Zusammen im Quartier – Projekte in Wuppertal

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Zusammen im Quartier – Projekte in Wuppertal

Wuppertal: Projekt "„CEVI-Kids“ - Ein intensives Betreuungsangebot für ein gesundes Aufwachsen"
Allgemeine Angaben zum Projekt
Projekttitel

„CEVI-Kids“ - Ein intensives Betreuungsangebot für ein gesundes Aufwachsen

Projektträger

CVJM Oberbarmen

Projektstandort

Wuppertal-Oberbarmen

geplanter Förderzeitraum

01.01.2021 - 31.12.2021

Projektbeginn

2021

Kreis/kreisfreie Stadt

Stadt Wuppertal

Kontakt

Bernd Schäckermann
Tel.: 0202 / 28148904
E-Mail: b.schaeckermann@cvjm-oberbarmen.de
Internet: www.cvjm-oberbarmen.de

Ziele und Methoden des Projekts
Örtliche Rahmenbedingungen / Eckdaten
Problemlage

Der Stadtteil Wuppertal-Oberbarmen (Programmgebiet Soziale Stadt, Mindestsicherungsquote liegt zwischen 39,3 und 49,6%) ist von einer besonders hohen sozialen und ethnischen Segregation gekennzeichnet. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen ist höher als im gesamtstädtischen Durchschnitt. Die Situation von vielen Kindern und Jugendlichen stellt sich als kritisch dar, insbesondere diejenigen, die aus sozial schwachen Familien kommen, zeigen deutliche Bildungsschwächen. Gerade bei Kindern aus diesen Familien besteht ein hoher Handlungsbedarf, um ihnen Perspektiven in unserer Gesellschaft zu eröffnen und ihnen und ihren Familien unter den sozial und finanziell schwierigen Bedingungen ein adäquat gesundes Aufwachsen aufzuzeigen.

Ziele / erwartete Ergebnisse

Das niederschwellige, intensive Betreuungsangebot soll pro Schuljahr acht Kinder zwischen 6 und 14 Jahren

  • so für das Leben stärken, dass sie aufgrund ihres Sozialverhaltens und ihrer schulischen Leistungsfähigkeit in der Lage sind, die Schule erfolgreich zu beenden und anschließend in den Ausbildungs- bzw. Arbeitsmarkt einzusteigen
  • und ihren Familien eine gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen

Kurzfristige Ziele sind ein stärkeres Selbstwertgefühl und ein verbessertes Sozialverhalten.

Projektablauf (Dauer, Bausteine, Instrumente, Personaleinsatz)

In der Schulzeit von Montag bis Freitag werden die Kinder von 12 bis 16 Uhr in einer Art „Familiengruppe“ betreut. Neben Mittagessen, Hausaufgaben und individuellen Förderungen stehen das Zusammenleben und das soziale Lernen im Mittelpunkt. Nach 16 Uhr können die Kinder die Angebote des im Hause befindlichen Jugendzentrums wahrnehmen. Die Leitung dieser Gruppe wird sie dann dorthin begleiten und auch vor Ort zugegen sein. In den Ferien gibt es 6 Wochen täglich ein Programm von 9 bis 15 Uhr sowie zusätzlich eine Ferienfreizeit im Sommer.

Bausteine des Projektes: gemeinsame Zubereitung des Mittagessens, Leben in der Gruppe (Regeln des Zusammenlebens akzeptieren, einüben und einhalten, Fähigkeiten in die Gemeinschaft einbringen, eigenes Verhalten wahrnehmen,   reflektieren und gegebenenfalls verändern, Konflikte konstruktiv lösen, Vertrauen bilden, gegebenenfalls Rückstände aufholen, Freundschaften aufbauen und so Sozialverhalten verbessern), spezielle Einzelförderungen bei Sprach- und Schulschwierigkeiten, diverse Sportangebote zur Motorikförderung und zur Selbstvertrauensbildung, Zusammenarbeit mit den Eltern, Vernetzung mit anderen Institutionen und Einrichtungen und ggf. Weiterleitung in andere Angebote.
Die Kinder bleiben erst mindestens ein (bzw. 1,5 zu Beginn) Schuljahr in der Gruppe. In dieser Zeit sollen sie langsam wieder in größere Gruppen integriert werden. Es besteht aber auch die Möglichkeit, über die gesamte Projektlaufzeit im Programm zu bleiben.

