Zusammen im Quartier – Projekte in Leverkusen

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Zusammen im Quartier – Projekte in Leverkusen

Leverkusen-Manfort und -Alkenrath: Projekt "Zusammen im Quartier – Kinder stärken, Zukunft sichern"
Allgemeine Angaben zum Projekt
Projekttitel

Zusammen im Quartier – Kinder stärken, Zukunft sichern

Projektträger

Diakonisches Werk des Kirchenkreises Leverkusen

Projektstandort

Leverkusen-Manfort & Leverkusen-Alkenrath, Scharnhorststr. 40, 51377 Leverkusen & Graf Galen Platz 9, 51377 Leverkusen

geplanter Förderzeitraum

01.01.2021 - 31.12.2022

Projektbeginn

2021

Kreis/kreisfreie Stadt

Stadt Leverkusen

Kontakt

Thomas Holtzmann
Tel.: 02171 / 382712
E-Mail: Mail.thomas.holtzmann@diakonie-leverkusen.de
Internet: www.diakonie-leverkusen.de

Ziele und Methoden des Projekts
Örtliche Rahmenbedingungen / Eckdaten
Problemlage

MANFORT
Im Leverkusener Stadtteil Manfort leben 6.539 Einwohner.
Von den 6.539 Bürgern besitzen 4.767 Personen die deutsche Staatsbürgerschaft, 1.113 haben eine doppelte Staatsbürgerschaft und 1.772 Einwohner eine ausländische Staatsangehörigkeit. Somit setzt sich die Manforter Bevölkerung zu 44,1 % aus Doppelstaatlern und ausländischer Bevölkerung zusammen.
Betrachtet man den Anteil Manforter Bürgerinnen und Bürger, die in einer Bedarfsgemeinschaft leben, zeigen sich auch hier deutlich höhere Anteile (17,0 %) als im Leverkusener Gesamtvergleich (10,1%). Von den 17,0 % sind 365 (31,3 %) Minderjährige im Alter von 0 bis 18 Jahren betroffen. 1.068 der Jugendlichen und Heranwachsenden sind im Alter zwischen 10 und 25 Jahren.

Städtebaulich ist Manfort in vier statistische Bezirke unterteilt: in die Schleswig-Holsteinsiedlung, in das Manforter Gewerbegebiet/Nordost, in Manfort-Südost und in Manfort-Südwest. Für die beiden zuletzt genannten Bezirke ist belegt, dass die Bewohnerschaft bestimmter Straßenzüge verstärkt von Armut und sozialer Benachteiligung betroffen ist.
Ein besonderer Handlungsbedarf besteht bei den Hochhäusern auf der Gustav-Heinemann-Straße. In den Häusern leben viele Menschen mit Migrationshintergrund, welche zum Teil starke Defizite in der deutschen Sprache aufweisen. Zusätzlich ist es für diese Menschen schwerer, einen Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt zu finden. In der Gustav-Heinemann-Straße besteht seit 2010 der Manforter Laden. Der Stadtteilladen des Diakonischen Werks Leverkusen wird in Zusammenarbeit mit der Stadt Leverkusen betrieben und bildet einen Teil der Frühen Hilfen.
Für Familien mit älteren Kindern und Jugendlichen gibt es nur noch flankierende Angebote im Rahmen der Schulsozialarbeit an der Grund- und Hauptschule sowie im städt. Familienzentrum. Der Zugang zu den Angeboten ist durch die jeweilige Zugehörigkeit der Minderjährigen zu den Institutionen stark eingeschränkt.
Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit sind im Stadtteil Manfort noch nicht vorhanden, befinden sich zurzeit aber im Aufbau.
Das Nachbarschaftszentrum der Diakonie in der Johanneskirche befindet sich ebenfalls im Aufbau.
Gerade im belasteten Quartier Manfort-Südost gelingt der Übergang von den niederschwelligen Unterstützungsangeboten für Familien mit Kindern ab 3 Jahren noch nicht. Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene gibt es kaum Angebote, obwohl ein hoher Bedarf besteht.
Gerade diese Angebote werden von Familien nachgefragt, wie Ergebnisse von Befragungen u.a. durch GLIM - Gemeinsam Leben in Manfort (NRW – Zusammen im Quartier 2016-2017) und zusätzlich durch Befragungen im Manforter Laden ergeben haben.
Im Rahmen der Globalisierung stattfindenden sozialen und ökonomischen Veränderungen werden mehr Erwartungen an die individuellen Ressourcen und Leistungen gestellt. Diese sind notwendig, um typische Entwicklungsaufgaben wie den Übergang von der Schule in den Beruf bewältigen zu können, und gewährleisten damit die soziale Integration in die Gesellschaft.

