Teilhabechancengesetz bietet neue Perspektiven

Bild des Benutzers Arbeit.Meding
Gespeichert von Arbeit.Meding am 6. Mai 2019
Foto: Zwei Frauen und ein Mann

Teilhabechancengesetz bietet neue Perspektiven - Integration von langzeitarbeitslosen Menschen

Teilhabechancengesetz verbessert Integration von langzeitarbeitslosen Menschen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Ansätze aus NRW-Landesprogramm "Öffentlich geförderte Beschäftigung" in Regelförderung überführt

Mehr als 250.000 Langzeitarbeitslose finden in Nordrhein-Westfalen nur schwer oder gar keinen Zugang zum Arbeitsmarkt. Das Teilhabechancengesetz schafft neue Beschäftigungsperspektiven und bietet Chancen für Arbeitnehmer, Arbeitgeber und den Arbeitsmarkt. Das nordrhein-westfälische ESF-Programm "Öffentlich geförderte Beschäftigung" stand Pate.

Das Teilhabechancengesetz – Chancen für Langzeitarbeitslose in Nordrhein-Westfalen

Das Teilhabechancengesetz ist zum 1. Januar 2019 in Kraft getreten Das neue Bundesgesetz überführt die wirksamen Ansätze, die im Land Nordrhein-Westfalen über Modelle und Programme in den letzten Jahren gefördert wurden, in ein neues Regelinstrumentarium. Mit zwei neuen Fördermöglichkeiten (§§ 16e und 16i SGB II) sollen neue Chancen für Langzeitarbeitslose auf dem allgemeinen und sozialen Arbeitsmarkt entstehen. Im Rahmen des neuen Teilhabechancengesetzes planen die Jobcenter im Jahr 2019 bereits mit rund 15.000 neuen sozialversicherungspflichtigen Stellen für Langzeitarbeitslose. Hierfür werden die Mittel der Jobcenter in Nordrhein-Westfalen für die Finanzierung von Qualifizierung und Beschäftigung in den nächsten Jahren deutlich erhöht, im Jahr 2019 bereits um 20 Prozent. Der Bund stellt zur Finanzierung bis 2022 für Nordrhein-Westfalen mehr als eine Milliarde Euro zusätzlich bereit.

  • Die langfristige Förderung von bis zu fünf Jahren und Lohnkostenzuschüsse, die zu Beginn der Förderung bis zu 100 Prozent betragen können, bieten Arbeitgebern attraktive Fördermöglichkeiten. Die Jobcenter unterstützen bei der Auswahl passender und motivierter Arbeitskräfte.
  • Die Teilnehmenden werden während der Förderung durch ein begleitendes ganzheitliches Coaching unterstützt. Dies kann maßgeblich dazu beitragen, das Beschäftigungsverhältnis z.B. durch die Lösung von Alltagsproblemen zu stabilisieren.
  • Mit dem sogenannten „Passiv-Aktiv-Transfer“ gibt es eine weitere Möglichkeit zur Finanzierung von Arbeitsplätzen für Langzeitarbeitslose. Er sieht vor, dass die eingesparten Leistungen zum Lebensunterhalt zusätzlich zur Finanzierung von weiterer Beschäftigung genutzt werden.

Das Teilhabechancengesetz bietet Chancen für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, Arbeitgeber und den Arbeitsmarkt. In einer gemeinsamen Erklärung haben die Arbeitsmarktpartner des Landes vereinbart, die Umsetzung des Teilhabechancengesetzes zu unterstützen, um die Langzeitarbeitslosigkeit zu reduzieren. "Das Gesetz ist ein Meilenstein in der Arbeitsmarktpolitik", so Minister Karl-Josef Laumann. Zu den Unterzeichnenden gehören das Arbeitsministerium, Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften, kommunale Spitzenverbände, Träger der Freien Wohlfahrtspflege und die Bundesagentur für Arbeit.

In der gemeinsamen Erklärung legen die Arbeitsmarktpartner das Ziel fest, dass das Teilhabechancengesetz vor allem nachhaltige Arbeitsverhältnisse fördert, die auch nach dem Ende der Anschubfinanzierung weiter bestehen bleiben. Gemeinsam wollen die Arbeitsmarktpartner die Umsetzung vor Ort so unterstützen, dass mit den neuen Fördermöglichkeiten langfristig Vorteile für alle Beteiligten entstehen.

Relevante

Pressemitteilungen

Weiteres

zum Thema