Personal: eine pädagogische Fachkraft als Leitung mit 22 Stunden Wochenarbeitszeit und eine pädagogische Hilfskraft mit 15 Stunden wöchentlicher Arbeitszeit

Beteiligte Akteure / Kooperationspartner

Die beteiligten Akteure sind neben dem CVJM Oberbarmen, die Eltern und die Schulen der Kinder sowie die Kooperationspartner bestehend aus dem Jugendamt der Stadt Wuppertal, der Diakonie Wuppertal sowie den Sportvereinen und Kirchengemeinden des Stadtteils.

Wuppertal: Projekt "Change Ahead - Zusammen im Quartier"
Allgemeine Angaben zum Projekt
Projekttitel

Change Ahead - Zusammen im Quartier

Projektträger

Alte Feuerwache gGmbH

Projektstandort

Wuppertal

geplanter Förderzeitraum

01.01.2021 - 31.12.2021

Projektbeginn

2021

Kreis/kreisfreie Stadt

Stadt Wuppertal

Kontakt

Joachim Heiß
Tel.: 0202 / 2451981
E-Mail: heiss@altefeuerwache-wuppertal.de
Internet: www.altefeuerwache-wuppertal.de

Ziele und Methoden des Projekts
Örtliche Rahmenbedingungen / Eckdaten
Problemlage

Die Alte Feuerwache wird von vielen Kindern, Jugendlichen und Eltern in prekären Lebenslagen besucht. Vor Jahren wurden Untersuchungen durchgeführt, die belegten, dass bei über 70% der Kinder ein erhöhtes Stresserleben in psychischer wie physischer Hinsicht vorliegt. Die Teilhabechancen der Kinder am gesellschaftlichen Leben sind gering, die Ausbildungssituation schlecht, viele besuchen die Haupt- oder Förderschule. Seit Eröffnung des Kulturkindergartens im Januar 2020 steht die Präventionskette zur lückenlosen biographischen Begleitung in allen Lebenslagen. Die sechs- bis zwölfjährigen Kinder werden intensiv in den Verlässlichen Gruppen und den Achtsamkeitsgruppen betreut. Die Bildungs- und Entwicklungsangebote für Jugendliche ab zwölf Jahren sind jedoch noch ausbaufähig.

Ziele / erwartete Ergebnisse

Die Jugendlichen übernehmen nach Abschluß des Projektes eine Multiplikatoren-Rolle in ihrem Quartier, welche es ihnen ermöglicht, zukunftsweisende Veränderung selbst anzustoßen und Projekte zu verwirklichen. Über die Laufzeit des Projektes lernen sie unter anderem durch die Walt-Disney-Methode, ihren Stadtteil aktiv nach ihren Wünschen und Vorstellungen zu gestalten und zu verändern. Nach Ende der Laufzeit von einem Jahr sollen die Jugendlichen bei einer neuen Gruppe die erlernten Methoden anwenden und dadurch die Experten werden, wenn es darum geht, die Nachbarschaft aktiv zu gestalten und Verantwortung für den eigenen Lebensraum zu übernehmen.

Projektablauf (Dauer, Bausteine, Instrumente, Personaleinsatz)

Im Baustein "Aktive Nachbarschaft" wird ein Change Maker LAB die Jugendlichen darin unterstützen, ihr eigenes Quartier mit zu gestalten. Mit den Instrumenten: Quartiersbegehung, Bedürfnisanalyse und Ideenentwicklung in Workshop-Formaten, Umsetzung als Aktionen und in eigenen Projekten, Multiplikatoren-Schulungen.
Im Baustein "gesundes Aufwachsen" steht das Thema körperliche Selbstbestimmung mit dem Fokus auf Liebe, Lust, Partnerschaft, Körperbilder, Selbstwert und Ernährung im Vordergrund. Mit den Instrumenten: Aufklärungs- und Empowernment-Gespräche, (neue) Medien, Gemeinschaftsgarten und Kochgruppen, politische Bildung.

