Zusammen im Quartier – Projekte in Bonn

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Zusammen im Quartier – Projekte in Bonn

Bonn: Projekt "Bewegung mit Tomatensoße - Gesundes und Experimentelles für Kinder und Jugendliche im Bonner Norden"
Allgemeine Angaben zum Projekt
Projekttitel

Bewegung mit Tomatensoße - Gesundes und Experimentelles für Kinder und Jugendliche im Bonner Norden

Projektträger

Abenteuer Lernen e.V.

Projektstandort

Bonn

geplanter Förderzeitraum

01.01.2021 - 31.12.2022

Projektbeginn

2019

Kreis/kreisfreie Stadt

Stadt Bonn

Kontakt

Dr. Erika Luck-Haller
Tel.: 0228 / 44 29 03
E-Mail: info@abenteuerlernen.org
Internet: www.abenteuerlernen.org

Ziele und Methoden des Projekts
Örtliche Rahmenbedingungen / Eckdaten
Problemlage

Das Projekt wendet sich an das Quartier „Bonner Norden“.
Abenteuer Lernen e.V. wird hier mit zahlreichen Kinder- und Jugendeinrichtungen (Familienzentren, Kindergärten, Grundschulen, offenen Ganztagsschulen, weiterführenden Schulen) zusammenarbeiten.

Die Kinder im Bonner Norden haben zum großen Teil Migrationshintergrund. Viele Kinder leben von Hartz IV und haben geringe Chancen auf Teilhabe. Der Erfahrungsraum dieser Kinder ist sehr begrenzt. Die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung sind gering. Die Kinder und Jugendlichen erfahren wenig positive Aufmerksamkeit und Anerkennung.

Ziele / erwartete Ergebnisse

Den Kindern werden Erfahrungsmöglichkeiten in folgenden Bereichen geboten:

  • Bewegung
  • Ernährung und Gesundheit
  • naturwissenschaftliches Experimentieren
  • Kunst und Handwerk

Übergeordnete Ziele:

  • Stärkung der Selbstwirksamkeit
  • körperliche Selbsterfahrung
  • soziale Stärkung jedes einzelnen Kindes
  • Teamstärkung für Kindergartengruppen und Klassen
  • Bildung für nachhaltige Entwicklung
Projektablauf (Dauer, Bausteine, Instrumente, Personaleinsatz)

Über erfahrungsorientierte, animierende Angebote für Kinder und Jugendliche soll die Selbstwirksamkeit jedes einzelnen Kindes gestärkt werden.
Die Kinder können sich selbst ausprobieren und so Zutrauen in ihre eigenen Fähigkeiten bekommen.  
Im Mittelpunkt steht immer das Kind, d.h. die Kurse richten sich in jedem Fall auch nach den individuellen Bedürfnissen der Teilnehmer. Dabei geht es nicht in erster Linie darum, etwas „beizubringen“, vielmehr geht es darum, diese für Kinder und Jugendliche spannenden Felder so zu nutzen, dass die Kinder persönlich gestärkt werden.
Die Angebote sollen vor Ort in der jeweiligen Schule/Kita/Jugendzentrum bzw. im schulischen Umfeld (Stadtteil, Wald, Wiese...) stattfinden. Über diesen aufsuchenden Ansatz werden viele Kinder/Jugendliche  erreicht, die sonst kaum eine Chance auf Teilhabe haben. Durch positive Lernanreize wird nicht nur das Selbstbewusstsein  aufgebaut, sondern auch der Zusammenhalt in der Gruppe gestärkt. Auch Kinder/Jugendliche, die wenig Erfolg in der Schule haben, finden Felder, in denen sie ihre Fähigkeiten zeigen können. Neben dem aufsuchenden Angebot sollen Gruppen Abenteuer Lernen als Exkursionsort besuchen können und die Angebote in Tages-Workshops wahrnehmen.
Bedingt durch die Corona-Pandemie kann es zeitweise unmöglich werden, Präsenzangebote durchzuführen. Wie schon im letzten Förderzeitraum werden wir in diesem Fall Ersatzangebote machen (Materialkisten mit Anleitungen für Familien; diese werden wir zu den Kindern vor Ort bringen.). Dieser Ansatz hat sich in 2020 sehr bewährt.