ALKENRATH
Im Leverkusener Stadtteil Alkenrath leben 4.327 Einwohner.
Von den 4.327 Bürgern besitzen 3.212 Personen die deutsche Staatsbürgerschaft, 577 haben eine doppelte Staatsbürgerschaft und 1.115 Einwohner eine ausländische Staatsangehörigkeit. Somit setzt sich die Alkenrather Bevölkerung zu 39,1 % aus Doppelstaatlern und ausländischer Bevölkerung zusammen.
Betrachtet man den Anteil Alkenrather Bürger, die in einer Bedarfsgemeinschaft leben, zeigen sich auch hier deutlich höhere Anteile (21,3 %) als im Leverkusener Gesamtvergleich (10,1%). Von den 21,3 % sind 401 (42,1 %) Minderjährige im Alter von 0 bis 18 Jahren betroffen. 1.068 der Jugendlichen und Heranwachsenden sind im Alter zwischen 10 und 25 Jahren.

Im Leverkusener Stadtteil Alkenrath leben 4.327 Einwohner.
Von den 4.327 Bürgern besitzen 3.212 Personen die deutsche Staatsbürgerschaft, 577 haben eine doppelte Staatsbürgerschaft und 1.115 Einwohner eine ausländische  Staatsangehörigkeit. Somit setzt sich die Alkenrather Bevölkerung zu 39,1 % aus Doppelstaatlern und ausländischer Bevölkerung zusammen.
Betrachtet man den Anteil Alkenrather Bürger, die in einer Bedarfsgemeinschaft leben, zeigen sich auch hier deutlich höhere Anteile (21,3 %) als im Leverkusener Gesamtvergleich (10,1%). Von den 21,3 % sind 401 (42,1 %) Minderjährige im Alter von 0 bis 18 Jahren betroffen. 1.068 der Jugendlichen und Heranwachsenden sind im Alter zwischen 10 und 25 Jahren.

Städtebaulich ist Alkenrath in den letzten Jahrzehnten einem ständigen Wandel unterlegen. Gerade in Alkenrath-Nord, wo in den 1970er und 1980er Jahren meist Mitarbeiter der Bayer AG in den Wohnblöcken wohnten, leben heute vor allem Geringverdiener, Zuwanderer und Empfänger von Grundsicherungsleistungen. Für Alkenrath-Nord ist belegt, dass die Bewohnerschaft bestimmter Straßenzüge verstärkt von Armut und sozialer Benachteiligung betroffen ist.
In den Wohnblöcken leben viele Menschen mit Migrationshintergrund, welche zum Teil starke Defizite in der deutschen Sprache aufweisen.
Zusätzlich ist es für diese Menschen schwerer, einen Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt zu finden. Der Alkenrather Familientreff der Diakonie (seit Mai 2014) ist ein erster Ansatz, um Familien zu stärken und zu unterstützen. Dies geschieht im Rahmen eines niedrigschwelligen Angebotes mitten im Stadtteil, am Graf-Galen-Platz.
Das Angebot hat Vermittlungs- und Vernetzungscharakter für bildungsferne und in ihrer Sozialkompetenz eingeschränkte Familien.
Das Angebot ist als Präventionsmaßnahme zu verstehen, um die gesellschaftliche Teilhabe der Familien und deren Lebensqualität zu verbessern. Die Wahrnehmung von Bildungschancen und die Verbesserung von Sozialkompetenzen ist ebenfalls ein Ziel des Projektes. Im Alkenrather Familientreff wird Hilfe zur Stabilisierung und Existenzsicherung angeboten. Gleichermaßen werden vorhandene Ressourcen in der Familie aktiviert.
Für Familien mit älteren Kindern und Jugendlichen gibt es nur noch flankierende Angebote die dringend ausgebaut werden sollten.
Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit sind im Stadtteil Alkenrath nur rudimentär vorhanden. Gerade im belasteten Quartier Alkenrath gelingt der Übergang von den niederschwelligen Unterstützungsangeboten für Familien mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen noch nicht. Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene gibt es kaum Angebote, obwohl ein hoher Bedarf besteht.
Im Rahmen der Globalisierung stattfindenden sozialen und ökonomischen Veränderungen werden mehr Erwartungen an die individuellen Ressourcen und Leistungen gestellt. Diese sind notwendig, um typische Entwicklungsaufgaben wie den Übergang von der Schule in den Beruf bewältigen zu können, und gewährleisten damit die soziale Integration in die Gesellschaft.