Beteiligte Akteure / Kooperationspartner

Jugendamt Wuppertal, Ressort Zuwanderung und Integration, AWO KiJu Treff, Bürgerbeteiligung Stadt Wuppertal, ZdI BeST Quartierslabor, Utopiastadt gGmbH, Pro Familia, Hofkooperative Vorberg e.V., Stark fürs Leben! e.V., private ehrenamtliche Coaching-Anbieterinnen und -Anbieter, Forum:Mirke, Arbeitskreis Nordstadt

Wuppertal: Projekt "Jugend im Quartier Barmen Mitte"
Allgemeine Angaben zum Projekt
Projekttitel

Jugend im Quartier Barmen Mitte

Projektträger

Stadt Wuppertal

Projektstandort

Wuppertaler Quartier Barmen Mitte

geplanter Förderzeitraum

01.04.2021 - 31.12.2021

Projektbeginn

2021

Kreis/kreisfreie Stadt

Stadt Wuppertal

Kontakt

Tina Müller
Tel.: 0202 / 563 2808
E-Mail: tina.mueller@stadt.wuppertal.de
Internet: www.wuppertal.de

Ziele und Methoden des Projekts
Örtliche Rahmenbedingungen / Eckdaten
Problemlage

Die gesamtstädtische Armutsquote von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahre betrug 2017 in Wuppertal 30 % und liegt damit deutlich über dem Landesdurchschnitt. Gemessen an der Mindestsicherungsquote verteilt sich die Armut der Kinder und Jugendlichen auf 28 Quartiere mit über 30%, wovon 15 Quartiere über 40% aufweisen.
Das Quartier Barmen Mitte besitzt mit 47% die fünfthöchste Armutsquote bei den Kindern und Jugendlichen aller 69 Quartiere Wuppertals. Jeder fünfte Bewohner im Quartier ist ein Kind unter  18 Jahren bei gleichzeitig höchster Migrationsquote unter den Kindern und Jugendlichen und ihren Familien.
Barmen Mitte gehört zum Stadtteil Barmen und ist ein innerstädtisches Quartier mit urbaner Infrastruktur, in dem Konflikte zwischen und mit Jugendlichen eskalierten. Die Altersspanne der Jugendlichen reicht dabei von 14 + bis über das 18. Lebensjahr hinaus. Die Jugendgruppen sind altersheterogen. Auch der Migrationshintergrund ist vielfältig, mehrheitlich sind es in Wuppertal aufgewachsene, einheimische Jugendliche, zu denen neu Zugewanderte hinzukommen. Barmen Mitte weist neben einem der akutesten Handlungsbedarfe bzgl. Jugendlicher die geringste soziale Infrastruktur aus.
In Barmen Mitte fehlt es an niederschwelligen kinder-, jugend- und stadtteilgerechten Angeboten.
Ursprünglich hatte ein städtisches Jugendcafé den großen Bedarf in Barmen Mitte aufgedeckt, weil zuletzt über 70 Jugendliche regelmäßig das Café aufsuchten, was zu erheblichen Auseinandersetzungen mit der Anwohnerschaft und angrenzenden Geschäftsleuten führte. Aufgrund der Konflikte musste das Café schließen.

