Fragen und Antworten zu Auffrischungsimpfungen

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Gespeichert von Andreé König am 11. August 2022
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Fragen und Antworten zu Auffrischungsimpfungen

Wissenwertes zu aktuellen Impfempfehlungen für den Herbst und Winter

Wem wird eine Auffrischung der Impfung empfohlen? Warum sollte ich mich erneut gegen COVID-19 impfen lassen? Wann sollte ich mich erneut impfen lassen? Mit welchem Impfstoff werde ich geimpft? In diesem Bereich finden Sie ausgewählte Fragen und Antworten zu Auffrischungsimpfungen.

Was sind Auffrischungsimpfungen?

Bei der Auffrischungsimpfung handelt es sich um eine zusätzliche Verabreichung einer Dosis eines zugelassenen mRNA-Impfstoffs. Ziel der Booster-Impfung ist die Erhöhung des Impfschutzes. Diese ist insbesondere bei bestimmten Personengruppen, bei denen es zu einer reduzierten oder nachlassenden Immunantwort nach einer COVID-19-Impfserie kommen kann, wichtig

Was ist das Ziel einer Auffrischungsimpfung?

Ziel ist es weiterhin, möglichst viele schwere Verläufe von COVID-19 (Hospitalisierung, Tod) bei besonders gefährdeten Personen zu verhindern. Neben der Schutzwirkung vor schweren Krankheitsverläufen können Auffrischungsimpfungen gleichzeitig zu einer niedrigeren Virenlast und damit zu einer geringeren Infektiosität führen. So kann die Übertragung des Coronavirus SARS-CoV-2 insbesondere in der Umgebung vulnerabler Personen verringert werden.

Da für eine erneute Impfung der Nutzen der Impfung die möglichen Risiken weiterhin überwiegt und keine Hinweise auf ein erhöhtes Risiko vorliegen, ist die Möglichkeit einer Booster-Impfung beziehungsweise einer weiteren Impfung aus präventiven Gesichtspunkten angezeigt. Dadurch wird sichergestellt, dass der Schutz der Impfung vor einem schweren Krankheitsverlauf weiter hoch bleibt.
 

Für wen wird eine zweite Auffrischimpfung gegen COVID-19 empfohlen? Wer kann sich impfen lassen?

Zum aktuellen Zeitpunkt wird eine zweite Auffrischungsimpfung, bei Kombination mit vorangegangener SARS-CoV-2-Infektion und Einhaltung gewisser Mindestabstände auch als viertes immunologisches Ereignis bezeichnet, folgenden Personengruppen empfohlen:

  • Menschen ab 60 Jahren
  • Menschen ab 5 Jahren mit bestimmten Grunderkrankung mit erhöhtem Risiko für schwere COVID-19-Verläufe gemäß STIKO-Empfehlung oder mit Immunschwäche
  • Bewohnerinnen und Bewohner in Pflegeeinrichtungen
  • Personen mit einem Risiko für einen schweren Verlauf in Einrichtungen der Eingliederungshilfe
  • Tätige in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen

Ziel ist es, besonders vulnerable Personengruppen vor schweren COVID-19-Krankheitsverläufen und beruflich exponierte Personengruppen prioritär zu schützen.

Mit der vierten Impfung soll der individuelle Schutz verbessert werden. Die 2. Booster-Impfung soll sechs Monate nach dem dritten immunologischen Ereignis erfolgen. Eine Verkürzung des Impfabstandes auf 4 Monate ist in begründeten Fällen möglich. Bei immungesunden Personen ist jedoch ein längerer Impfabstand für den Langzeitschutz immunologisch günstiger. Ausgenommen sind Personen ab 5 Jahren mit Immunschwäche, die 2. Booster-Impfung bereits in einem Mindestabstand von drei Monaten erhalten sollen.

Personen ohne besondere gesundheitliche Gefährdung empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) aktuell nach erster Booster-Impfung keine vierte Impfung

Welche Impfstoffe sind für die Auffrischung zugelassen?

Laut Empfehlung soll die zweite Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff erfolgen.

Die beiden mRNA-Impfstoffe Comirnaty® von BioNTech/Pfizer und Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna werden von der STIKO (Ständige Impfkommission) für die Auffrischungsimpfungen empfohlen und können im Sinne der Coronavirus-Impfverordnung dafür genutzt werden.

Der Impfstoff von BioNTech/Pfizer soll - auch bei den Auffrischungsimpfungen - bei Personen ab 12 Jahren und für Schwangere und Stillende eingesetzt werden während der Impfstoff von Moderna für Personen ab 30 Jahren empfohlen wird. Hierbei ist zu betonen, dass Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna für Personen ab 30 Jahren ein wichtiges, sicheres und wirksames Element der Impfkampagne ist, insbesondere auch für die notwendigen Auffrischungsimpfungen.

Bei Vorliegen einer Unverträglichkeit gegen mRNA-Impfstoffe oder bei individuellem Wunsch ist es nach ärztlicher Aufklärung grundsätzlich möglich, bei Erwachsenen unabhängig vom Alter für die Auffrischungsimpfung auch den COVID-19 Impfstoff Janssen® zu verwenden.
 

Wer kann die Impfungen vornehmen? Wo kann ich mich impfen lassen?

Impfungen gegen das Coronavirus SARS-CoV-19 werden in Nordrhein-Westfalen in der Regel von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sowie Betriebsärztinnen und Betriebsärzten durchgeführt.

