Informations-, Schulungs- und Beratungskonzept

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Informations-, Schulungs- und Beratungskonzept

Zur Vorbereitung der Bildungseinrichtungen auf die neue Ausbildung fördert das MAGS das Projekt „Information, Schulung und Beratung der Pflegeschulen zur Einführung und Umsetzung des Pflegeberufegesetzes (PflBG)“. Mit Unterstützung von pflegepädagogischen Expertinnen und Experten des Deutschen Instituts für Pflegeforschung und der Fachhochschule Bielefeld sollen die Bildungseinrichtungen ein gemeinsames Verständnis zum neuen Pflegeberuf und zu den zu erlangenden Kompetenzen entwickeln. Im Rahmen dessen werden Pflegeschulen unterstützt, den konkreten Lehrplan für die generalistische Ausbildung entsprechend der rechtlichen Vorgaben zu entwickeln.

Das gemeinsam von der Fachhochschule Bielefeld und dem Deutschen Institut für angewandte Pflegeforschung (DIP) in Köln entwickelte Konzept unterstützt die Pflegeschulen und die Träger der praktischen Ausbildung durch fünf ein- bis zweitägige Modulveranstaltungen, die im Zeitraum von Februar 2019 bis März 2020 an beiden Projektstandorten angeboten werden. Jedes Modul ist durch einen besonderen Schwerpunkt ausgewiesen: Ausgehend von den zentralen Innovationen der Pflegeberufereform und den damit verbundenen Chancen und Herausforderungen, über Gestaltungsmöglichkeiten der Lernortkooperation und Fragen der Ausbildungsfinanzierung fokussieren die Module insbesondere den Prozess der schulinternen Curriculumentwicklung und der Ausbildungsplanung auf der Grundlage der jeweils aktuellen bundesrechtlichen und landesrechtlichen Vorgaben und Empfehlungen.

Schwerpunkte der Schulungsmodule

Modul 1 - Implikationen des PflBG und der PflAPrV für die Entwicklung schulinterner Curricula - (Eintägiges Modul für die Pflegeschulen)
Dieses eintägige Modul für die Pflegeschulen ist auf eine vertiefende Auseinandersetzung mit den zentralen Innovationen der Pflegeberufereform und auf ihre Begründungszusammenhänge ausgerichtet. Insbesondere das Pflege- und Berufsverständnis des neu konzipierten Pflegeberufs sowie die Kompetenzorientierung beinhalten wesentliche curriculare Implikationen, die im Prozess der schulinternen Curriculumentwicklung aufzugreifen und abzubilden sind. Darüber hinaus gilt es, die Spielräume für die schulinterne Curriculumentwicklung auszuloten und diese verantwortlich auszugestalten. Das Modul endet mit einem Arbeitsauftrag, der die Projektierung der schulinternen Curriculumentwicklung anregt und der im Modul 3 aufgegriffen und weitergeführt wird.

Modul 2 - Verantwortungs- und Aufgabenbereich der Träger (Eintägiges Modul für die Träger der praktischen Ausbildung)
Mit dem PflBG wird auch die Verantwortungsdifferenzierung zwischen den Trägern der praktischen Ausbildung und den Pflegeschulen neu geregelt. Durch das PflBG wird den Trägern der praktischen Ausbildung ein erweiterter Verantwortungs- und Aufgabenbereich zugewiesen. So sind sie verantwortlich für den Ausbildungsvertrag einschließlich der Realisierungsmöglichkeiten des auf Seiten der Auszubildenden gegebenen Wahlrechts. Die Sicherstellung der komplexen Anforderungen an die praktische Ausbildung beinhaltet die Zuständigkeit für den Ausbildungsplan und für die Einsatzplanung in allen nach Anlage 7 PflAPrV vorgeschriebenen Einsatzbereichen. Diese Verantwortung schließt Kooperationsverhandlungen und -verträge mit den Einrichtungen für solche Einsatzbereiche ein, die der Träger der praktischen Ausbildung selbst nicht vorhält. Darüber hinaus werden in diesem Modul Fragen der Ausbildungsfinanzierung thematisiert.