Ziele / erwartete Ergebnisse
  • Kontakt - und Vertrauensaufbau zu rund 70 Jugendlichen an ihren Treffpunkten in einem der Quartiere,
  • Zusammenarbeit mit dem neuen Jugendcafé führt zu konflikfreier Nutzung und Entspanung der Situation im öffentlichen Raum,
  • Jugendliche nehmen an beteiligungsorientierten Aktivitäten zu gesellschaftl. und berufl. Themen teil,
  • Kooperationsnetzwerk für jugendgerechte Angebote wird geschaffen, soziale Anbindung entsteht,
  • Jugendliche gewinnen berufliche Orientierung, können in Praktika und andere Maßnahmen vermittelt werden,
  • weniger Konflikte zwischen Jugendlichen und Nachbarschaft, mehr Akzeptanz im öffentlichen Raum des Quartiers, positive Wahrnehmung und Berichterstattung,
  • Mitwirkung vieler Fachdienste, gesellschaftlich relevanter Kräfte,
  • Überwindung von Armut und ihren negativen Folgen
Projektablauf (Dauer, Bausteine, Instrumente, Personaleinsatz)
  • MS 1 nach 3 Mon.: Lenkungsgruppe und Projektteam sind initialisiert; Ansprechpersonen im Quartier bekannt; Kontakt zu ZG hergestellt; Jugendcafé wird von den Jugendlichen besucht
  • MS 2 nach 6 Monaten:erste Angebote durchgeführt, Vermittlung von Jugendlichen in Praktika und andere Maßnahmen
  • MS 3 nach 9 Mon.: viele Jugendliche sind beruflich orientiert, in Praktika und andere Maßnahmen vermittelt, sozial angebunden; Miteinander von Jugendlichen und Nachbarschaft ist weniger konflikthaft, Jugendliche sind im öffentlichen Raum akzeptierter und verhalten sich sozial adäquater, positive Berichterstattung hat stattgefunden.
Beteiligte Akteure / Kooperationspartner

Städtische Ressorts: Kinder, Jugend und Familie, Zuwanderung und Integration, Jobcenter AöR, Schulen, OGS, Tageseinrichtung für Kinder, ev. und kath. Familienbildungsstätten, Vereine, Migrantenorganisationen, Flüchtlingsinitiativen, Arbeitgeber u.v.m.

Wuppertal: Projekt "QARLA"
Allgemeine Angaben zum Projekt
Projekttitel

QARLA

Projektträger

GESA gGmbH

Projektstandort

Gennebrecker Str.19, 42279 Wuppertal

geplanter Förderzeitraum

01.01.2021 - 31.12.2021

Projektbeginn

2021

Kreis/kreisfreie Stadt

Stadt Wuppertal

Kontakt

Julja Wolter
Tel.: 0202 / 28110131
E-Mail: projektentwicklung@gesaonline.de
Internet: www.gesaonline.de

Ziele und Methoden des Projekts
Örtliche Rahmenbedingungen / Eckdaten
Problemlage

Wuppertal ist besonders von Kinderarmut betroffen. Jedes dritte Kind gilt hier als arm. Dabei weist das Programmgebiet Oberbarmen-Wichlinghausen einen besonderen Handlungsbedarf auf, der sich in dem vorliegenden integrierten Handlungskonzept „Soziale Stadt“ widerspiegelt. Die Daten, die auf eine besondere Einkommensarmut hinweisen, liegen deutlich über dem gesamtstädtischen Durchschnitt: Das Gebiet umfasst die vier Quartiere Oberbarmen-Schwarzbach, Wichlinghausen-Süd, Wichlingshausen-Nord und Hilgershöhe. Im Programmgebiet wohnen 29.819 Menschen, das entspricht ca. 9,5% der Bevölkerung in Wuppertal. Das Gebiet zählt in Wuppertal zu den strukturschwächsten Stadtteilen und ist im Vergleich zum übrigen Stadtgebiet überdurchschnittlich hoch von sozialen Problemen (u.a. Einkommensarmut, hoher Anteil von Menschen mit Transferleistungen) betroffen. Die Daten, die auf eine besondere Einkommensarmut hinweisen, liegen deutlich über dem gesamtstädtischen Durchschnitt: Die Zahl der Personen, die SGB II-Leistungen beziehen, liegt ca. 10 % über dem gesamtstädtischen Durchschnitt.

Eine besondere Problematik weist die soziale Situation der unter 18-Jährigen auf. In Wichlinghausen-Süd liegt der Anteil der Heranwachsenden und Kinder, die Leistungen nach dem SGB II erhalten (Mindestsicherungsquote), mit 47,05% deutlich über dem städtischen Gesamtmittelwert von insgesamt 30%. In Wichlinghausen-Nord liegt die Quote bei 36,93%, in Oberbarmen bei 46,79%. Fast 30% der Haushalte mit Kindern sind in Oberbarmen Alleinerziehenden-Haushalte. Auch dieser Wert liegt über dem städtischen Durchschnitt (25,6%). Ende 2017 bezogen 51,1% der Alleinerziehenden in Wuppertal Leistungen nach dem SGB II. In Oberbarmen lag der Anteil der Alleinerziehenden im SGB II-Bezug bei 60,7%. Damit liegt Wuppertal im Allgemeinen und vor allem Oberbarmen weit über dem Landesdurchschnitt der Haushalte von 7 %. Die Kinder alleinerziehender und nicht-erwerbstätiger Mütter und Väter sind hierbei besonders von Armut betroffen. Deshalb sollen in diesem besonders betroffenen Stadtgebiet wohnortnahe Angebote für von Armut bedrohte Heranwachsende, Kinder und deren Eltern mit einer niedrigen Zugangsbarriere zur Verfügung gestellt werden.