Ziele / erwartete Ergebnisse

Ziel des Antrages ist es neue, niedrigschwellige und aktivierende Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Quartier zu etablieren. Dabei sollen durch die Quartierskümmerer vorhandene Netzwerke gestärkt, neue Kooperationen geknüpft und innovative Angebote entwickelt werden. Die Bündelung von Kompetenzen in den belasteten Quartieren soll dauerhaft die Unterstützung der Anbieter im Quartier sichern.

Quantitative Zielsetzung:
Innerhalb des Projektzeitraumes sollen 50-70 Jugendliche und junge Erwachsene aktiviert und unterstützt werden. Die Entwicklung und Förderung sozialer Kompetenzen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen stehen dabei im Vordergrund, um die Überführung in Ausbildung und Beruf sicherzustellen und die soziale Integration in die Gesellschaft zu sichern.

Qualitative Zielsetzung:

  • Aktivierung der Zielgruppe über die vor Ort vorhandenen Netzwerkpartner
  • Verbesserung der Teilhabe durch direkte Begleitung der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen (Ansprache & Aktivierung)
  • Schaffung von niederschwelligen Zugängen und Angeboten zur Stärkung der sozialen, persönlichen und sprachlichen Kompetenz
  • Vorhandene Netzwerkstrukturen stärken und weiter ausbauen
  • Unterstützung und gezielte Förderung beim Übergang Schule/Ausbildung/Beruf
  • Aufbau eines dauerhaften Quartiersbüros
  • Nachhaltigkeit:
    Nach Abschluss des Projektes sollen die erfolgreich aufgesetzten Angebote in bestehende Strukturen eingebunden werden.
Projektablauf (Dauer, Bausteine, Instrumente, Personaleinsatz)

Personaleinsatz:
Umsetzung der Maßnahmen durch zwei Fachkräfte (je 0,5 Stellenanteil)
Die Teilung der Stelle stellt sicher, dass in Vertretungszeiten (Urlaub, Krankheit, etc.) immer eine Ansprechperson zur Verfügung steht.

1. & 2. Und 3. Quartal 2021
Festlegung der Rahmenbedingungen für 2021, auch unter den Beschränkungen der Coronapandemie. Projektgruppe (Kooperationspartner), Treffen der Praktiker, Öffentlichkeitsarbeit, Kontaktaufnahme zu weiteren Akteuren im Quartier, die noch nicht zum Netzwerk gehören. Fortsetzung der Arbeit mit der der Zielgruppe.

Aufsuchende Arbeit durch die Quartierkümmerer, um Bedarfe und Ideen (aktivierende Befragung) der Zielgruppe und deren Eltern zu ermitteln und die neuen Angebote persönlich vorzustellen.

Die Angebote werden an bestehende Strukturen/Netzwerkpartner angebunden, um weiterhin die Nachhaltigkeit des Projektes zu sichern.

4. Quartal 2021
Treffen der Projektgruppe
Beginn des Ablösungsprozesses zur Sicherstellung der Nachhaltigkeit, Übergabe an einzelne Netzwerkpartner zur Fortsetzung der Angebote nach Projektende.

Beteiligte Akteure / Kooperationspartner

Stadt Leverkusen (Fachbereich Soziales und Fachbereich Jugend); Evangelisches Jugendwerk; Theodor-Wuppermann Hauptschule; Regenbogenschule (Grundschule); Manforter Laden & Alkenrather Familientreff (Diakonie); Erwerbslosenberatung (Diakonie); Städtisches Familienzentrum; Offene Jugendberufshilfe (Katholische Jugendagentur); Theodor Wuppermann Bildungswerk; Schuldnerberatung (Diakonie); Nachbarschaftstreff (Diakonie); Integrationsrat der Stadt Leverkusen; Quartiershausmeister der Job Service gGmbH; Evangelische Kirchengemeinde Alkenrath/Schlebusch; Vivawest-Stiftung

Leverkusen-Opladen: Projekt "Zusammen im Quartier – Kinder stärken, Zukunft sichern"
Allgemeine Angaben zum Projekt
Projekttitel

