Ministerium besucht Ausbildungsbetrieb - TEP-Programm für Alleinerziehende

Bild des Benutzers Arbeit.Meding
Gespeichert von Arbeit.Meding am 28. Juni 2019
Gruppenfoto

"Teilzeitausbildung kann gelingen, wenn alle zusammenarbeiten" – Arbeitsministerium besucht Meisterbetrieb in Solingen

Das ESF-geförderte Programm TEP-Teilzeitberufsausbildung im Bergischen Städtedreieck - Erfahrungsaustausch mit Akteuren vor Ort

Um Teilzeitausbildung bekannter zu machen, dafür braucht es gute Beispiele, starke Netzwerke - und das Förderprogramm TEP. Zur konkreten Praxis informierte sich das nordrhein-westfälische Arbeitsministerium beim Solinger Meisterbetrieb Optik und Akustik Bergmann und suchte den Austausch mit den Akteuren. „Teilzeitberufsausbildung kann gelingen, wenn alle zusammenarbeiten“, so die Vertreterin des Arbeitsministeriums Christina Ramb.

ESF-Programm TEP unterstützt Teilzeitberufsausbildung für junge Menschen mit Familienverantwortung - "Eine Zielgruppe, die uns am Herzen liegt"

Beim Solinger Meisterbetrieb Optik und Akustik Bergmann GmbH ist Ausbildung eine Selbstverständlichkeit. In Teilzeit hat Geschäftsinhaber Jörg Bergmann, selbst Optikermeister in dritter Generation, aber zum ersten Mal ausgebildet, und das mit Erfolg: Seine Auszubildende hat gerade die Gesellinnen-Prüfung mit Bravour bestanden. „Kennengelernt“ haben sich Betrieb und Auszubildende über das ESF-geförderte Programm Teilzeitberufsausbildung – Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen (TEP), das im Bergischen Städtedreieck vom Bildungsträger ZIB - Zentrum für Integration und Bildung umgesetzt wird.

Das nordrhein-westfälische Arbeitsministerium nutzte den Anlass und informierte sich beim Besuch des Unternehmens zur konkreten Praxis und suchte den Erfahrungsaustausch mit den Akteuren der Region, die sich für Teilzeitausbildung engagieren. Am Gespräch beteiligten sich die Regionalagentur Bergisches Städtedreieck, die Kreishandwerkerschaft Solingen-Wuppertal und sowie der Sozialdezernent der Stadt Solingen.

„Das Programm TEP ist für unser Ministerium ein wichtiges Programm, weil es eine Zielgruppe adressiert, die uns sehr am Herzen liegt und die wir stärker als bisher erreichen müssen, nämlich junge Menschen mit Familienverantwortung und Alleinerziehende“, erklärte Christina Ramb, Abteilungsleiterin im nordrhein-westfälischen Arbeitsministerium. „Der Unternehmensbesuch hier in Solingen hat gezeigt, dass Teilzeitberufsausbildung gelingen kann, wenn alle zusammenarbeiten und eine gute Begleitung erfolgt.“ Das Programm TEP erweise sich als wirksame Fördermöglichkeit und stärke den Übergang nicht nur in Ausbildung, sondern auch in den ersten Arbeitsmarkt. „Deshalb halten wir als Landesregierung am Programm TEP fest und wollen es weiter optimieren.“

Angesichts des Fachkräftemangels seien viele Unternehmen und Betriebe offen, neue Wege in der Ausbildung zu gehen, davon zeigten sich die Gesprächspartner in der Diskussionsrunde überzeugt. Teilzeitausbildung müsse aber noch viel bekannter werden, um ein selbstverständlicher Teil im Ausbildungsgeschehen zu sein.
Wolfgang Heiliger, im Arbeitsministerium verantwortlich für das Programm TEP, formulierte das Ziel und sagte in Anspielung auf das gastgebende Solinger Unternehmen. „Wir brauchen viele Bergmanns, die Ausbildung auch als gesellschaftlichen Anspruch realisieren! Gemeinsam mit den Kammern und Netzwerken müssen wir weiterhin die Öffentlichkeitsarbeit stärken, um die Unternehmerschaft konkret zu erreichen und für die Möglichkeiten durch Teilzeitberufsausbildung zu werben.“

Die frischgebackene Gesellin und ehemalige TEP-Teilnehmerin Katrin Borzym beteiligte sich an der Fachrunde und ergänzte mit einer ganz persönlichen Erfahrung: „Ich bin hier sehr gut ausgebildet worden und habe jetzt vielfältige Möglichkeiten, beruflich weiterzukommen. Wie mir geht es auch anderen jungen Frauen: Wir sind nicht nur Mutter, wir wollen auch selbst für unser eigenes Leben aufkommen. Helfen Sie dabei!“

Relevante

Pressemitteilungen

Weiteres

zum Thema