Ausbildungskonsens: Bekämpfung des Fachkräftemangels von überragender Bedeutung

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9. Dezember 2022

Ausbildungskonsens Nordrhein-Westfalen will duale Ausbildung stärken

Nordrhein-Westfalen soll Berufsbildungsland Nummer Eins werden

Die Partner des Ausbildungskonsenses Nordrhein-Westfalen haben sich am Freitag (9. Dezember 2022) zum ersten Mal in der laufenden Legislaturperiode zum Spitzengespräch getroffen. Dabei verständigte sich die Landesregierung gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit, den Sozialpartnern, Kammern und kommunalen Spitzenverbänden auf die Leitlinien der gemeinsamen Zusammenarbeit in den nächsten Jahren.

Die berufliche Ausbildung ist für Fachkräftegewinnung und Fachkräftesicherung essenziell. Der Ausbildungskonsens Nordrhein-Westfalen ist seit über 25 Jahren die zentrale Plattform im Bereich der beruflichen Bildung.

Die Landesregierung möchte gemeinsam mit den Partnern im Ausbildungskonsens Nordrhein-Westfalen zum Berufsbildungsland Nummer eins machen. Die Landesregierung hat im Herbst die Fachkräfteoffensive NRW gestartet, um mit neuen, verbesserten und verstetigten Angeboten und Kooperationen dem akuten und drohenden Fachkräftemangel zu begegnen. Dabei wird der Ausbildungskonsens Nordrhein-Westfalen eine wichtige Rolle und Aufgabe übernehmen.
 
Einigkeit bestand unter allen Partnern, dass die Bekämpfung des Fachkräftemangels eine überragende Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts hat. Die nächsten Jahre will der Ausbildungskonsens daher insbesondere zur Stärkung der dualen Berufsausbildung nutzen. Dies soll unter anderem durch Fortschritte bei der Umsetzung der Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung, der Weiterentwicklung der Beruflichen Orientierung der Schülerinnen und Schüler und der Steigerung der Attraktivität der dualen Ausbildung erreicht werden. Die Aktivitäten und Ergebnisse des Ausbildungskonsenses werden in die Fachkräfteoffensive NRW aktiv mit eingebunden werden.
 
Übereinstimmung unter den Konsenspartnern bestand auch dahingehend, dass berufliche und akademische Bildung miteinander betrachtet werden und sich weiter verzahnen müssen. Dem akuten Nachwuchsmangel in Ausbildungsberufen kann nicht allein dadurch begegnet werden, dass mehr Abiturienten statt eines Studiums eine Ausbildung ergreifen.

Wichtig ist auch, dass passgenaue Angebote geschaffen werden, um junge Schulabgänger und die 18,5 Prozent der jungen Erwachsenen zwischen 18 und 34 Jahren zu erreichen, die derzeit keine abgeschlossene Berufsausbildung haben. Denn der Fachkräftemangel kann nicht wirksam bekämpft werden, so lange im Inland nicht alle ungenutzten Potenziale gehoben werden.

Auch hier sagte die Landesregierung Unterstützung zu: Arbeits- und Schulministerium werden dazu unter anderem die Berufliche Orientierung vor dem Schulabgang verbessern und den Anteil schulisch und betrieblich begleiteter Praxisphasen steigern. Auch sollen die erfolgreichen Unterstützungs- und Coachingangebote für Betriebe und Jugendliche – wie das „Ausbildungsprogramm NRW“ und „Kurs auf Ausbildung“ – bedarfsorientiert und passgenau weiterentwickelt werden.
 

Hintergrund: Zahlen, Daten und Fakten zum Thema Ausbildung

  • Alleine in den kommenden zehn Jahren werden über 1,5 Millionen Erwerbstätige altersbedingt ausscheiden, knapp eine Millione davon auf Facharbeiterniveau.
  • 2021 wurden 107.265 Ausbildungsverträge abgeschlossen – 9,5 Prozent weniger als 2019, dem letzten Vorpandemiejahr.
  • Die Betriebe in NRW meldeten der Bundesagentur für Arbeit zum Stichtag 30.09.2022 insgesamt 10.144 offene Ausbildungsstellen.
  • Rund 18,5 Prozent der jungen Menschen zwischen 18 und 34 Jahren verfügen in Nordrhein-Westfalen über keinen beruflichen Abschluss.
     

Hintergrund zum Ausbildungskonsens

Der Ausbildungskonsens Nordrhein-Westfalen ist das Spitzengremium von Landesregierung, Wirtschaft, Gewerkschaften, Kammern und Freien Berufen, der Bundesagentur für Arbeit und den Wohlfahrtsverbänden sowie den Kommunalen Spitzenverbänden, das wichtige Weichenstellungen im Bereich Berufliche Orientierung, Ausbildung und Fachkräftesicherung legt. Seit über 25 Jahren setzt das Gremium sich dafür ein, dass junge Menschen mit Ausbildungswunsch in Nordrhein-Westfalen eine Ausbildung absolvieren können.
 
Während dieser Zeit haben sich die Handlungsschwerpunkte des Ausbildungskonsenses stetig weiterentwickelt. Heute kommt es stärker darauf an, offene Ausbildungsplätze besetzen zu können, die Fachkräftegewinnung über die duale Ausbildung sicherzustellen und die Berufliche Orientierung der Schülerinnen und Schüler weiter zu verbessern. Dazu gehört selbstverständlich auch weiterhin das gemeinsame Ziel, insbesondere leistungsschwächeren Jugendlichen den Zugang in Ausbildung zu ermöglichen.
 
Der Ausbildungskonsens NRW ist auch über die Landesgrenzen zum Vorbild vieler Ausbildungsinitiativen geworden und hat immer wieder neue Impulse gesetzt.

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