Ziele / erwartete Ergebnisse

Das Projekt hat zum Ziel, bestehende Angebote und Förderungen für Kinder und deren Eltern zugänglich zu machen. Besonderes Merkmal dieses Projektes ist die aufsuchende Arbeit im Quartier. So können auch Teilnehmende erreicht werden, die diese Hilfsangebote nicht aus eigenem Antrieb in Anspruch nehmen und bei der Kontaktaufnahme und der Verfestigung der Anbindung Hilfestellungen benötigen. Dies kann z. B. zu einem frühen Zeitpunkt die Unterstützung bei der Klärung der Betreuungssituation sein. Zudem sollen jungen Menschen durch Resilienztrainings Methoden an die Hand geben werden, zukünftige Herausforderungen zu bewältigen. Ziel ist es, sowohl durch die Stärkung der Eltern, aber vor allem durch die Unterstützung und Begleitung von und Arbeit mit den Kindern Kinderarmut zu bekämpfen und den Armutskreislauf zu durchbrechen.

Die konkret zu erwartenden Ergebnisse sind:

  • Verbesserung des Zugangs von Eltern, Kindern und Heranwachsenden zu Unterstützungs-, Betreuungs- und Förderangeboten
  • Verbesserung der Fähigkeit der Kinder und Jugendlichen, herausfordernde Ereignisse und Erlebnisse zu bewältigen und eine tragfähige Zukunftsperspektive zu entwickeln
Projektablauf (Dauer, Bausteine, Instrumente, Personaleinsatz)

QARLA setzt sich aus 5 Bausteinen zusammen: der aufsuchenden Arbeit, der offenen und Einzelfallberatung, den Lotsen-Abenden, den Resilienzworkshops in Schulen sowie der Übergangsberatung an der Schnittstelle Schule/Beruf. Die Ausgestaltung und Umsetzung erfolgt durch eine sozialpädagogische Fachkraft, die eine langjährige Erfahrung als Quartierskümmerin und damit der Begleitung und Beratung betroffener Familien hat und mit sämtlichen Anlaufstellen und Einrichtungen in Oberbarmen/Wichlinghausen vertraut ist.

Im Rahmen der Tätigkeit werden Menschen im Projektgebiet vor Ort durch die Quartierskümmerin betreut und engmaschig begleitet. Gleichzeitig ist sie telefonisch und über E-Mail erreichbar. Alle Netzwerkpartner übernehmen ebenfalls eine Verweisfunktion. Die Mitarbeiterin kann von der guten Vernetzung des Vorgängerprojektes POWER profitieren und so schnell feste Angebote bei Schulen und Kindergärten im Quartier installieren. Im Rahmen des Coachings wird mit den Familien in intensiven Einzelgesprächen der jeweilige Bedarf ermittelt und die weiteren Schritte geplant. Es gibt verschiedene Arten der Hilfestellung für die Teilnehmenden, zum einen die Vermittlung in bereits bestehende Projekte oder Angebote, zum anderen der Übergang in die verschiedenen Bausteine von QARLA. Das Beratungsangebot bleibt fortlaufend bestehend, hierfür existiert keine zeitliche Begrenzung. Die Workshops zur Resilienzförderung der Kinder und Jugendlichen werden regelmäßig an den Schulen im Programmgebiet angeboten. Die individuelle Beratung und Begleitung der Kinder und Jugendlichen bezüglich der beruflichen Orientierung findet einmal wöchentlich statt.