Beteiligte Akteure / Kooperationspartner

Freiherr-vom Stein-Realschule, Tannenbusch; Bernhardschule, Bonn-Auerberg; Familienzentrum Medinghoven; Jugendamt der Stadt Bonn;Jugendzentrum Uns Huus; Jugendzentrum Auerberg; Jugendhaus Brücke (Tannenbusch) Kettelerschule Bonn-Dransdorf und andere

Bonn: Projekt "German Angel - ZiQ 2021 - Kinder & Jugendliche stärken - Zukunft sichern"
Allgemeine Angaben zum Projekt
Projekttitel

German Angel - ZiQ 2021 - Kinder & Jugendliche stärken - Zukunft sichern

Projektträger

German Angel Initiative gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt)

Projektstandort

Bonn

geplanter Förderzeitraum

01.01.2021 - 31.12.2022

Projektbeginn

2019

Kreis/kreisfreie Stadt

Stadt Bonn

Kontakt

Thomas Medori
Tel.: 0176 / 66883492
E-Mail: finance@german-angel.de
Internet: www.german-angel.de

Ziele und Methoden des Projekts
Örtliche Rahmenbedingungen / Eckdaten
Problemlage

20% der Kinder in Bonn erhalten Unterstützung nach SGB II. Diese Tatsache bedeutet, dass allein auf struktureller Ebene jedes fünfte Kind in Bonn soziale Benachteiligung erfährt. Besonders hoch ist dieser Anteil an Kindern in den Stadtteilen Alt-Tannenbusch, Neu-Tannenbusch, Hardtberg, Pennenfeld und Lannesdorf. Zur finanziellen Armut gehört häufig leider auch die Bildungsarmut. Faire Bildungs- und Teilhabechancen bleiben den Kindern und Jugendlichen verwehrt. Die schlechteren Zugangschancen z.B. zu einer betrieblichen Ausbildung haben zur Folge, dass das Arbeitslosigkeitsrisiko ohne Berufsabschluss deutlich steigt.

Ziele / erwartete Ergebnisse
  • Kinder und Jugendliche von der 1. Klasse bis zu ihrem Abschluss und dann bis zu ihrem Einstieg in die Weiterbildung unterstützen und bestmöglich vorbereiten.
  • Bildungsdefizite so früh wie möglich ausgleichen (Grundschule) und dadurch den Schritt auf eine bessere weiterführende Schule ermöglichen.
  • Der Übergang zur weiterführenden Schule wird weiter betreut, damit keine neuen Defizite entstehen.
  • Nach erfolgreichem Schulabschluss in die Weiterbildung bringen.
  • Die Jugendlichen bei der beruflichen Zukunftsgestaltung unterstützen.
Projektablauf (Dauer, Bausteine, Instrumente, Personaleinsatz)

Teacher-Assistant 1. Klasse - 7.Klasse, im schulischen Rahmen
Online-Lernhilfe 3. Klasse- Abschlussklasse
Zukunfts-Coachings: Aufbau der neuen Coachings ab dem 01.01.21, Umsetzung ab März

Personaleinsatz & Projektleitung:
Jenny Kowalczyk
Christoph Hamm
+ ca. 50 ehrenamtlich engagierte Studierende

Beteiligte Akteure / Kooperationspartner Elsa-Brandström-Schule (EBS), Carl-Schurz-Schule (CSGS), Realschule Hardtberg (RSH), Freiherr-vom-Stein-Realschule (FvS),  Universitäten Bonn und Köln; 
Quartiersmanagement Lannesdorf, Quartiersmanagement Lannesdorf / Pennenfeld, Johannes-Rau-Schule uvm.
Bonn: Projekt "Perspektive schaffen"
Allgemeine Angaben zum Projekt
Projekttitel

Perspektive schaffen

Projektträger

Caritasverband für die Stadt Bonn e.V.

