Praxisanleitung

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Gespeichert von Webworker.Holzapfel am 24. Mai 2019
Porträt eines selbstbewussten Pflegeteams. Es steht in einer Schlange hintereinander vor einem weißem Hintergrund und alle strecken den linken Daumen hoch.

Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter

nach Pflegeberufegesetz und Pflegeausbildungs- und Prüfungsverordnung

Eine der wesentlichen neuen Regelungen des Pflegeberufegesetzes und der hierzu erlassenen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung stellt die Praxisanleitung dar. Erstmalig wird die konkret zu leistende Anleitungszeit definiert. Ebenso wird neben den Angaben zu den Voraussetzungen zur Befähigung als Praxisanleitung auch eine Fortbildungsverpflichtung normiert.

In § 6 des Pflegeberufegesetzes (PflBG) ist geregelt, dass die „zu gewährleistende Praxisanleitung im Umfang von mindestens zehn Prozent der während eines Einsatzes zu leistenden praktischen Ausbildungszeit“ beträgt. Mit dem ‚Erlass Praxisanleitungen NRW‘ werden die Aufgaben der Bezirksregierungen bezüglich der Praxisanleitungen nach dem Pflegeberufegesetz ausgefüllt. Den Erlass können Sie hier einsehen.

Weiterbildung für Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter

§ 4 Abs. 3 Satz 1 der PflAPrV gibt an: „Die Befähigung zur Praxisanleiterin oder zum Praxisanleiter ist durch eine berufspädagogische Zusatzqualifikation im Umfang von mindestens 300 Stunden und kontinuierliche, insbesondere berufspädagogische Fortbildung im Umfang von mindestens 24 Stunden jährlich gegenüber der zuständigen Behörde nachzuweisen."

Für Nordrhein-Westfalen wird zum Inhalt der berufspädagogischen Zusatzqualifikation empfohlen, eine erste Orientierung an bereits bestehenden  Weiterbildungsordnungen vorzunehmen. Dabei kann die empfehlende Standard–Praxisanleitung des Landes NRW als Grundlage dienen und auf den geforderten Umfang von 300 Stunden fortgeschrieben werden. Auch andere bestehende Curricula für die Weiterbildung Praxisanleitung können für die curriculare Ausgestaltung eines Weiterbildungsangebotes herangezogen werden.

Das Gesundheitsministerium NRW plant, eine curriculare Vorgabe für die Weiterbildung zur Praxisanleitung in Auftrag zu geben.

Zuständige Behörde für den Nachweis der Weiterbildung Praxisanleitung und für die Nachweise von mindestens 24 Stunden Fortbildung pro Jahr ist die jeweils zuständige Bezirksregierung.

Weitergebildete Praxisanleiterinnen und -anleiter, die ihre Anerkennung vor dem 31. Dezember 2019 erhalten haben, sind gleichgestellt und können diese Aufgabe auch mit Inkrafttreten des Pflegeberufegesetzes wahrnehmen (§ 4 Abs. 3 Satz 2 PflAPrV).

Die Pflegekammer Nordrhein-Westfalen soll, sobald sie ihre Arbeit aufgenommen hat, die Zuständigkeit zur Weiterbildung zur Praxisanleiterin bzw. zum Praxisanleiter nach dem Pflegeberufegesetz übernehmen.
 

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