Ausbildung und Arbeit für Geflüchtete

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Gespeichert von Arbeit.Meding am 6. Januar 2020
Foto: Geflüchtete Frauen konnten ihre Fragen einbringen und sich bei den Expertinnen informieren

Geflüchtete Menschen in NRW: Integrieren in Ausbildung und Arbeit – frühzeitig Perspektiven schaffen

In Nordrhein-Westfalen ist die Förderung von Integration und Teilhabe ein wichtiges Anliegen – das gilt auch für geflüchtete Menschen

Für die Integration von geflüchteten Menschen ist die Aufnahme einer Ausbildung oder Arbeit zentral. Dabei spielen Sprachkenntnisse und Qualifizierungen eine wichtige Rolle. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat deshalb gezielte Unterstützungsangebote geschaffen oder bestehende Förderprogramme zur Integration von geflüchteten Menschen geöffnet.

Viele Menschen haben insbesondere seit 2015 ihre Heimat wegen Krieg, Verfolgung oder anderen Notsituationen verlassen und in Nordrhein-Westfalen Schutz gefunden. Für die Integration dieser Menschen in die Gesellschaft sind Sprachkenntnisse, Qualifizierungen und die Aufnahme einer Ausbildung oder Arbeit die zentralen Hebel.

Das Arbeitsministerium hat deshalb gemeinsam mit seinen Arbeitsmarktpartnern in NRW Unterstützungsangebote initiiert oder bestehende Programm zur Unterstützung der Integration in den Arbeitsmarkt für geflüchtete Menschen geöffnet und auf Bundesebene auf eine Verbesserung der Sprachförderung und der gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Arbeitsmarktintegration hingewirkt.

Junge Geflüchtete integrieren – Initiative "Durchstarten in Ausbildung und Arbeit!"

Sprache, (Aus)Bildung und Arbeit sind der Schlüssel für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und damit fundamental für eine gelingende Integration. In Nordrhein-Westfalen leben aktuell rund 23.000 junge geflüchtete Menschen, die in den Kommunen nur geduldet oder gestattet sind und nicht oder nur eingeschränkt von den Unterstützungsangeboten der Arbeitsförderung profitieren können.

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat deshalb die Landesinitiative "Durchstarten in Ausbildung und Arbeit!" ins Leben gerufen, das Fördervolumen beträgt insgesamt 50 Millionen Euro. Mit Hilfe von speziellen Förderangeboten werden junge Menschen mit individuellem Unterstützungsbedarf, darunter insbesondere junge Geflüchtete im Alter von 18 bis 27 Jahren, bei ihrem Weg in Ausbildung und Arbeit gestärkt.

Zur Umsetzung stehen den Kommunen sechs spezielle Förderbausteine zur Verfügung:
Coaching, Berufsbegleitende Qualifizierung und / oder Sprachförderung, Nachträglicher Erwerb des Hauptschulabschlusses, Schul-, ausbildungs- und berufsvorbereitende Kurse sowie Teilnahme an Jugendintegrationskursen und Teilhabemanagement.
Zusätzlich gibt es einen Innovationsfonds für innovative Maßnahmen und Projekte.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) und das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration (MKFFI) tragen die Landesinitiative "Durchstarten in Ausbildung und Arbeit!" gemeinsam.

Um insbesondere die Integration junger geflüchteter Frauen zu verbessern, fördert das Land die Kinderbetreuung mit einer Pauschale und erleichtert damit Müttern mit Kleinkindern die Teilnahme an den Integrationsangeboten.

  • Weitere Informationen sowie Antragsunterlagen zur Landesinitiative finden Sie unter www.durchstarten.nrw

Hilfe bei der Beruflichen Orientierung für junge geflüchtete Menschen

Mit dem Landesvorhaben "Kein Abschluss ohne Anschluss" (KAoA) steht ein etabliertes System der Beruflichen Orientierung bereit.  Die Schülerinnen und Schüler werden dabei beim Übergang von der Schule in den Beruf durch eine frühzeitige berufliche Orientierung sowie Hilfe bei der Berufswahl oder beim Eintritt in eine Ausbildung oder ein Studium unterstützt. Das Angebot steht auch jungen Geflüchteten offen und wird etwa in den Berufskollegs fortgesetzt.

Junge Geflüchtete – Arbeitshilfe der G.I.B. für Fachleute und Beratende

Um junge Geflüchtete in Ausbildung und Arbeit zu integrieren, stehen zentrale Angebote bereit. Dazu gehören die Sprachförderung ebenso wie Maßnahmen zu Ausbildungsvorbereitung und Beratung. Die Arbeitshilfe der G.I.B. gibt interessierten Fachleuten eine schnelle Übersicht über Angebote und Förderinstrumente und wird regelmäßig aktualisiert.

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