Projektstandort

Bonn

geplanter Förderzeitraum

01.01.2019 - 31.12.2022

Projektbeginn

2019

Kreis/kreisfreie Stadt

Stadt Bonn

Kontakt

Markus Steiner
Tel.: 0228 / 180 31 417
E-Mail: markus.steiner@caritas-bonn.de
Internet: www.caritas-bonn.de

Ziele und Methoden des Projekts
Örtliche Rahmenbedingungen / Eckdaten
Problemlage

Mit Stand 31.12.2017 hat die Stadt Bonn Daten für die "Statistischen Bezirke" Neu-Tannenbusch, Dransdorf und Medinghoven erhoben. In diesen Bezirken ist die Einwohnerdichte extrem hoch. In Neu-Tannenbusch liegt sie bei 7.694,8 Einwohnern pro qkm, während der innerstädtische Durchschnitt bei 3.082,2 liegt. Neu-Tannenbusch ist gekennzeichnet durch viele Mehrfamilien-Hochhäuser. Dort leben ca. 10.000 Menschen unterschiedlichster Nationalitäten. Der Stadtteil wurde 2009 in das Programm "Soziale Stadt" aufgenommen.
Mehr als die Hälfte der Einwohner in Neu-Tannenbusch und Medinghoven beziehen SGB II-Leistungen. In Dransdorf sind es knapp 3x so viele Einwohner als im Durchschnitt in der Stadt Bonn.
Die Mindestsicherungsquote für Jugendliche unter 18 Jahren liegt bei 20,3%.
In allen 3 Quartieren liegt die Anzahl der Einwohner unter 18 Jahren bei 24,2 - 27,5%. Der städt. Durchschnitt liegt bei 16,9%. Die Zuwandererquote liegt in Neu-Tannenbusch bei 59,6%, in Medinghoven bei 54% und in Dransdorf bei 37,6%. Der städt. Durchschnittswert liegt viele Prozentpunkte darunter (28,8%).
In Neu-Tannenbusch und Medinghoven sind je 9% der Personen unter 25 Jahren arbeitslos. In Dransdorf sogar 11,2 %. Der Durchschnittswert für die Stadt Bonn beträgt 7,2 %.

Bildungsferne, sprachliche Defizite, Transferleistungsbezug und Multiproblemlagen sind charakteristisch für sehr viele Familien. Dies erschwert in vielen Fällen die Übergange der Kinder und Jugendlichen im schulischen Werdegang sowie die berufliche Orientierung und Entwicklung.

Die eigene belastete Situation der Eltern beeinträchtigt die Lenkung der schulischen und beruflichen Entwicklung der Kinder und Jugendlichen. Bemühungen, die Eltern z.B. im Rahmen von Elternsprechtagen aktiv zu beteiligen, mißlingen regelmäßig, da die Eltern nicht selten fern bleiben. Andere Zugangsmöglichen werden seitens der Schule nur selten oder meist im Konfliktfall genutzt.

Die beschriebene Problemlage trifft auf alle Teilnehmenden zu, die die berufsorientierende Maßnahme des CV Bonn, die Jugendwerkstatt, besuchen.

Ziele / erwartete Ergebnisse

Ziel des Projektes "Perspektive schaffen" ist es, die schulischen Grundlagen der Jugendlichen durch individualisierte Einzel- bzw. Kleingruppenförderung aufzufrischen und zu trainieren und die Kompetenzen so weit zu festigen, dass diese am Ende einen Hauptschulabschluss erreichen können. Das Fernziel ist die Einmündung in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt und damit berufliche und gesellschaftliche Teilhabe.

Unser Bestreben ist es, die Eltern während der Maßnahme in die schulische und berufliche Entwicklung ihrer Kinder einzubinden, ihnen das Bildungssystem und den positiven Effekt der familären Unterstüztung für die schulische Entwicklung nahe zu bringen und unterstütztender Ansprechpartner für sie zu sein. Dazu werden den Eltern auch Hilfs- und Unterstützungsangebote in ihrem Quartier aufgezeigt.
 
Wir erwarten uns von der Einbeziehung der Eltern, dass diese verstehen, welche Unterstützung ihre Kinder von ihnen benötigen und sie ihre Kinder besser bei der beruflichen Orientierung begleiten können und sie Ansprechpartner für die Jugendlichen werden. Die Motivation, Konstanz und Anwesenheit der Jugendlichen kann so erhöht und zu einem nachhaltigeren und besseren Übergang in Ausbildung oder weiterführende Maßnahmen führen.

