Ausbildung

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Gespeichert von HKP.Suchorski am 9. November 2017
Zwei Frauen in medizinischer Arbeitskleidung sitzen an einem Schreibtisch und schauen sich ein Blatt Papier an.

Ausbildung in Gesundheits- und Pflegeberufen

Anspruchsvoll und zukunftssicher

Ausbildungen in den Pflege- und Gesundheitsfachberufen sind anspruchsvoll und zukunftssicher. Neben der neuen generalistischen Pflegeausbildung existiert hier eine abwechslungsreiche Zahl an unterschiedlichen Ausbildungsmöglichkeiten. Die Ausbildung findet dabei an so genannten "Schulen des Gesundheitswesens" statt, dauert in der Regel drei Jahre und umfasst einen theoretischen und einen praktischen Ausbildungsteil.

Informationen zu den Ausbildungsberufen finden Sie hier im Überblick. 

Generalistische Pflegeausbildung

Die bisher im Altenpflegegesetz und im Krankenpflegegesetz getrennt geregelten Pflegeausbildungen in der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege wurden im Pflegeberufegesetz (PflBG) zusammengeführt. Dieses ist am 1. Januar 2020 in Kraft getreten.

Alle Auszubildenden erhalten zwei Jahre lang eine gemeinsame, generalistisch ausgerichtete Ausbildung, in der sie einen Vertiefungsbereich in der praktischen Ausbildung wählen.
Auszubildende, die im dritten Ausbildungsjahr die generalistische Ausbildung fortsetzen, erwerben den Berufsabschluss „Pflegefachfrau“ bzw. „Pflegefachmann“.
Auszubildende, die ihren Schwerpunkt in der Pflege alter Menschen oder der Versorgung von Kindern und Jugendlichen sehen, können wählen, ob sie – statt die generalistische Ausbildung fortzusetzen – einen gesonderten Abschluss in der Altenpflege oder Gesundheits- und Kinderkrankenpflege erwerben wollen.

Die Ausbildungsdauer beträgt generell in Vollzeit drei Jahre (2.100 Stunden theoretischer und praktischer Unterricht / 2.500 Stunden praktische Ausbildung). Die Ausbildung findet an den Pflegeschulen und in Krankenhäusern, Einrichtungen der stationären Altenhilfe sowie der ambulanten Versorgung statt. Hierzu werden Ausbildungsverträge geschlossen. Die Auszubildenden erhalten während der Ausbildung eine Ausbildungsvergütung.

Nach zwei Dritteln der Ausbildung wird eine Zwischenprüfung zur Ermittlung des Ausbildungsstandes eingeführt. Die am Abschluss der Ausbildung stehende staatliche Prüfung besteht aus einem praktischen, schriftlichen und mündlichen Prüfungsteil.

Ergänzend zur beruflichen Pflegeausbildung kann ein Pflegestudium absolviert werden. Informationen dazu gibt es hier.

Altenpflege / Altenpflegehilfe

Mit Einführung der generalistischen Pflegeausbildung zum 1. Januar 2020 ist das Altenpflegegesetz außer Kraft getreten. Eine Altenpflegeausbildung auf dieser Grundlage ist nicht mehr möglich. Die derzeit laufenden Kurse werden bis zum staatlichen Examen weitergeführt.

Ausbildung in der Altenpflegehilfe

Bis zur Einführung einer generalistischen Assistenzausbildung in der Pflege in Nordrhein-Westfalen besteht auch weiterhin die Möglichkeit zur Ausbildung zur Altenpflegehelferin bzw. zum Altenpflegehelfer. Diese findet ebenfalls an zugelassenen Pflegeschulen (bisherigen Fachseminaren für Altenpflege) statt und dauert ein Jahr (750 Stunden theoretischer und fachpraktischer Unterricht / 900 Stunden praktische Ausbildung). Die Ausbildung in der Altenpflegehilfe soll die Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten vermitteln, die für eine qualifizierte Betreuung und Pflege alter Menschen in stabilen Pflegesituationen unter Anleitung einer Pflegekraftkraft erforderlich sind.

Ergotherapie

Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten befähigen zum Beispiel kranke oder behinderte Menschen unter Berücksichtigung ihrer individuellen Umwelt zu einer größtmöglichen Handlungsfähigkeit in den Lebensbereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit. Dabei werden die jeweilige Lebensphase, der Lebensbereich sowie die individuellen Voraussetzungen und Bedürfnisse hinsichtlich der Betätigung und der Umweltanforderungen berücksichtigt.

