Hospiz- und Palliativversorgung

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Gespeichert von HKP.Kittel am 14. September 2017

Würdevolles Leben bis zum Tod

Hospiz- und Palliativversorgung hat dynamische Entwicklung erlebt

Die Hospiz- und Palliativversorgung soll ein würdevolles Leben bis zum Tod bieten. Seit vielen Jahren ist die Verbesserung der Lebensqualität schwerstkranker und sterbender Menschen ein wichtiges gesundheitspolitisches Anliegen des Landes Nordrhein-Westfalen.

Dieser Versorgungsbereich hat in den vergangenen 25 Jahren eine dynamische Entwicklung erlebt. Ein sichtbarer Beweis hierfür sind

  • mehr als 300 ambulante Hospizdienste (einschließlich ambulanter Kinderhospizdienste),
     
  • ein Tageshospiz,
     
  • mehr als 200 ambulante Palliativpflegedienste (einschließlich Kinderkrankenpflegediensten),
     
  • rund 70 stationäre Hospize, davon sechs Kinder- und Jugendhospize,
     
  • mehr als 60 Palliative-Care-Teams in Nordrhein bzw. Palliativmedizinische Konsiliardienste in Westfalen-Lippe,
     
  • sechs Teams für spezialisierte ambulante pädiatrische Palliativversorgung (SAPPV) und
     
  • rund 9.400 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer.

Die vom Land Nordrhein-Westfalen eingerichteten ALPHA-Stellen in Bonn und Münster unterstützen das Land bei der Weiterentwicklung dieser Versorgungsbereiche.

Hospizkultur und Palliativversorgung in Heimen

Gemeinsam mit den Verantwortlichen des Gesundheitswesens und der Hospiz- und   Palliativversorgung wurde eine Konzeption mit Umsetzungsmöglichkeiten für die Implementierung von Leistungsangeboten der Palliativversorgung in stationären Pflegeeinrichtungen entwickelt. Diese kann mit Unterstützung des Ministeriums in den Pflegeeinrichtungen in Nordrhein-Westfalen umgesetzt werden.

Ambulante Hospiz- und Palliativarbeit

Betroffene sollen möglichst in der gewohnten häuslichen Umgebung versorgt werden. Deshalb nimmt die ambulante Versorgung nach dem Grundsatz "ambulant vor stationär" einen hohen Stellenwert im Rahmen einer ganzheitlichen Hospiz- und Palliativversorgung (Palliative Care) ein. Diese erfordert eine ständige Fort- und Weiterbildung der beteiligten Leistungserbringer.

Dabei kommt der häuslichen Versorgung der in NRW von einer lebensverkürzenden Erkrankung betroffenen Kinder und Jugendlichen und der psychosozialen Betreuung der Angehörigen eine besondere Bedeutung zu. Durch den gesetzlichen Anspruch Schwerstkranker und Sterbender auf spezialisierte ambulante Palliativversorgung, der auch für Patienten in Pflegeeinrichtungen besteht, wird die Lebensqualität dieser Menschen weiter verbessert.

Stationäre Hospize - Horte der Geborgenheit

Stationäre Hospize nehmen schwerstkranke und sterbende Menschen auf, die durch ihr familiäres oder soziales Umfeld nicht ausreichend ambulant versorgt werden können. Es handelt sich um kleine Einrichtungen, deren Anliegen die zeitlich begrenzte palliativ-medizinische Versorgung, Betreuung und Begleitung des Hospizgastes ist. Das Leistungsspektrum der dort tätigen qualifizierten haupt- und ehrenamtlichen Kräfte schließt die psychosoziale Betreuung der Angehörigen und die individuelle Trauerbegleitung ein.

Palliativstationen an Krankenhäusern

Diese Einrichtungen nehmen unheilbar kranke Menschen auf, deren Beschwerden – vor allem chronische Schmerzzustände – nur im Rahmen einer palliativ-medizinischen Behandlung im Krankenhaus gelindert werden können. Sie bieten ein ganzheitliches Behandlungs- und Betreuungskonzept an, in dem medizinische, pflegerische, psychosoziale und spirituelle Angebote gleichermaßen enthalten sind.

Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland

Das NRW-Gesundheitsministerium ist der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland beigetreten und unterstützt deren Ziele ausdrücklich. Diese werden seit vielen Jahren im Rahmen eines gesundheitspolitischen Schwerpunkts durch zielgerichtete Initiativen und Projekte in Nordrhein-Westfalen umgesetzt.

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