Beteiligte Akteure / Kooperationspartner

Mit Start des Projektes QARLA kann auf ein gut etabliertes Netzwerk im Quartier zurückgegriffen werden. Es bestehen zuverlässige Kooperationen mit Schulen, Kindergärten und Jugendzentren im Projektgebiet. Zudem besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Quartiersbüro 422, der Stadt Wuppertal, der Kommunalen Koordinierung im Übergangssystem Schule-Beruf und hier insbesondere mit dem Jugendamt und dem Ressort 204, und weiteren freien Trägern wie SkF, SKJ, der Diakonie und dem Stadtsportbund. Besonders hervorzuheben ist die langjährige gute Zusammenarbeit mit der Jobcenter Wuppertal AöR, die u.a. im Hinblick auf Anschlussperspektiven ein wichtiger Ansprechpartner für die Projektteilnehmenden sein wird.

Wuppertal: Projekt "Sozialtherapeutische Beratung und Unterstützung von Kindern und ihren Eltern im Rahmen der 'KinderStube'"
Allgemeine Angaben zum Projekt
Projekttitel

Sozialtherapeutische Beratung und Unterstützung von Kindern und ihren Eltern im Rahmen der 'KinderStube'

Projektträger

Sozialtherapeutische Kinder- und Jugendarbeit e. V.

Projektstandort

SKJ e. V., Wichlinghauser Str. 74-76, 42277 Wuppertal

geplanter Förderzeitraum

01.01.2021 - 31.12.2021

Projektbeginn

2021

Kreis/kreisfreie Stadt

Stadt Wuppertal

Kontakt

Marko Golub
Tel.: 0202 / 71811225
E-Mail: golub@skj.de
Internet: www.skj.de

Ziele und Methoden des Projekts
Örtliche Rahmenbedingungen / Eckdaten
Problemlage

Das Projekt „Die sozialtherapeutische Beratung und Unterstützung von Kindern im Rahmen der KinderStube“ wird in den Räumlichkeiten des Stadtteiltreffs „Offenes Ohr“ des SKJ e.V. stattfinden. In Oberbarmen-Wichlinghausen leben viele Kinder von alleinerziehenden Müttern und Vätern, Kinder mit Migrationshintergrund, Kinder in einer SGB II-Bedarfsgemeinschaft sowie durchschnittlich viele kinderreiche Familien. Gleichzeitig ist bekannt, dass Arbeitslosigkeit und Migration Hauptursachen für Kinderarmut sind. Und in der Corona-Zeit verschärft sich die Situation deutlich. Arme Kinder leiden aufgrund ihrer Familiensituation unter körperlichen und seelischen Belastungen, haben schlechtere Aussichten für ihre schulische und berufliche Ausbildung, werden schlechter mit materiellen Gütern versorgt, sind zuweilen schlecht ernährt, haben oft weniger soziale Kontakte und Freunde. Die Kinder empfinden ihre Armut als diskriminierend, ausgrenzend und beschämend. Hohe und langanhaltende Arbeitslosigkeit in diesem Stadtteil erfordert, neben unmittelbar auf die Integration in den Arbeitsmarkt ausgerichteten Maßnahmen, zusätzlich flankierende Ansätze und Hilfestellungen, um Kinderarmut entgegenzuwirken.
Die Beratung will vor Ort Kinder unabhängig von ihrer Religion, Nationalität oder Herkunft sowie der aktuellen Familiensituation ansprechen. Da Kinderarmut in erster Linie auf die Familienarmut zurückzuführen ist, sollen unsere pädagogischen Mitarbeitenden Eltern zur Seite stehen.

