Basisinformationen zur Landesinitiative in NRW

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Gespeichert von Arbeit.Meding am 19. Juni 2017

Erfolgreich im Übergang Schule-Beruf. Basisinformationen zur Landesinitiative

Landesinitiative "Kein Abschluss ohne Anschluss": NRW entwickelt ein nachhaltiges Übergangssystem Schule – Beruf. Beteiligt vor Ort sind alle wichtigen Akteure und Partner

Das Übergangssystem Schule-Beruf konzentriert sich auf vier Handlungsfelder, dabei bündeln die kommunalen Koordinierungsstellen die Aktivitäten vor Ort. Ziel ist es, allen jungen Menschen nach der Schule eine Anschlussperspektive für Berufsausbildung oder Studium zu eröffnen und durch effektive Koordinierung unnötige Warteschleifen zu vermeiden. Ein Überblick zur Landesinitiative

Gemeinsam und nachhaltig. Frühe Berufsorientierung für den erfolgreichen Start in Ausbildung und Studium

Die Landesinitiative "Kein Abschluss ohne Anschluss" unterstützt die Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen beim Übergang Schule-Beruf. Zentral ist dabei die frühzeitige Berufs- und Studienorientierung und Hilfe bei der Berufswahl und beim Eintritt in Ausbildung oder Studium.

Ziel ist es, allen jungen Menschen nach der Schule möglichst rasch eine Anschlussperspektive für Berufsausbildung oder Studium zu eröffnen und durch eine effektive Koordinierung unnötige Warteschleifen zu vermeiden. Jugendliche und ihre Eltern werden dabei auf dem Weg in die Berufswelt nachhaltig unterstützt.

Bei der Umsetzung des Übergangs Schule-Beruf, gefördert auch aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF), sind alle wichtigen Akteure einbezogen. Sie werden dabei von den Partnern im Ausbildungskonsens unterstützt.

Der Bund unterstützt das Landesvorhaben und beteiligt sich bis 2020 mit rund 95 Millionen Euro. Die Mittel stehen für die Berufsorientierung zur Verfügung, gefördert werden vor allem Praxiskurse und praktische Berufsfelderkundungen.

Zentrale Handlungsfelder im Übergang Schule – Beruf

Das Übergangssystem Schule-Beruf konzentriert sich auf vier zentrale Handlungsfelder, dabei bündelt die kommunale Koordinierung die Aktivitäten vor Ort.

Handlungsfeld 1: Studien- und Berufsorientierung stärken

Ab Klasse 8 erhalten alle Schülerinnen und Schüler eine verbindliche, systematische Berufs- und Studienorientierung. Neben der Ermittlung und Förderung von Potenzialen und berufsrelevanten Kompetenzen gehören dazu vor allem gezielte Praktika in Betrieben, um verschiedene Berufsfelder zu erkunden und eine kompetente Berufswahl zu ermöglichen. Schülerinnen und Schüler, die im Prozess der Berufs- und Studienorientierung eine besondere Förderung benötigen, können an Praxiskursen teilnehmen. Jugendliche mit  (Schwer-)Behinderung und/oder Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung in den Förderschwerpunkten Geistige Entwicklung, Körperliche und motorische Entwicklung, Hören und Kommunikation, Sehen und Sprache haben die Möglichkeit, die KAoA-STAR-Angebote zu nutzen, die sie entsprechend ihrer individuellen Bedarfe beim Übergang in den Beruf unterstützen.

Bis zum Ende der Schulzeit wird mit allen Schülerinnen und Schülern eine individuelle Anschlussperspektive erarbeitet und durch eine konkrete Anschlussvereinbarung dokumentiert.

Jugendliche und ihre Eltern werden in Nordrhein-Westfalen nicht allein gelassen, sondern bekommen kompetente Begleitung für eine (fundierte) Berufsentscheidung. Flyer und Videofilme erklären wichtige Stationen im Übergang Schule - Beruf.

Handlungsfeld 2: Angebote im Übergang Schule-Beruf

Um die berufliche Orientierung und den Übergang in Ausbildung und Beruf von Jugendlichen in NRW zu verbessern, gibt es eine Reihe von Modellen und Maßnahmen, die mit Blick auf die nachhaltige Gestaltung des Übergangs Schule-Beruf gebündelt werden. Das Programm Produktionsschule.NRW für Jugendliche ohne ausreichende Betriebs- und Ausbildungsreife wird im Rahmen des Übergangssystems landesweit ausgebaut. Jobmappe und Berufswahlpass NRW unterstützen den Prozess des Übergangs und erleichtern die Dokumentation.