Zusammen im Quartier – Kinder stärken, Zukunft sichern

Projektträger

Katholische Jugendagentur Leverkusen, Rhein-Berg, Oberberg gGmbH

Projektstandort

Opladen

geplanter Förderzeitraum

01.01.2021 - 31.12.2022

Projektbeginn

2021

Kreis/kreisfreie Stadt

Stadt Leverkusen

Kontakt

Werner Schmitten
Tel.: 02202 / 9362234, 0170 / 3810317
E-Mail: werner.schmitten@kja-Iro.de
Internet: www.kja-lro.de

Ziele und Methoden des Projekts
Örtliche Rahmenbedingungen / Eckdaten
Problemlage

Datenanalyse Opladen
Im Leverkusener Stadtteil Opladen leben 24.632 Einwohner.
Von diesen besitzen 20.147 Personen die deutsche Staatsbürgerschaft, 2.179 haben eine doppelte Staatsbürgerschaft und 4.485 Einwohner eine ausländische Staatsangehörigkeit.
Somit setzt sich die Opladener Bevölkerung zu 27,0 % aus Doppelstaatlern und ausländischer Bevölkerung zusammen.

In Opladen leben 2.567 Menschen in einer Bedarfsgemeinschaft, dies entspricht einem Anteil von 10,4 % gemessen an der Gesamtbevölkerung in Opladen.
Mit 772 (20,7 %) Minderjährigen im Alter von 0 bis 18 Jahren, die in einer Bedarfsgemeinschaft leben, rangiert Opladen an dritter Stelle (von insgesamt 16).
(Quelle: Statistikstelle der Stadt Leverkusen, Stand 31.12.2017).
In den zentralen Opladener Quartieren, Neustadt, Schusterinsel und Zentrum liegt die Arbeitslosenquote zwischen 11-14.5% und damit ungleich höher als im übrigen Stadtgebiet. (Quelle Statistikstelle Stadt Leverkusen, Stand Dez. 2017).
Die Zahlen machen deutlich, dass im Stadtteil Opladen und hier insbesondere in den zentrumsnahen Quartieren viele Menschen mit eher geringem Einkommen zusammenkommen und sich hieraus besondere Herausforderungen der gesellschaftlichen Integration und im Miteinander ergeben.
Zentrale Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben und gesellschaftliche Teilhabe vieler junger Menschen sind gute Bildungsvoraussetzungen und eine gelingende berufliche Integration.

Städtebaulich ist in Opladen viel in Bewegung. Vor genau zehn Jahren wurde mit der Umgestaltung des ehemaligen Bahnausbesserungswerks begonnen und bis Ende 2020 entsteht unter dem Titel „Neue Bahnstadt“ ein komplett neuer Sozialraum mit direkter Anbindung an das Zentrum von Opladen. Neben Wohnungen, zahlreichen Firmenansiedlungen ist auch die Ansiedlung von Bildungseinrichtungen geplant bzw. schon umgesetzt.

Zusätzlich zum Bauprojekt „Neue Bahnstadt“ begann im Jahr 2012 die Erarbeitung des „Stadtteilentwicklungskonzept STEK“-Opladen. Nach erfolgreicher Antragstellung fördert das Land NRW 15 vorrangig bauliche Maßnahmen zur Attraktivierung des Stadtteils. Eine der geplanten Maßnahmen ist der Umbau der ehemaligen Hauptschule Hederichsfeld hin zu einem Quartierszentrum.

Das Vorhaben möchte genau an diesen beiden beschriebenen Entwicklungen anknüpfen und die Chancen, die sich durch die städtebaulichen Maßnahmen und das Stadtentwicklungskonzept für Opladen bieten, für junge Menschen mit schwierigen Ausgangsbedingungen beim Übergang von Schule in Arbeit oder Ausbildung nutzbar machen.

Durch das Projekt soll eine verstärkte Förderung mit Blick auf gelingende Bildungsübergänge für die Zielgruppe Jugendliche und junge Erwachsene bis maximal 27 Jahre erreicht werden. Bei der Entwicklung von beruflichen Perspektiven sollen insbesondere die sich in Opladen neu ansiedelnden Betriebe und Institutionen in den Blick genommen werden.
Anknüpfend an die bestehende Beratungs- und Clearingsstelle Offene Jugendberufshilfe und in Zusammenarbeit mit weiteren Opladener Akteuren wie der Mobilen Beratung der Caritas (Mokka Bus), der Anlauf- und Informationsstelle Opladener Laden, dem Sozialpsychiatrischen Zentrum (SPZ), dem Berufskolleg Opladen und weiteren Netzwerkpartnern sollen Jugendliche mit besonderen Schwierigkeiten erreicht und individuell begleitet werden.

