Weiterbildung Praxisanleitung

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Foto zeigt Krankenpflege-Schülerin

Weiterbildung für Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter

Auszubildende zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann kompetent betreuen können

„Aufgabe der Praxisanleitung ist es, die Auszubildenden schrittweise an die Wahrnehmung der beruflichen Aufgaben als Pflegefachfrau oder Pflegefachmann heranzuführen, zum Führen des Ausbildungsnachweises nach § 3 Abs. 5 anzuhalten und die Verbindung mit der Pflegeschule zu halten“, heißt es in § 4 Abs. 1 Satz 2 der Pflegeberufe-Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (PflAPrV).

Zur Praxisanleitung ist in § 6 Abs. 3 Satz 3 des Pflegeberufegesetzes (PflBG) zudem geregelt, dass die „zu gewährleistende Praxisanleitung im Umfang von mindestens zehn Prozent der während eines Einsatzes zu leistenden praktischen Ausbildungszeit“ beträgt.

§ 4 Abs. 3 Satz 1 der PflAPrV gibt an: „Die Befähigung zur Praxisanleiterin oder zum Praxisanleiter ist durch eine berufspädagogische Zusatzqualifikation im Umfang von mindestens 300 Stunden und kontinuierliche, insbesondere berufspädagogische Fortbildung im Umfang von mindestens 24 Stunden jährlich gegenüber der zuständigen Behörde nachzuweisen."

Für Nordrhein-Westfalen wird zum Inhalt der berufspädagogischen Zusatzqualifikation empfohlen, eine erste Orientierung an bereits bestehenden  Weiterbildungsordnungen vorzunehmen. Dabei kann die empfehlende Standard–Praxisanleitung des Landes NRW als Grundlage dienen und auf den geforderten Umfang von 300 Stunden fortgeschrieben werden. Auch andere bestehende Curricula für die Weiterbildung Praxisanleitung können für die curriculare Ausgestaltung eines Weiterbildungsangebotes herangezogen werden.

Das Gesundheitsministerium NRW plant, eine curriculare Vorgabe für die Weiterbildung zur Praxisanleitung in Auftrag zu geben.

Zuständige Behörde für den Nachweis der Weiterbildung Praxisanleitung und für die Nachweise von mindestens 24 Stunden Fortbildung pro Jahr wird die jeweils zuständige Bezirksregierung sein.

Weitergebildete Praxisanleiterinnen und -anleiter, die ihre Anerkennung vor dem 31. Dezember 2019 erhalten haben, sind gleichgestellt und können diese Aufgabe auch mit Inkrafttreten des Pflegeberufegesetzes wahrnehmen (§ 4 Abs. 3 Satz 2 PflAPrV).

Die Pflegekammer Nordrhein-Westfalen soll, sobald sie ihre Arbeit aufgenommen hat, die Zuständigkeit zur Weiterbildung zur Praxisanleiterin bzw. zum Praxisanleiter nach dem Pflegeberufegesetz übernehmen.
 

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