Ziele / erwartete Ergebnisse

Ziel des Projektes ist es, durch eine professionelle pädagogische Fachkraft vor Ort individuelle sowie gruppenspezifische Handlungsmöglichkeiten für die Betroffenen durch Beratungs- und Unterstützungsangebote sowie durch begleitende Hilfen zu fördern und Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Den betroffenen Kindern in sozial benachteiligten Lebenslagen werden somit Ressourcen bzw. Kompetenzen vermittelt, die sie dazu befähigen, sich sozial zu (re)integrieren. Handlungsleitend ist hierbei ein lebenswelt- und sozialraumbezogener Arbeitsansatz unter Berücksichtigung der individuellen, sozialen und familiären Ressourcen.
Neben einer gesunden Ernährung hat das Projekt die aktive Förderung in den Bereichen der Bildung sowie sozialen Entwicklung zum Ziel.
Die Ursachen der Armut sollen im Blick behalten und bestenfalls reduziert werden. Die allgemein fachlichen Maßstäbe bezogen auf unsere Arbeit hierfür sind beispielsweise die Prävention im Sinne von Bewältigung familiärer oder persönlicher Krisen sowie die Auseinandersetzung mit der aktuellen Situation. Neue Verhaltensstrategien sollen gemeinsam herausgearbeitet und eingeübt werden. Die pädagogischen Mitarbeitenden kooperieren mit Schulen, Betrieben, Behörden, Ä̈rzten, Therapeuten, Freizeiteinrichtungen, Beratungsstellen etc., um den Familien eine möglichst umfangreiche Unterstützung anzubieten.
Ein weiteres Ziel ist die Integration der Kinder und Eltern beispielsweise durch die Stabilisierung der ökonomischen, sozialen und innerfamiliären Verhältnisse oder durch die Vermittlung von Werten und Normen unserer Gesellschaft. Die Teilnahme am Angebot beruht zudem auf Freiwilligkeit und Akzeptanz.

Projektablauf (Dauer, Bausteine, Instrumente, Personaleinsatz)

Die 'KinderStube' bietet täglich 12 bis 15 Grundschulkindern zwischen 6 und 12 Jahren aus sozial benachteiligten Familien eine Hausaufgabenbetreuung an. Zusätzlich wird ein gemeinsames, für die Kinder kostenloses Mittagessen eingenommen, wobei insgesamt auf eine gesunde Ernährung geachtet wird.
Um die Kinder sowie ihre Eltern adäquat zu unterstützen, wünschen wir uns eine professionelle Fachkraft mit 29,25 Std./Woche, die für die "KinderStube" zuständig ist. Gleichzeitig soll eine kaufmännische Fachkraft mit 3,9 Std/Wo die KinderStube bei Dokumentation, Einkäufen von Spiel- und Bastelmaterialien unterstützen.
Tätige Fachberatungskräfte verfügen u.a. über ein Diplom, Bachelor- oder Master-Abschluss der Sozialarbeit oder Sozialpädagogik.
Die Beratungskraft wirkt Ausgrenzung der Betroffenen im Sinne sozialer Inklusion entgegen und leistet damit einen wesentlichen Beitrag und die Voraussetzung zur Integration in unsere Gesellschaft. Während der Betreuungszeit wird soziales Lernen durch das tägliche Zusammensein mit Gleichaltrigen ermöglicht und den Familien Unterstützung bei der Alltagsbewältigung in Form von Beratungsgesprächen, Hausbesuchen oder der Begleitung zu Behörden, Ärzten etc. angeboten.
Es wird an aktuellen Themen/Fragen gearbeitet, die Kinder und ihre Eltern werden ermuntert, Erlebnisse, Verlust, Trauer bzw. Situationen zu schildern.
Auch jetzt in der Corona-Zeit, unter Berücksichtigung individueller Fähigkeiten, Motivation und Voraussetzungen der Mädchen und Jungen, werden Inhalte wie beispielsweise die physische und psychische Belastbarkeit der Kinder, die Lernorganisation und Lernmöglichkeiten gefördert.
Die "KinderStube" ist an festen Tagen in der Woche (mindestens 5 Std./Tag) geöffnet. Einige Aktionen mit den Kindern können auch am Samstag bzw. Sonntag geplant und unternommen werden.

Beteiligte Akteure / Kooperationspartner

Die Mitarbeitenden des Projekts werden in ihren Einarbeitungsphasen verschiedenen Kooperationspartnern vorgestellt, um langjährige Kontakte zu knüpfen. Besonders in der Anfangsphase des Projektes wird es eine starke Ausrichtung auf den Sozialraum geben.
Seit mehreren Jahren pflegen wir beispielsweise Kontakte zum Sana-Klinikum, Diakonie Wuppertal, Kinderschutzbund, Wuppertaler Tafel, WIN-Wuppertal in Not, Kindertal, Winzig-Stiftung, Brockenhaus und div. weiteren Akteuren in der Umgebung.
Wird während der KinderStube-Zeit festgestellt, dass eine andere Fachstelle für die Lösung eines Problems geeigneter ist, wird die Familie des Kindes über das Angebot des zuständigen Trägers informiert.

