Unwetterkatastrophe: Traumaambulanzen bieten Hilfe an

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Schemenhafte Frau hat den Kopf in den Händen
22. Juli 2021

Traumaambulanzen: Betroffene der Flut- und Unwetterkatastrophe können psychologische Hilfe in Anspruch nehmen

Land und Landschaftsverbände öffnen die Angebote der Traumaambulanzen

Das nordrhein-westfälische Sozialministerium ist mit den Landschaftsverbänden Westfalen-Lippe und Rheinland übereingekommen, die Angebote der Traumaambulanzen der Landschaftsverbände für Betroffene der Flut- und Unwetterkatastrophe der vergangenen Woche zu öffnen.

So steht das Angebot der psychologischen Frühintervention der Traumaambulanzen nach dem Opferentschädigungsgesetz aktuell auch denjenigen zur Verfügung, die nach der Naturkatastrophe der vergangenen Woche psychologische Hilfe benötigen.

Betroffene können sich unbürokratisch unter der Telefonnummer 0800 654 654 6 (Landschaftsverband Rheinland) oder 0251/591-01 (Landschaftsverband Westfalen-Lippe) beraten lassen.

Weitere Informationen sowie die Standorte der Traumaambulanzen sind auf den Seiten der Landschaftsverbände zu finden - in Westfalen-Lippe und im Rheinland

Betroffene können sich auch direkt an eine der dort genannten Traumaambulanzen wenden und einen Termin vereinbaren.
 
Sozialminister Karl-Josef Laumann: „Wir helfen den Betroffenen der Unwetterkatastrophe damit schnell und unbürokratisch. Viele Menschen in den betroffenen Regionen stehen vor dem Nichts. Freunde, Verwandte oder Nachbarn sind den Fluten zum Opfer gefallen. Diese psychische Belastung ist nur schwer erträglich. Wer psychologische Hilfe benötigt, mit Ängsten oder Panikstörungen zu kämpfen hat, soll nicht lange auf einen Termin im niedergelassenen Bereich warten müssen. Hier helfen die Traumaambulanzen der Landschaftsverbände.”

Ziel des Angebots ist es, das dichte und professionell organisierte Netz der Traumaambulanzen Menschen zugänglich zu machen, die ansonsten sehr lange auf einen Termin bei einem niedergelassenen Therapeuten warten müssten.
 
Hintergrund: Was sind Traumaambulanzen?
 
Bei den eigentlich für Gewaltopfer vorgesehenen Traumaambulanzen handelt es sich um Anlaufstellen für die Akutversorgung von Betroffenen insbesondere von Gewalt- und Sexualstraftaten. Schwerpunkt ist die medizinische und psychotherapeutische Erststabilisierung nach einer Gewalttat.

Diese Angebote wurden eingerichtet, um Opfern von Gewalt- und Sexualstraften eine zügige psychologische Akutversorgung innerhalb von wenigen Tagen oder Stunden zu ermöglichen. Das Beratungspersonal in den Trauumaambulanzen ist aber aufgrund seiner psychotherapeutischen Ausbildung und Erfahrung bestens aufgestellt, um auch den Betroffenen einer Naturkatastrophe zügig und professionell zu helfen.

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