Wir erwarten, dass Eltern in ihren Quartieren als Multiplikatoren wirken und andere Eltern über ihre positiven Erfahrungen informieren und Interesse wecken.

Projektablauf (Dauer, Bausteine, Instrumente, Personaleinsatz)

Das Projekt "Perspektive schaffen" ergänzt die berufsorientierende einjährige Maßnahme Jugendwerkstatt, die als Schuljahr, bestehend aus 1. und 2. Halbjahr, abläuft. Es richtet sich an 30 benachteiligte und bildungsferne Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren, die ihre Regelschulpflicht bereits absolviert haben, aber über keinen Schulabschluss Klasse 9 oder eine berufliche Perspektive verfügen.
Im Rahmen der Jugendwerkstatt erhalten die Jugendliche an 3 Tagen pro Woche werkpädagogisches Arbeitstraining in den Bereichen Hotel/Gaststätte, Friseur und Fahrradtechnik. Parallel dazu werden sie sozialpädagogisch in Einzel- und Gruppenarbeit begleitet und besuchen an 2 Werktagen den Berufsschulunterricht am Berufskolleg.
Mit dem Projekt „Perspektive schaffen" sollen die Jugendlichen zusätzlichen, maßnahmenbegleitenden und individuellen Förderunterricht in Einzel- oder Kleinstgruppenunterricht erhalten und mit Unterstützung durch eine Lehrerin kleinschrittig ihre schulischen Defizite bearbeiten. Parallel dazu nimmt die Lehrerin Kontakt mit den Eltern auf und bindet sie nach Möglichkeit ein.  

Im Projekt-Zeitraum liegen 2 Bausteine, die sich nach einem Jahr wiederholen.

Bausteine: Einstiegsphase (6 Monate)

  • Feststellung der individuellen Stärken und des Förder- und Entwicklungsbedarfs und Aufzeigen der Potentiale im Rahmen des Förderunterrichtes (mind. 1 x pro Woche)
  • Kontaktaufnahme zu den Eltern und Information über die ermittelte Ausgangssituation
  • Erste Einblicke in die Lebenswelt gewinnen und mögliche hemmende Faktoren erkennen
  • Aufzeigen von unterstützenden Hilfesystemen im Quartier

Verstetigungsphase (6 Monate)

  • regelmäßige Anpassung des individuellen Förderunterrichtes
  • gemeinsame Erarbeitung von Zielen und Prioritäten zur schulischen und beruflichen Entwicklung, gemeinsam mit Jugendlichen und Eltern
  • Heranführung und Unterstützung beim Zugang zu Hilfesystemen im Quartier
  • laufende Motivationsarbeit, Aufzeigen von Erfolgen und positiven Entwicklungen, aber auch Grenzen
  • Heranführung an den Hauptschulabschluss
  • Entwicklung weiterführender realistischer Perspektiven mit allen Beteiligten

Instrumente: Einzel- und Gruppenförderung, Hausbesuche, regelmäßige Elternarbeit (z.B. telefonischer und/oder persönlicher Kontakt, Elterncafe, Aufzeigen und Anbindung an bestehende Helfersysteme im Quartier und Ausbau der Vernetzung)

Personaleinsatz: Eine ausgebildete Lehrerin mit langjähriger Erfahrung in der Jugendsozialarbeit (100%)

Beteiligte Akteure / Kooperationspartner

Jugendwerkstatt des Caritasverbandes Bonn e.V.; Robert-Wetzlar-Berufskolleg; Fachdienste für Familien- und Erziehungshilfe der Bundesstadt Bonn in den verschiedensten Stadtteilen; Beratungsstellen des CV Bonn (z.B. Fachdienst für Integration und Migration, Schuldner-, Erziehungs- und Sozialberatung), Jobcenter Bonn/Rhein-Sieg; Arbeitsagentur Bonn; städt. Beratungsstelle der Jugendberufshilfe etc.

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