Ein gutes Hilfsmittel ist der Berufswahlpass NRW. Er ist auf die Anforderungen und Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler abgestimmt und berücksichtigt den Prozess der Berufs- und Studienorientierung entsprechend der Landesinitiative "Kein Abschluss ohne Anschluss".

Handlungsfeld 3: Attraktivität der dualen Berufsausbildung erhöhen

Ein wichtiges Anliegen des Landesvorhabens ist es, die Attraktivität der dualen Berufsausbildung zu erhöhen. Die Berufsausbildung im dualen System ist modern und bietet exzellente Weiterbildungsmöglichkeiten. Dennoch sind die vielfältigen Chancen nicht ausreichend bekannt. Zur Attraktivitätssteigerung der dualen Ausbildung werben die Partner im Ausbildungskonsens NRW mit Informationskampagnen. Vor allem Betriebe werden ermutigt, in Ausbildung zu investieren und so – in Zeiten des demografischen Wandels – den Fachkräftenachwuchs rechtzeitig zu sichern.

Handlungsfeld 4: Kommunale Koordinierung – Aktivitäten vor Ort bündeln

Bei der Umsetzung des Übergangssystems haben die Kommunen eine wichtige Rolle und bündeln über die Kommunalen Koordinierungsstellen, gefördert aus Landes- und ESF-Mitteln, die Aktivitäten vor Ort. In allen 53 Kreisen und kreisfreien Städten gibt es Kommunale Koordinierungsstellen.

Das NRW-Arbeitsministerium unterstützt die Kommunen bei der Umsetzung und koordiniert auf Landesebene den Prozess im Ausbildungskonsens NRW.

Gendersensible Berufsorientierung im Übergang Schule-Beruf

Das Projekt "GenderKompetent 2.0 NRW" begleitet bei der nachhaltigen geschlechterspezifischen Umsetzung des Übergangs Schule-Beruf. Für die beteiligten Akteure und Akteurinnen werden qualifizierte Angebote zur Erweiterung der genderbezogenen Kompetenzen zur Verfügung gestellt. Zum Trägerverbund gehören: BerufsWege e.V. Münster, FUMA Fachstelle Gender NRW und Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V..

Analysen und Zahlen. Monitoringbericht zum Landesvorhaben - Studie zur Ausbildungsbereitschaft von Betrieben

Rund 70% aller Schulen in NRW mit einer Sekundarstufe I waren bereits vier Jahre nach dem Start am Landesvorhaben "Kein Abschluss ohne Anschluss" beteiligt. Von insgesamt rund 574.000 Schülerinnen und Schülern der Klassen 8 bis 10 in NRW nutzten im Schuljahr 2015/2016 rd. 73 % (rd. 297.000) die Angebote der Berufs- und Studienorientierung im Rahmen von KAoA. Das zeigen die Ergebnisse des aktuellen Monitoringberichts der G.I.B..

Zur erfolgreichen Umsetzung des Landesvorhabens ist die Bereitschaft der Betriebe erforderlich, ausreichend Ausbildungsangebote zur Verfügung zu stellen. Angesichts leicht rückläufiger Zahlen bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen haben sich die Akteure im Ausbildungskonsens darauf verständigt, eine Analyse zur Ausbildungsbereitschaft von Betrieben in Auftrag zu geben. Endbericht und Tabellenband stehen zum Download bereit.

Fachkräfte von morgen - Betriebe machen mit!  Kontaktformular

Im Übergang Schule - Beruf sind Wirtschaft und Unternehmen wichtige Kooperationspartner vor Ort. In Zusammenarbeit mit den Schulen oder den Kammern und Kommunen ermöglichen sie frühe Praxiserfahrungen und stellen Ausbildungsplätze bereit. Für Schülerinnen und Schüler bieten sie Praktikumsplätze und öffnen die Türen für Berufsfelderkundungen. Betriebe, die mitmachen wollen, können über sich beteiligen und über ein Kontaktformular ihr Interesse bekunden.

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