Integration von Geflüchteten in Arbeit und Ausbildung – Fachtagung

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Junger Migrant mit Kollegen - Bauhandwerk Ausbildungszentrum

Kooperation weiterentwickeln. Integration von Geflüchteten in Arbeit und Ausbildung – Gemeinsame Tagung in Bottrop

Kooperation zwischen Wirtschaft, Arbeitsmarktförderung und Ausländerbehörden stärken – Fachtagung zieht Zwischenbilanz – Grußwort der Landesregierung

Geflüchtete Menschen erfolgreich in Arbeit und Ausbildung integrieren und die Kooperation zwischen Wirtschaft, Arbeitsmarktförderung und Ausländerbehörden weiter entwickeln – dazu lud eine Fachtagung in Bottrop und zog erste Zwischenbilanz. Das Arbeitsministerium unterstützt den gemeinsamen Dialog der Akteure. Die Veranstaltung wurde aus Mitteln des Landes und des ESF gefördert.

Die Fachtagung fand am 31. Januar 2018 in der Lohnhalle der Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung (G.I.B.) in Bottrop statt, rund 170 Akteure und Experten und Expertinnen nahmen teil. Durchgeführt wurde die Veranstaltung in Kooperation mit IHK NRW, WHKT und unternehmer nrw sowie dem nordrhein-westfälischen Arbeitsministerium, dem zuständigen Integrationsministerium NRW und der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit.

Insgesamt stehen in Nordrhein-Westfalen rund 130.000 Arbeitsuchende im Kontext von Fluchtmigration dem Arbeitsmarkt zur Verfügung - eine Chance, aber auch eine Herausforderung, die gute Lösungen braucht. Die Fachtagung unternahm eine erste Bestandsaufnahme und stellte Ansätze und Bedingungen für eine erfolgreiche Umsetzung zur Diskussion. Vor allem bot sie eine Plattform für den gemeinsamen Dialog, um die Zusammenarbeit der Akteure und Akteurinnen von Wirtschaft, Arbeitsmarktförderung und Ausländerbehörden in Nordrhein-Westfalen zu stärken und zu verbessern.

Grußwort der Landesregierung - Integration voranbringen und gemeinsam gute Lösungen finden

 

"Arbeit ist das Wichtigste für die Integration in die Gesellschaft. Und es sind drei Faktoren, die zum Erfolg führen: Gute Arbeitgeber, motivierte Bewerber und Bewerberinnen, gute Organisation und Strukturen, die Hürden abräumen und unterstützen." Stefan Kulozik, Gruppenleiter Arbeitsmarktpolitik im nordrhein-westfälischen Arbeitsministerium, begrüßte im Namen der Landesregierung die Teilnehmenden und benannte in seinem Beitrag gleich die zentralen Bedingungen für gelingende Integrationsprozesse. Nordrhein-Westfalen sei mit aktiven Institutionen wie Arbeitsagenturen, Jobcenter, Integration Points und kommunalen Integrationszentren, Arbeitgebern und Bildungsträgern, aber auch mit der Unterstützung durch Ehrenamtliche gut aufgestellt. Es komme nun darauf an, das Vorhandene weiterzuentwickeln, für Transparenz zu sorgen und dabei "das Gemeinsame zu stärken und nach gemeinsamen Lösungen zu suchen". Genau darin zeige sich der Wert und der Nutzen einer Fachveranstaltung wie dieser, betonte der Vertreter des Ministeriums.

In seiner Begrüßungsrede unterstrich der Geschäftsführer der G.I.B., Karl-Heinz Hagedorn, das gemeinsame Anliegen: "Die Veranstaltung führen wir gemeinsam mit den Organisationen durch, die auf Landesebene Verantwortung für die Arbeitsmarktintegration geflüchteter Menschen tragen". "Vor allem durch gute Zusammenarbeit und Netzwerke können Wege zur Integration geöffnet werden", betonte der G.I.B.-Geschäftsführer.

Aktuelle Herausforderungen bei der Integration in Arbeit und Ausbildung schilderten Vertreterinnen und Vertreter aus Sicht von Arbeitsverwaltung, Wirtschaft und Ausländerbehörde. Zwei Fachbeiträge informierten zu rechtlichen Aspekten von Arbeitserlaubnis und Beschäftigungsbedingungen in Unternehmen. Praxisbeispiele aus Nordrhein-Westfalen machten Erfolgsbedingungen anschaulich und zeigten gute Lösungen zur Integration auf.

In der abschließenden Diskussionsrunde betonten die Gesprächspartnerinnen und -partner die Notwendigkeit, weiterhin Transparenz herzustellen und Kooperation und Vernetzung für eine erfolgreiche Integration von geflüchteten Menschen in den Arbeitsmarkt voranzubringen.

Die Tagung "Integration von Geflüchteten in Arbeit und Ausbildung" wurde aus Mitteln des Landes und des Europäischen Sozialfonds gefördert.

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