Minister Laumann: Würde und Gerechtigkeit statt mieser Wohn- und Arbeitsverhältnisse

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Minister Laumann im Interview. ImVordergrund ist seine Hand zu sehen. Daumen und Zeigefinger berühren sich.
29. März 2022

Minister Laumann: Würde und Gerechtigkeit statt mieser Wohn- und Arbeitsverhältnisse

Projekt zur Arbeitsmarktintegration von zugewanderten Menschen im Kreis Steinfurt wird mit rund 100.000 Euro gefördert

Arbeitsminister Karl-Josef Laumann hat am Montag, 28. März 2022, in Lengerich einen Bewilligungsbescheid über rund 100.000 Euro an die „Aktion Würde und Gerechtigkeit e.V.“ übergeben. Damit soll im Kreis Steinfurt die Arbeitsmarktintegration zugewanderter Menschen insbesondere aus Südost-, Mittel- und Osteuropa, die einen besonderen gesellschaftlichen und arbeitsmarktlichen Unterstützungsbedarf haben, über aufsuchende Sozialarbeit gefördert werden.

„Diese Menschen arbeiten häufig nicht nur unter miesen Bedingungen, sondern leben oft auch in einer unwürdigen Wohnsituation“, sagte Minister Laumann bei der Übergabe des Bewilligungsbescheids in Höhe von 103.761 Euro aus EU-Mitteln. „Durch Sprachförderung und Qualifizierung wollen wir helfen, die Betroffenen in gute und nachhaltige Jobs zu bringen. Davon profitieren nicht nur die zugewanderten Menschen selbst, sondern auch unsere ganze Gesellschaft.“

Im Rahmen des neuen Projekts werden Maßnahmen wie aufsuchende Sozialarbeit, Bewerbungstrainings und niedrigschwellige Sprachkurse gefördert, um die Menschen individuell auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Damit wird das bisherige Beratungsangebot des Trägers um Themen wie Wohnen, Arbeiten, Sprache und Teilhabe erweitert. Bausteine des Projektes sind die Entwicklung von Ausbildungspatenschaften, Arbeitsmarktcoaching sowie die Arbeitsvermittlung durch Kontakte mit Unternehmen.

Die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf den Arbeitsmarkt treffen zugewanderte Menschen – und vor allem Menschen aus den südosteuropäischen, mittel- und osteuropäischen Staaten – in besonderem Ausmaß. Sie sind häufiger gering oder gar nicht qualifiziert, haben zum Teil Sprachprobleme und verfügen daher oft über einen schlechteren Zugang zum Arbeitsmarkt.

Die Landesregierung fördert daher aus EU-Mitteln Projekte, die den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf diese Zielgruppe entgegenwirken und die Menschen bei der Integration in Qualifizierung, Ausbildung und Arbeit unterstützen (EU-Förderaufruf: REACT-SOE).

Zum Hintergrund:

Bisher bietet der Verein „Aktion Würde und Gerechtigkeit e.V.“ eine kostenfreie, muttersprachliche Rechtsberatung für Menschen an, die von Arbeitsausbeutung betroffen sind, und unterstützt sie bei der Durchsetzung ihrer Rechte und der Verbesserung ihrer Lebens- und Arbeitssituation. Themen wie aufsuchende und begleitende Arbeit zur Arbeitsmarktintegration, Sprachförderung und Unterstützung der Familie konnten in der Beratungsarbeit bislang nicht geleistet werden. Das Projekt mit einer Laufzeit von 15 Monaten setzt hier an.

Die Projektumsetzung wird eng durch das Kommunale Integrationszentrum begleitet. Eine Kooperation zwischen dem Verein „Würde und Gerechtigkeit“ und bereits bestehenden Angeboten (wie der Beratungsstelle Arbeit „Begegnungszentrum für Ausländer und Deutsche e.V.“, Ibbenbüren) ist vorgesehen.

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