Wuppertal: Projekt "Vereint für gesundes Aufwachsen in Oberbarmen"
Allgemeine Angaben zum Projekt
Projekttitel

Vereint für gesundes Aufwachsen in Oberbarmen

Projektträger

Färberei e.V.

Projektstandort

Wuppertal Oberbarmen, Wichlinghausen (Gebiet der Sozialen Stadt)

geplanter Förderzeitraum

01.01.2021 - 31.12.2021

Projektbeginn

2021

Kreis/kreisfreie Stadt

Stadt Wuppertal

Kontakt

Gisela Kettner
Tel.: 0171 / 6423168
E-Mail: giselakettner@yahoo.de
Internet: www.faerberei-wuppertal.de

Ziele und Methoden des Projekts
Örtliche Rahmenbedingungen / Eckdaten
Problemlage

Oberbarmen ist ein Gebiet mit einem integrierten Handlungskonzept in der Förderung „Soziale Stadt“. Hier zeigt sich eine hohe Zuwanderung von geflüchteten Menschen, sowie von zugezogenen EU-Bürgern aus Südosteuropa.
Oberbarmen hat im Vergleich zu anderen Stadtteilen einen besonders hohen Prozentsatz an Menschen in Arbeitslosigkeit oder im SGB II Bezug. Im Vergleich zu anderen Stadtteilen leben hier die meisten Kinder und Jugendlichen.
Diese sind in dem Stadtteil Oberbarmen/Wichlinghausen besonders häufig von Armut bedroht, was die Coronapandemie noch verstärkt hat. Keine oder wenig Schule, verkürzte Zeiten der Offenen Türen belasten die Kinder und Familien stark, wie die Sorgen der Eltern.

Ziele / erwartete Ergebnisse

Ziel ist, durch die Organisation/Durchführung von Angeboten für benachteiligte Kinder/Familien, und Jugendliche zur Prävention und Gesundheitsförderung - vor allem durch künstlerische Aktivitäten rund ums Thema Gesundheit. Mit dieser Methode wird die seelische Gesundheit der Heranwachsenden gestärkt und sie werden resilienter. Das Erleben von Selbstwirksamkeit, Experimentierfreude, Lösungsorientierung sind Eigenschaften, die gerade für die Zielgruppe besonders wichtig sind. Themen sind die der gesunden Ernährung, Natur, gesunde Lebensführung. Methode sind unterschiedlichste künstlerische und gestalterische Mittel. Künstlerische Tätigkeit wird einen Beitrag zur Gesundheit liefern.

Projektablauf (Dauer, Bausteine, Instrumente, Personaleinsatz)

Die Projektmitarbeitende (30 Wochenstunden) bietet an: Gestaltungskurse für Kinder ab Januar 2021 regelmäßig  für Kinder ab 3 Jahre aus dem Stadtteil: KiTas, CVJM Oberbarmen, SKF, mitunter auch gemeinsam mit ihren Müttern oder Vätern.
Wöchentlich Offenes Atelier für Jugendliche und Eltern.
Austausch "Was ist gesund?", Beratungen der Verbraucherberatung (Organisation).
Kurse mit den Müttern aus den Sprachkursen der Akzentschule.
Außerdem Organisation von Angeboten der kooperierenden Vereine: Schwimmkurse, Sportveranstaltungen, soweit dies alles mit Corona möglich ist. Onlineangebote sind für die Zielgruppe nicht geeignet: Man muss im Zweifel die Gruppen so klein wie möglich machen und/oder draußen arbeiten.

Beteiligte Akteure / Kooperationspartner

Ost-West Integrationszentrum e.V.; Hilfe und Integrationsverein e.V.; Refugio e.V.; DUNUA e.V.; Akzentschule; IB. SKF Oberbarmen; BOB Campus gGmbH; Quartierbüro 422

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