Die Ausbildungsdauer beträgt in Vollzeit drei Jahre (2.700 Stunden theoretischer und fachpraktischer Unterricht / 1.700 Stunden praktische Ausbildung). Die Ausbildung findet an zugelassenen Ergotherapieschulen und unter anderem in ergotherapeutischen Praxen und Krankenhäusern statt.

Gesundheits- und Krankenpflege bzw. Gesundheits- und Kinderkrankenpflege

Mit Einführung der generalistischen Pflegeausbildung zum 1. Januar 2020 ist das Krankenpflegegesetz außer Kraft getreten. Eine Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege und in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege auf dieser Grundlage ist nicht mehr möglich. Die derzeit laufenden Kurse werden bis zum staatlichen Examen weitergeführt.

Gesundheits- und Krankenpflegeassistenz

Bis zur Einführung einer generalistischen Assistenzausbildung in der Pflege in Nordrhein-Westfalen besteht nach wie vor die Möglichkeit zur Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflegeassistenz. Diese findet ebenfalls an zugelassenen Pflegeschulen (bisherige Krankenpflegeschulen) statt und dauert in Vollzeit 1 Jahr (500 Stunden theoretischer und fachpraktischer Unterricht / 1.100 Stunden praktische Ausbildung). Die Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflegeassistenz soll Kompetenzen zur verantwortlichen Mitwirkung insbesondere bei der Gesundheitsförderung sowie der Versorgung und Begleitung von kranken und behinderten Menschen vermitteln.

Hebammenkunde

Hebammen und Entbindungspfleger betreuen werdende Mütter vor und während der Schwangerschaft und bei der Entbindung. Außerdem versorgen sie Mutter und Kind nach der Geburt.

Die Ausbildungsdauer beträgt in Vollzeit drei Jahre (1.600 Stunden theoretischer und fachpraktischer Unterricht / 3.000 Stunden praktische Ausbildung). Die Ausbildung findet an zugelassenen Hebammenschulen und unter anderem in Geburtshäusern und Krankenhäusern statt.

Logopädie

Logopäden und Logopädinnen beraten, untersuchen und behandeln auf Basis einer ärztlichen Verordnung Patientinnen und Patienten mit Sprach-, Sprech- oder Schluckstörungen.

Sie können selbstständig logopädische Befunde erheben (Standardverfahren), die logopädische Therapie eigenverantwortlich planen, durchführen und dokumentieren. Sie beraten die Betroffenen und deren Angehörige hinsichtlich des logopädischen Befundes und der störungsbildspezifischen Behandlungsmöglichkeiten und leiten die Betroffenen zu eigenständigem Üben an.

Die Ausbildungsdauer beträgt in Vollzeit drei Jahre (1.740 Stunden theoretischer und fachpraktischer Unterricht / 2.100 Stunden praktische Ausbildung). Die Ausbildung findet an zugelassenen Logopädieschulen und unter anderem in logopädischen Praxen oder Rehabilitationseinrichtungen statt.

Notfallsanitäter/in

Die Ausbildung der Notfallsanitäterin und des Notfallsanitäters ist seit 2014 im Notfallsanitätergesetz (NotSanG) geregelt.

Im Bereich der Notfallrettung, des qualifizierten Krankentransportes sowie bei Sekundärtransporten sind erweiterte Fachkompetenzen des Rettungsdienstpersonals notwendig, um auch zukünftig eine fach- und bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung sicherstellen zu können. Das Notfallsanitätergesetz hat vor diesem Hintergrund die Ausbildung eines nicht-ärztlichen Rettungsdienstberufes auf hohem Niveau und auf aktuellem Stand von Wissenschaft und Technik geschaffen. Mittelfristig wird damit der Beruf der Rettungsassistentin und des Rettungsassistenten abgelöst.
Weitere Informationen finden Sie hier.

Physiotherapie

Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten sind in der Lage, durch Anwenden geeigneter Verfahren der Physiotherapie in Prävention, kurativer Medizin, Rehabilitation und im Kurwesen Hilfen zur Entwicklung, zum Erhalt oder zur Wiederherstellung körperlicher Funktionen zu geben. Bei nicht rückbildungsfähigen körperlichen Einschränkungen sind sie zudem in der Lage, Ersatzfunktionen zu schulen.

Die Ausbildungsdauer beträgt in Vollzeit drei Jahre (2.900 Stunden theoretischer und fachpraktischer Unterricht / 1.600 Stunden praktische Ausbildung). Die Ausbildung findet an zugelassenen Physiotherapieschulen und unter anderem in physiotherapeutischen Praxen oder Rehabilitationseinrichtungen statt.

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