Die Praxis zeigt, dass viele junge Menschen häufig mit einem Bündel von Problemlagen die Beratung aufsuchen, die über berufliche Fragestellungen weit hinausgehen und eine intensivere Begleitung und umfänglichere Hilfestellung erforderlich wäre. Da viele dieser jungen Menschen den Kontakt zu Unterstützungsangeboten des Jugendamtes oder der Arbeitsagentur nicht (mehr) suchen, sind hier rechtskreisunabhängige und sozialräumlich orientierte Angebote notwendig, um diese jungen Menschen zu erreichen und zu stärken.

Datenanalyse Rheindorf
Im Leverkusener Stadtteil Rheindorf leben 16.156 Einwohner.
Von diesen besitzen 13.531 Personen die deutsche Staatsbürgerschaft, 2.785 haben eine doppelte Staatsbürgerschaft und 2.625 Einwohner eine ausländische Staatsangehörigkeit.
Somit setzt sich die Rheindorfer Bevölkerung zu 33,5 % aus Doppelstaatlern und ausländischer Bevölkerung zusammen.
Betrachtet man den Anteil der Rheindorfer Bewohnerschaft, die in einer Bedarfsgemeinschaft lebt, zeigen sich auch hier deutlich höhere Anteile (14,5 %) als im Leverkusener Gesamtvergleich (10,7%). Von den 15,5 % sind 965 (29,3 %) Minderjährige im Alter von 0 bis 18 Jahren betroffen. (Quelle: Statistikstelle der Stadt Leverkusen, Stand 31.12.2017).

Städtebaulich ist Rheindorf in Süd und Nord zu unterteilen.
Im Rheindorfer Norden finden sich vorwiegend Mehrfamilienhäuser und Hochhaussiedlungen in Vermietung großer Wohnungsbaugesellschaften.
Im Rheindorfer Süden (am Rhein gelegen) finden sich überwiegend Einfamilien- und kleinere Mehrfamilienwohneinheiten.

Allein aus dieser Betrachtung lässt sich erahnen, dass im Rheindorfer Norden viele Menschen mit eher geringem Einkommen zusammenkommen und sich hieraus eher Herausforderungen der gesellschaftlichen Integration und im Miteinander ergeben.
Bewusst wurde aus diesem Grunde im Jahr 2006 der „Rheindorfer Laden“ – eine Anlauf- und Koordinierungsstelle für die Bewohnerschaft in Rheindorf-Nord geschaffen. Im Verbund bieten die KJA LRO gGmbH, der Caritasverband und die Stadt Leverkusen (Fachbereich Kinder und Jugend) sowie weitere soziale Dienstleister Beratungs- und Unterstützungsleistungen zur gelingenden sozialen und gesellschaftlichen Teilhabe.

Ziele / erwartete Ergebnisse

Schwerpunkt ist die Förderung gelingender Bildungsübergänge von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den Quartieren Opladen und Rheindorf durch niedrigschwellige, aufsuchende Angebote. In Zusammenarbeit mit der Beratungs- und Clearingstelle Offene Jugendberufshilfe wird die Zielgruppe aus einkommensschwachen Haushalten im Hinblick auf die gelingende Integration in Beschäftigung, Ausbildung und Arbeit individuell unterstützt und begleitet und deren soziale, sprachliche und psychische Kompetenz gestärkt.

Quantitative Zielsetzung
Innerhalb von 12 Monaten sollen 30 Jugendliche und junge Erwachsene hinsichtlich eines gelingenden Übergangs von der Schule in Beschäftigung, Ausbildung und Arbeit unterstützt werden. Gleichzeitig sollen die oftmals noch nicht gereiften Fähigkeiten hinsichtlich der sozialen, sprachlichen und psychischen Kompetenz durch geeignete individuelle und gruppenbezogene Förderangebote gestärkt werden.