Modul 3 - Curriculumentwicklung und Lernortkooperation (Zweitägiges Modul für die Pflegeschulen)
Die kompetenzorientierte Pflegeausbildung fordert eine Abstimmung und Verzahnung der Bildungsgegenstände in der Pflegeschule und an den Lernorten der praktischen Ausbildung gemäß Anlage 7 PflAPrV im Sinne integrierter Curricula. Vor diesem Hintergrund sind berufstypische Pflege- und Berufssituationen unter besonderer Berücksichtigung der vorbehaltenen Tätigkeiten zu analysieren und auf die Kompetenzprofile der Anlagen 1 und 2 PflAPrV zu beziehen. Über die Situations- und Kompetenzanalysen können weitere Grundlagen für die Entwicklung eines generalistisch ausgerichteten schulinternen Curriculums gewonnen werden, welches mit dem Ausbildungsplan und der Einsatzplanung abgestimmt ist. Das Modul beinhaltet einen Arbeitsauftrag zur Curriculumentwicklung, der als Vorbereitung auf Modul 4 durchzuführen ist.

Modul 4 - Entwicklung schulinterner Curricula (Zweitägiges Modul für die Pflegeschulen)
Zum dem Zeitpunkt, zu dem dieses Modul angeboten wird, werden die Rahmenempfehlungen der Fachkommission vorliegen. Auf dieser Grundlage und unter Berücksichtigung eventueller weiterer landesrechtlicher Spezifika werden in diesem Modul die Eckdaten für ein generalistisch ausgerichtetes schulinternes Curriculum entwickelt. Es geht darum, die curricularen Prinzipien und entwickelten curricularen Einheiten aus den Rahmenempfehlungen aufzugreifen, konsequent und folgerichtig auf der Ebene des schulinternen Curriculums weiterzuführen und zugleich die gegebenen Spielräume auszuloten und verantwortlich auszugestalten. Darüber hinaus gilt es, die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Umsetzung der schulinternen Curricula in den eigenen Einrichtungen festzulegen.

Modul 5 - Implementierung von schulinternen Curricula (Eintägiges Modul für die Pflegeschulen)
In diesem Modul werden die entwickelten schulinternen Curricula einer kritischen Analyse unterzogen, insbesondere mit Blick auf deren Implementierung. Dabei werden mögliche Chancen und Risiken der Umsetzung einer kritischen Bewertung unterzogen.

Modul 6 - Optionales Modul
In der Projektlaufzeit und während der Umsetzung des Schulungsangebotes in den Modulen 1 bis 5 wird ggf. ein weiterer Bedarf an ergänzenden Informationen oder Themen ersichtlich. Darüber hinaus kann sich die Notwendigkeit einer weiteren Vertiefung ausgewählter Gesichtspunkte zeigen. Hierfür ist ein optionales Modul vorgesehen, das optional und zu gegebenem Zeitpunkt auf der Grundlage des festgestellten Bedarfs eigens konzipiert wird.

Materialien aus den Schulungsmodulen
Die für die einzelnen Module entwickelten Materialien werden in den Modulveranstaltungen erprobt und nach einer eventuellen Revision in digitalisierter Form auf diesen Internetseiten zur Verfügung gestellt.

Die Projektorganisation im Überblick


 

 

Organisation der Schulungsgruppen
Um allen Pflegeschulen in Nordrhein-Westfalen die Möglichkeit zur Projektteilnahme zu eröffnen, wurden an beiden Standorten - an der FH Bielefeld und am DIP - jeweils mehrere Schulungsgruppen eingerichtet. Größeren Pflegebildungseinrichtungen und solchen, die mehrere Ausbildungsgänge anbieten, ist eine Teilnahmemöglichkeit für jeweils zwei verantwortliche Personen eröffnet worden. Systematische und kontinuierliche Arbeitsprozesse im Projekt sind wesentlich auf eine institutionelle und personelle Kontinuität angewiesen. Deshalb sollen die Schulungsgruppen nur im Ausnahmefall und nach ausdrücklicher Rücksprache mit dem jeweils verantwortlichen Standort gewechselt werden. Die Termine für Modul 1 sind allen Verantwortlichen bereits frühzeitig schriftlich mitgeteilt worden. Die weiteren Termine werden innerhalb der jeweiligen Schulungsgruppen bekannt gegeben. Die Pflegeschulen in den Regierungsbezirken Arnsberg, Detmold und Münster werden von der FH Bielefeld begleitet. Für die Begleitung der Pflegeschulen in den Regierungsbezirken Düsseldorf und Köln ist das DIP verantwortlich.
Die Träger der praktischen Ausbildung, die mit Modul 2 angesprochen werden, werden von den beiden Projektstandorten direkt angeschrieben und eingeladen. Die Kontaktherstellung zu den Trägern wird durch die kooperierenden Pflegeschulen unterstützt.

 

Kontakt für weitere Rückfragen

 
Fachhochschule Bielefeld                                            DIP
E-Mail: info.schulbereit@fh-bielefeld.de                   E-Mail: schulbereit@dip.de

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