Krankenhausplanung

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Krankenhausdatenbank

Krankenhausplanung in Nordrhein-Westfalen

Grundlage für die flächendeckende stationäre medizinische Versorgung

Die stationären Behandlungsmöglichkeiten im Sinne der Patientinnen und Patienten in unserem Land zu verbessern, ist ein ständiger Prozess. Nordrhein-Westfalen macht sich auf den Weg, die Krankenhausplanung neu auszurichten. Grundlage dafür ist ein gut 900 Seiten starkes Gutachten, das den Ist-Zustand analysiert und Empfehlungen für die Zukunft gibt.

Zentrales Ergebnis des Gutachtens zur Krankenhauslandschaft in Nordrhein-Westfalen, das von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann in Auftrag gegeben worden war: In Nordrhein-Westfalen gibt es – mit wenigen Ausnahmen – zwar eine nahezu flächendeckende Versorgung mit stationären Angeboten. Aber: Diese orientiert sich zu wenig an den tatsächlichen Bedarfen und der Behandlungsqualität.

Das Gutachten empfiehlt daher eine grundlegende Reform der Krankenhausplanung: weg von der unzureichenden Planung nach Bettenzahlen, hin zu einer detaillierten Ausweisung von Leistungsbereichen und Leistungsgruppen. Das Gutachten hat zudem in der Tendenz eine Überversorgung in den Ballungsgebieten, insbesondere in der Rhein-Ruhr-Schiene,   festgestellt. Daneben wurde teilweise eine Unterversorgung in ländlichen Regionen belegt.
 
Das Gutachten ist von „PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH“ erstellt worden, die dabei von der „Lohfert & Lohfert AG“ sowie dem „Fachgebiet Management im Gesundheitswesen der Technischen Universität Berlin“ unterstützt wurde.

Das insgesamt fast 900 Seiten starke Gutachten betrachtet die aktuelle stationäre Versorgungssituation in Nordrhein-Westfalen, identifiziert dabei für die jeweiligen medizinischen Bereiche und die unterschiedlichen Regionen des Landes Über-, Unter- und Fehlversorgungen und gibt eine Bedarfsprognose für die Zukunft sowie Handlungsempfehlungen für die zukünftige Krankenhausplanung.

Die Ergebnisse des Gutachtens sollen nun die Diskussionsgrundlage sein für die Erstellung eines neuen Krankenhausplans für Nordrhein-Westfalen.

Informationen zum aktuell gültigen Krankenhausplan

Am 23. Juli 2013 ist der aktuell gültige Krankenhausplan NRW 2015 in Kraft getreten. Die Rahmenvorgaben für die rund 400 Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen sollten bis zum Jahr 2015 umgesetzt werden.

Festlegungen für einzelne Krankenhäuser enthält der Krankenhausplan NRW 2015 nicht.
Solche Konkretisierungen der Rahmenvorgaben werden in regionalen Planungskonzepten entwickelt, die nach Bewertung durch die jeweiligen Bezirksregierungen abschließend vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales entschieden werden. Konkrete Vorschläge dazu machen insbesondere die Krankenhausträger selbst oder die Landesverbände der Krankenkassen.

Weil die Behandlungsmöglichkeiten stets verbessert und neuen Erkenntnissen angepasst werden, ist die Fortsetzung des intensiven Dialoges insbesondere mit der Krankenhausgesellschaft, den Ärzteorganisationen und den Krankenkassenverbänden unter Einbeziehung des Patientenbeauftragten zwingend erforderlich.

Nur so können notwendige Veränderungen frühzeitig erkannt und das System für die Zukunft ausgerichtet werden. Oberstes Ziel ist ein Gesundheitssystem, das konsequent daran ausgerichtet ist, was Patienten tatsächlich brauchen.

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