Starke Quartiere – starke Menschen. Aufruf

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Armut und soziale Ausgrenzung in Städten und Gemeinden bekämpfen - Europäische Strukturfonds machen Quartiere stark

"Starke Quartiere – starke Menschen". Präventive und nachhaltige Entwicklung von Quartieren in NRW. Förderung durch die drei EU-Strukturfonds.

Armut und Ausgrenzung bekämpfen und die Quartiere in Nordrhein-Westfalen nachhaltig entwickeln, das sind die Ziele des Aufrufs "Starke Quartiere – starke Menschen". Die Städte und Gemeinden sind eingeladen, die drei Europäischen Strukturfonds (EFRE, ESF und ELER) für integrierte Maßnahmen und Konzepte zu nutzen und im Rahmen des Aufrufs umzusetzen.

"Starke Quartiere - starke Menschen". Gemeinsamer Projektaufruf der Europäischen Strukturfonds

Die Landesregierung unterstützt Quartiere in Nordrhein-Westfalen bei der Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung. Hierfür werden die Möglichkeiten der drei Europäischen Strukturfonds in der Förderperiode 2014–2020 genutzt: Europäischer Fonds für regionale Entwicklung – EFRE; Europäischer Sozialfonds – ESF; Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums – ELER.

Die für die Strukturfonds verantwortlichen Ministerien (Wirtschaft, Arbeit und Umwelt) haben gemeinsam mit dem Stadtentwicklungsministerium den Aufruf "Starke Quartiere – starke Menschen" veröffentlicht. Der Aufruf lädt die Städte und Gemeinden dazu ein, mit ihren Kooperationspartnern vor Ort aktiv die Entwicklung benachteiligter Stadt- und Ortsteile mit integrierten Handlungskonzepten anzugehen.

Die Landesstrategie sieht vor, die Quartiersentwicklung in Städten und Gemeinden durch nachhaltig angelegte Sozialplanung, vertiefte integrierte Zusammenarbeit der Akteure vor Ort wie auch durch die Vernetzung von Projektansätzen mit sozialen und integrationspolitischen, arbeitsmarktpolitischen, ökologischen, wirtschaftlichen und präventiven Maßnahmen zu koppeln.

Unterstützung finden die Kommunen bei der Erstellung von Analyse und integriertem Handlungskonzept bei der Fachstelle für sozialraumorientierte Armutsbekämpfung (FSA).

ESF-Förderung im Rahmen des Aufrufs "Starke Quartiere - starke Menschen" (2017)

Auf der Grundlage von integrierten Handlungskonzepten (IHKo) oder eines Ratsbeschlusses zur Erstellung oder Verabschiedung eines IHKo wurden Einzelmaßnahmen der Kommunen aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert, die dazu beitragen, kommunale Präventionsketten aufzubauen oder weiterzuentwickeln sowie die Armutsvorbeugung zu stärken.

Auf Basis der ESF-Förderrichtlinie 2014-2020 (hier insbesondere ESF-kofinanzierte Einzelprojekte nach 8.1.) konnten Projekte beantragt werden, die einen freiwilligen Beitrag der Kommunen zur Bekämpfung von Armut leisten sowie unmittelbar bei unterschiedlichen Zielgruppen im besonders benachteiligtem Quartier wirken. Insgesamt haben 14 Kommunen integrierte Handlungskonzepte für 20 Quartiere in NRW erstellt; mehr als 50 ESF-Projektanträge wurden beraten und teilweise bewilligt.

Die Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung (G.I.B.) und die Regionalagenturen berieten die Kommunen auf der Basis ihrer integrierten Handlungskonzepte bei der Entwicklung von Einzelprojekten im Rahmen des Aufrufs "Starke Quartiere – starke Menschen". Die fachlich-inhaltliche Beratung bezog sich auf die Ausgestaltung arbeitspolitischer Projekte. Bei Projekten anderer Handlungsfelder (Kinder, Jugend, Familie, Gesundheit, Schule u.a.) unterstützten die G.I.B. und die Regionalagenturen die Kommunen in Form einer Antragsberatung.

In Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales begleitet die G.I.B. die Kommunen fachlich bei der Umsetzung der Einzelmaßnahmen mit Arbeitsmarktbezug. Zielsetzung ist dabei, in einem interkommunalen Austausch Praxisansätze weiterzuentwickeln, Beispiele guter Praxis zu identifizieren und einen Transfer zu ermöglichen sowie die Nachhaltigkeit erprobter Handlungsansätze zu unterstützen.

"Zusammenhalten im Quartier – Kinder stärken – Zukunft sichern" – Neuausrichtung der ESF-Förderung ab 2018

Nordrhein-Westfalen ist ein Land, das von sozialem Miteinander und gesellschaftlichem Zusammenhalt geprägt ist. Die Landesregierung wird im Jahr 2018 Bewährtes fortsetzen, aber noch nicht Zielgerichtetes ändern und Neues beginnen. Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales wird Geld aus dem Landeshaushalt und aus dem Europäischen Sozialfonds konzentrieren und auch fokussierter verwenden als bisher. Das ist ein Bekenntnis zum Förderansatz "Starke Quartiere, starke Menschen", der mit einem besonderem Schwerpunkt auf die Bekämpfung von Kinderarmut fortgesetzt wird.

Nach den Ergebnissen einer aktuellen Studie zur Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen lebten 2016 rund 600.000 Minderjährige in einkommensschwachen und benachteiligten Familien. Für diese Kinder und Jugendlichen bietet das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen jetzt frühzeitige und regional konzentrierte Hilfe und Unterstützung an: Mehr als 4 Millionen Euro stellt das Ministerium im Jahre 2018 für besonders benachteiligte Quartiere sowie für niedrigschwellige und aufsuchende Angebote bereit. Damit stärkt die Landesregierung die Armutsbekämpfung. Das neue Programm "Zusammenhalten im Quartier – Kinder stärken – Zukunft sichern" wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2018 starten.

Weitere Informationen zur neuen Programmausrichtung erhalten Sie demnächst an dieser Stelle.

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