Erste Ansprechperson bei Interesse an einer Impfung sind meist die Hausärztinnen und Hausärzte. Sollten Sie nicht über einen Hausarzt oder eine Hausärztin verfügen, finden Sie in dieser Liste die impfenden Arztpraxen in Nordrhein und in dieser Liste die impfenden Arztpraxen in Westfalen-Lippe.

Daneben gibt es in den Kreisen und kreisfreien Städten nach wie vor regelmäßige mobile und stationäre Impfangebote. Wann und wo in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt Impfungen angeboten werden, erfahren Sie über die jeweiligen Internetauftritte. Aktuelle Einschränkung: Die kommunalen Impfangebote können nur im Rahmen der für den jeweils geltenden Impfstoff vorliegenden Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) erfolgen. Für die neuen, an die Virusvarianten BA.1 und BA.4/5 angepassten Impfstoffe, liegen noch keine Empfehlungen der STIKO vor.

Um die Impfkampagne zu beschleunigen, hat der Bund beschlossen, dass vorübergehend auch

  • Zahnärztinnen und Zahnärzte,
  • Tierärztinnen und Tierärzte sowie
  • Apothekerinnen und Apotheker impfen dürfen.

Voraussetzung ist jeweils unter anderem, dass sie entsprechend geschult sind.

Welche Impfungen können zeitgleich mit der COVID-19-Impfung erfolgen?

In der 11. Aktualisierung der COVID-19-Impfempfehlung stellt die STIKO nunmehr ausdrücklich fest: Zwischen COVID-19-Impfungen und anderen sogenannten Totimpfstoffen (inaktivierte Impfstoffe, die abgetötete Erreger oder auch nur Erreger-Bestandteile beinhalten, und die sich nicht vermehren und keine Erkrankung auslösen können) muss kein Impfabstand eingehalten werden, das betrifft insbesondere auch die Grippeschutzimpfung. Beide Impfstoffe können gleichzeitig gegeben werden, wenn eine Indikation zur Impfung sowohl gegen andere Erkrankungen als auch gegen COVID-19 besteht. Die Injektion soll in der Regel an unterschiedlichen Gliedmaßen erfolgen.

Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) durch eine in zeitlicher Nähe verabreichte Impfung beeinflusst wird. Durch Impfungen wird der Impfling vor Infektionen geschützt, die ihn auch in der Pandemiezeit zusätzlich gefährden oder schädigen können.
 

Wann sollte ich mich impfen lassen?

Die zweite Auffrischungsimpfung soll sechs Monate nach dem dritten immunologischen Ereignis erfolgen. Eine Verkürzung des Impfabstandes auf 4 Monate ist in begründeten Fällen möglich.

Bei immungesunden Personen ist jedoch ein längerer Impfabstand für den Langzeitschutz immunologisch günstiger. Ausgenommen sind Personen ab 5 Jahren mit Immunschwäche, die zweite Booster-Impfung bereits in einem Mindestabstand von drei Monaten erhalten sollen.

Welche Impfstoffe stehen zur Verfügung?

Die beiden mRNA-Impfstoffe Comirnaty® von BioNTech/Pfizer und Spikevax® (Vaccine Moderna) von Moderna werden von der STIKO (Ständige Impfkommission) für die Auffrischungsimpfungen empfohlen und können im Sinne der Coronavirus-Impfverordnung dafür genutzt werden. Laut Empfehlung sollen alle Personengruppen die zweite Auffrischungsimpfung mit einem mRNA-Impfstoff erhalten.

Was mache ich, wenn ich nach dritter Impfung, also der ersten Auffrischungsimpfung, eine Infektion hatte?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Personen, die sich nach der dritten Corona-Schutzimpfung infiziert haben, vorerst auf eine weitere Booster-Impfung zu verzichten. 

Warum ist die Grippeimpfung in diesem Herbst besonders wichtig?

Die Gruppen, die ein höheres Risiko für einen schweren Verlauf haben, sind bei Influenza und COVID-19 sehr ähnlich: insbesondere ältere Menschen ab 60 Jahren/hochaltrige Menschen und Menschen mit Grunderkrankungen. Diesen Menschen wird auch eine Influenza-Impfung empfohlen.

Gerade im Rahmen der COVID-19-Pandemie ist eine hohe Influenza-Impfquote bei Risikogruppen essentiell, um in der Grippewelle schwere Influenza-Verläufe zu verhindern und Engpässe in Krankenhäusern (u.a. bei Intensivbetten, Beatmungsplätzen) zu vermeiden.

Die STIKO kommt zu dem Schluss, dass zum Schutz der Menschen und zur Entlastung des Gesundheitssystems der größte Effekt mit den verfügbaren Grippeimpfstoffen erzielt werden kann, wenn die Impfquoten – entsprechend der STIKO-Empfehlungen – vor allem bei Risikogruppen möglichst hoch sind.
 

Schutzimpfung

Informationen des Bundes

Sie haben weitere Fragen rund um das Thema Schutzimpfung? Dann informieren Sie sich gerne auch unter www.zusammmengegencorona.de - dem Informationsangebot der Bundesregierung.

Auf der zentralen Corona-Plattform des Bundes werden allgemeine und bundesweit gültige Informationen zum Coronavirus sowie zum Impfen angeboten:

 

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