Qualitative Zielsetzung

  • Ansprache und Aktivierung von 30 Jugendlichen und jungen Erwachsenen über die vor Ort etablierten Einrichtungen wie beispielsweise Berufskolleg Opladen, Opladener Laden, Mobile Beratung der Caritas (Mokka-Bus), Sozialpsychiatrisches Zentrum, Rheindorfer Laden, städtisches und evangelisches Jugendhaus
  • Gewährleistung der individuellen Förderung gelingender Bildungsübergänge von der Schule in Beschäftigung, Ausbildung und Arbeit
  • Umsetzung von Angeboten zur Stärkung der sozialen, sprachlichen und psychischen Kompetenz der Zielgruppe im Rahmen von Gruppenangeboten
  • Aktivierung der Zielgruppe zur Nutzung von Dienstleistungen der sozialen Dienstleister im Quartier
  • Akquise von Ausbildungs- Arbeits- und Praktikumsplätzen bei örtlichen Betrieben
  • Aktivierung und Beteiligung der Zielgruppe an Angeboten und Maßnahmen zur Verbesserung des Zusammenlebens im Quartier.
  • Stärkung vorhandener Netzwerkstrukturen und Verstetigung.

Nachhaltigkeit:
Nach Abschluss des Projektes sollen die erfolgreich erprobten Angebote möglichst in bestehende Angebotsstrukturen überführt und verstetigt werden.

Projektablauf (Dauer, Bausteine, Instrumente, Personaleinsatz)

Die bisherige Arbeit aus der Projektlaufzeit 2020 soll in 2021 fortgeführt
und weiter werden durch:

  • Ausbau der Kontakte durch aufsuchende Arbeit
  • Ermittlung von Unterstützungsbedarfen im Übergang Schule und Beruf sowie der sozialen, sprachlichen und psychischen Kompetenz
  • Aktivierung und Einbezug des Unterstützungsnetzwerkes der Zielgruppe in deren Lebensumfeld (Zusammenarbeit mit Eltern, Schule, Ausbildungsbetrieben, Unternehmen, sozialen Diensten im Quartier)
  • Umsetzung individueller und gruppenpädagogischer Förderangebote damit der Übergang von der Schule in Beschäftigung, Ausbildung und Arbeit gelingt (z. B. Berufswahltests, Bewerbungsworkshops)
  • Umsetzung individueller und gruppenpädagogischer Förderangebote zur Stärkung der sozialen, sprachlichen und psychischen Kompetenzen (z. B. Sprachförderangebote, freizeit- und kulturpädagogische Gruppenangebote)
  • Verstetigung der Zusammenarbeit mit den Netzwerkpartnern im Quartier
  • Aktivierung der Zielgruppe zur Nutzung bestehender Dienstleistungen der Anbieter im Quartier
  • Erhebung des Bedarfs der Zielgruppe zur Initiierung neuer, bedarfsgerechter Angebote zur gelingenden sozialen und beruflichen Integration
  • Planung und Umsetzung neuer und bedarfsgerechter Angebote zur gelingenden sozialen und beruflichen Integration
  • Aktivierung der Zielgruppe zur Beteiligung an der Vorbereitung und Durchführung von quartiersbezogenen Aktionen (z. B. Nachbarschafts-, Stadtteilfeste)
Beteiligte Akteure / Kooperationspartner

Stadtteilmanagement (Stadtteilentwicklungskonzept Opladen); Netzwerk Opladen (CBT Altenwohnheim); Opladener Laden (Kontakt- und Beratungsstelle der AWO); Offene Jugendberufshilfe (KJA LRO gGmbH); Jugendmigrationsdienst (KJA LRO gGmbH); Allgemeiner Sozialer Dienst (Fachbereich Kinder und Jugend); Ambulante Erziehungshilfe ( KJA LRO gGmbH); Weiterführende Schulen im Stadtteil; Haus der Jugend (Stadt Leverkusen); Jugendkirche Leverkusen (KJA LRO gGmbH); Rheindorfer Laden (Fachbereich Kinder und Jugend, Caritasvervband Leverkusen, KJA LRO gGmbH); Familienpädagogischer Dienst (Caritasverband Leverkusen); Kinder- und Jugendhaus (Fachbereich Kinder und Jugend); Jugendhaus (Evangelische Kirche); Bauspielplatz Rheindorf (Evangelische und Katholische Kirche); Gesamtschule Rheindorf, Quartiershausmeister (Job Service Leverkusen gGmbH); Wohnungsgesellschaft Leverkusen (WGL)

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