neben der Veröffentlichung der Qualitätsergebnisse insbesondere auch die bestmögliche Unterstützung der Einrichtungen in ihrem Bemühen um eine stetige Verbesserung der Pflegequalität enthalten. Dafür braucht es neben Neuausrichtung und Ineinandergreifen der klassischen Instrumente der Qualitätssicherung auch ein neues Rollenverständnis der beteiligten Akteure.“
 

 

 

 

Herbert Mauel
bpa

Geschäftsführer für den stationären Bereich

„Damit es weder zu einer Ausweitung der Prüfungen im Sinne von Doppelprüfungen noch zu neuen Dokumentationsanforderungen für die Einrichtungen kommt, bedarf es einer kritischen Betrachtung.
Das neue Verfahren erscheint nicht nur zusätzlich, sondern auch aufwändiger und zeitintensiver als die aktuellen Prüfungen zu sein.“

 

 

 

 

Claus Bölicke
Leiter der Abteilung Gesundheit, Alter und Behinderung beim AWO Bundesverband

„Der Moment für ein wissenschaftlich entwickeltes und erprobtes Verfahren zur Messung, Prüfung und öffentlicher Darstellung der Qualität in der Pflege ist gekommen, erstmalig liegt ein valides Verfahren vor.
Die Qualitätssicherung in der Pflege wird auf ein nie da gewesenes Niveau gehoben, erstmalig werden flächendeckend verlässliche Aussagen zur Qualität der stationären Pflege in Deutschland ermöglicht.“

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Regina Hintz

Referat Querschnittsaufgaben,
Geschäftsstelle Landesausschuss Alter und Pflege (VI B 1)
Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen
Telefon: (0211) 855-3673
E-Mail: regina.hintz@mags.nrw.de

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