Finanzierung

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Foto zeigt Krankenpflege-Schülerin

Finanzierung

Die Finanzierung der Pflegeausbildung wird neu geregelt. Sie erfolgt einheitlich über einen sogenannten „Ausbildungsfonds“ und ermöglicht damit eine zukunftsfähige und qualitativ hochwertige Ausbildung. Über den Ausbildungsfonds werden zukünftig die Kosten für die theoretische und praktische Ausbildung sowie die Ausbildungsvergütung refinanziert. Durch ein Umlageverfahren werden ausbildende und nicht ausbildende Einrichtungen gleichermaßen zur Finanzierung herangezogen. Gemäß § 33 PflBG wird der Finanzierungsbedarf nach folgenden Anteilen aufgebracht (gerundet):

  • 57 Prozent  Krankenhäuser
  • 30 Prozent  ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen
  • 9    Prozent  Land
  • 3,6 Prozent PKV

Mittel aus dem Ausbildungsfonds erhalten die Bildungs- und Pflegeeinrichtungen, in denen Pflegekräfte theoretisch und praktisch ausgebildet werden.
 

Budgetverhandlungen gemäß § 30 Abs. 1 PflBG in Nordrhein-Westfalen
 
Zur Finanzierung der bei den Trägern der theoretischen und praktischen Ausbildung anfallenden Kosten der Ausbildung werden regelhaft Pauschalbudgets vereinbart. Hierfür sind für die Pflegeschulen und die Träger der praktischen Ausbildung getrennte (landesweit geltende) Pauschalen zu vereinbaren, die die jeweiligen Ausbildungskosten pro Kopf berücksichtigen. Nicht pauschalierungsfähig sind die Kosten der Ausbildungsvergütung.
Die Budgetverhandlungen zur Vereinbarung der Pauschalbeträge in Nordrhein-Westfalen sind abgeschlossen. Die gesetzlich normierten Parteien der Verhandlung verständigten sich auf die in der nachstehenden Tabelle ausgewiesenen Jahresbeträge (exklusiv der Ausbildungsvergütung – diese wird aufwandsbezogen refinanziert):
 

Budget / Schüler 2020 2021*
 
Pflegeschule
 
7.350 € / Jahr
(612,50 € / Monat)
7.563 € / Jahr
(630,25 € / Monat)
Träger d. prakt. Ausbildung  
8.000 € / Jahr
(666,67 € / Monat)
 
8.232 € / Jahr
(686 € / Monat)
Gesamt 15.350 € / Jahr 15.795 € / Jahr

* Steigerung von 2020 um 2,9 %

Parallel dazu wird die fondsverwaltende Stelle bei der Bezirksregierung Münster eingerichtet. Nachfolgende Aufgabenschwerpunkte der fondsverwaltenden Stelle sind:

  • Verwaltung des Ausgleichsfonds,
  • Ermittlung des Finanzierungsbedarfs,
  • Erhebung der Umlagebeträge und
  • Auszahlung von (monatlichen) Ausgleichszuweisungen an die ausbildenden Einrichtungen zur Finanzierung der Ausbildungskosten.

 
Wie bisher werden bei Umschulungen Lehrgangskosten durch die Arbeitsagenturen und Jobcenter übernommen; dabei wird die Möglichkeit zur dreijährigen Umschulungsförderung dauerhaft verankert. Auszubildende werden auch dafür nicht mit Kosten belastet.
 
Darüber hinaus wird NRW auch im Rahmen der mit dem Beginn der neuen Ausbildung ab 2020 zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel seine Verantwortung für eine Finanzierung von Investitions- und Mietkosten an den Pflegeschulen nachkommen, soweit der Haushaltsgesetzgeber hierfür die erforderlichen Mittel bereitstellt.

Zu Website der fondsverwaltenden Stelle bei der Bezirksregierung Münster geht es hier

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