Interview mit Bodo Kalveram, Regionalagentur MEO

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Gespeichert von Arbeit.Meding am 7. Februar 2020
Bodo Kalveram, Regionalagentur MEO, mit Mikorofon in der Hand
Interview

„Wir wollen die interkommunale Zusammenarbeit in der MEO-Region stärken“

Die Regionalagentur MEO – Mülheim, Essen, Oberhausen hat sich neu aufgestellt und ist unter der Trägerschaft der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft (EWG) am Start. Ein Interview mit dem Leiter der Regionalagentur, Bodo Kalveram

Arbeit.NRW:

Als Regionalagentur haben Sie Unternehmen der Region zu einer Fachveranstaltung über Wege in IT-Berufe nach Essen eingeladen, was war der Anlass?

Bodo Kalveram:

Als MEO-Regionalagentur wollen wir uns auf die Leitbranchen in der Region konzentrieren. Dazu zählt neben der Gesundheitswirtschaft vor allem die IT-Branche als wichtiger Motor für Innnovation und Veränderung. Hier gibt es gerade in der IT-Ausbildung mit ihren vielfältigen Ausbildungsberufen einige Neuerungen, darüber wollten wir informieren. Erfreulich ist, dass wir alle wichtigen Kooperationspartner und Akteure an Bord holen konnten.

Die Veranstaltung wollten wir auch nutzen, damit sich alle Partner und Akteure der Branche vorstellen und über Förderangebote und Unterstützungsmöglichkeiten informieren konnten. Zu den Partnern gehören die drei Arbeitsagenturen und Jobcenter der Region, die IHK, das Heinz-Nixdorf-Berufskolleg, die Essener Wirtschaftsförderung, die Kommunale Koordinierungsstelle und natürlich wir als Regionalagentur MEO.

Arbeit.NRW:

Welches Resümee ziehen Sie zum Abschluss der Veranstaltung?

Bodo Kalveram:

In dieser konzertierten Form war es das erste Mal, dass wir hier in der Region eine solche Veranstaltung durchgeführt haben. Der große Zuspruch von Seiten der Unternehmen – wir hatten insbesondere IT-Unternehmen, aber auch andere Unternehmen mit großen IT-Abteilungen eingeladen - hat uns ehrlicherweise überrascht. Aber es zeigt doch, wie groß das Interesse und die Notwendigkeit in der IT-Branche ist, Nachwuchskräfte zu finden und zu binden und neue Qualifizierungswege dafür aufzuschließen. Insbesondere die Präsentation des neu entwickelten dualen Studiengangs am Heinz-Nixdorf-Berufskolleg fand große Aufmerksamkeit und ist für Region ja auch tatsächlich etwas Einzigartiges.

Arbeit.NRW:

Die Regionalagentur MEO ist neu aufgestellt und hat sich zu einer Bürogemeinschaft "Arbeitsförderung" zusammengeschlossen. Was bedeutet das?

Bodo Kalveram:

Unsere Bürogemeinschaft ist erst Anfang des Jahres von Oberbürgermeister Thomas Kufen offiziell eröffnet worden. Für die Region ist das schon etwas Neues, indem nämlich die wichtigen Akteure tatsächlich unter einem Dach in einer Bürogemeinschaft zusammengeschlossen sind. Das sind neben der Regionalagentur das Kompetenzzentrum Frau und Beruf – Competentia MEO, die Essener Wirtschaftsförderung und das Jobcenter Essen, die Arbeitsagentur Essen wird demnächst nachziehen. Wir wollen gemeinsam als starker Impulsgeber in die Region wirken. Schließlich hört der Arbeitsmarkt ja nicht an der Stadtgrenze auf.

Arbeit.NRW:

Für die Region wollen Sie ein 'Bündnis für IT' aufbauen, worum geht es dabei?

Bodo Kalveram:

‚Bündnis für IT‘ - das ist zunächst unser Arbeitstitel. Dahinter steht die Vision, alle relevanten Partner in einer Art Allianz einzubinden. Neben den arbeitsmarktpolitischen Akteuren gehören die Unternehmen dazu, aber auch die Schulen, Berufskollegs, Fachhochschulen und Universitäten. Vor allem mit Blick auf das Fachkräftethema geht es insbesondere darum, junge, Technik affine Menschen für die Vielfalt der IT-Berufe zu begeistern. Das beginnt in der Schule, bezieht aber auch Studienabbrecher oder junge geflüchtete Menschen mit all ihren Potentialen ein. Unser großes Ziel ist es, die interkommunale Zusammenarbeit auf einem gemeinsamen Arbeitsmarkt in der Region MEO stärken. Die Veranstaltung "Fachkräfte gesucht - Wege in die IT-Berufe" war dazu ein gelungener Auftakt.