Krankenhäuser

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Bettgalgen und und Infusion in einem Krankenhauszimmer

Krankenhäuser – Eckpfeiler medizinischer Versorgung

Kliniken haben einen zentralen Stellenwert bei der Gesundheitsversorgung

Rund 360 Krankenhäuser stellen in Nordrhein-Westfalen die stationäre medizinische Versorgung der Bevölkerung sicher. Das Land entscheidet über das Angebot der Krankenhäuser und entwickelt dafür Rahmenbedingungen.

In Flächenländern wie Nordrhein-Westfalen ist es entscheidend, für die Bürgerinnen und Bürger eine qualitativ hochwertige, wirtschaftliche und wohnortnahe stationäre Akutversorgung sicherzustellen. Mit ihrer Investitionsförderung sorgt die Landesregierung dafür, dass hochwertige Behandlungsmöglichkeiten angeboten werden können.

Krankenhäuser werden vor allem in

  • öffentlicher Trägerschaft (Land, Kommune),
  • freigemeinnütziger Trägerschaft (Kirchen usw.) und
  • privater Trägerschaft (Klinikketten usw.)

betrieben.

Die Kliniken haben sich in der jüngeren Vergangenheit verstärkt zu Wirtschaftsbetrieben weiterentwickelt, mit klaren Unternehmensstrategien und optimierten Betriebsabläufen. Auch werden die Grenzen zwischen ambulanter und stationärer Behandlung zunehmend durchlässiger. Das Land Nordrhein-Westfalen trägt zur Umsetzung dieses Prozesses durch die Krankenhausplanung und Krankenhausförderung bei.

Ambulante Leistungen von Krankenhäusern

Auch Operationen können im Krankenhaus ambulant durchgeführt werden (§115 b SGB V). Darüber hinaus haben Patientinnen und Patienten durch die Öffnung der Krankenhäuser für besondere ambulante Leistungen die Möglichkeit, eine im Krankenhaus begonnene Behandlung ohne Wechsel des behandelnden Spezialisten fortzusetzen.

Die Zulassung von Krankenhäusern zur ambulanten Behandlung hat durch das Versorgungsstrukturgesetz des Bundes ab dem 1. Januar 2012 eine Änderung erfahren. Seither sind die entsprechenden Zulassungsausschüsse bei den Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe für die Zulassungen zuständig. Die jeweiligen Berechtigungen müssen dort oder direkt bei den Krankenhäusern erfragt werden:

 

Weitere Informationen:

Allgemeine Krankenhäuser

Allgemeine Krankenhäuser sind Krankenhäuser, die über Betten in vollstationären Fachabteilungen verfügen. Wobei die Betten nicht ausschließlich für psychiatrische, psychotherapeutische oder psychiatrische, psychotherapeutische und neurologische Patienten und Patientinnen vorgehalten werden.

Für die Jahre 2002 bis 2004 wurden Krankenhäuser mit ausschließlich neurologischen Betten zu den sonstigen Krankenhäusern gezählt.
 

Arten von allgemeinen Krankenhäusern

  • Hochschulkliniken: Hochschulkliniken im Sinne des Hochschulbauförderungsgesetzes (HBFG)
     
  • Plankrankenhäuser: Krankenhäuser, die in den Krankenhausplan eines Landes aufgenommen sind
     
  • Krankenhäuser mit einem Versorgungsvertrag nach § 108 Nr. 3 SGB V: Krankenhäuser, die aufgrund eines Versorgungsvertrages mit den Landesverbänden der Krankenkassen und den Verbänden der Ersatzkassen zur Krankenhausbehandlung Versicherter zugelassen sind
     
  • Sonstige Krankenhäuser: Krankenhäuser, die nicht in die obengenannten Kategorien fallen und somit nicht zu den zugelassenen Krankenhäusern gemäß § 108 SGB V gehören
Krankenhausplan

Der Krankenhausplan NRW 2015 bildet die Grundlage zur Sicherstellung einer flächendeckenden stationären medizinischen Versorgung in Nordrhein-Westfalen. Die neuen Rahmenvorgaben für die rund 400 Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen sollen bis zum Jahr 2015 umgesetzt werden.

Festlegungen für einzelne Krankenhäuser enthält der Krankenhausplan NRW 2015 nicht. Solche Konkretisierungen der Rahmenvorgaben werden in regionalen Planungskonzepten entwickelt, die nach Bewertung durch die jeweiligen Bezirksregierungen abschließend vom Ministerium entschieden werden. Konkrete Vorschläge dazu machen insbesondere die Krankenhausträger selbst oder die Landesverbände der Krankenkassen.

Um die Behandlungsmöglichkeiten im Sinne der Patientinnen und Patienten in unserem Land zu verbessern, müssen neue Erkenntnisse berücksichtigt werden. Dies ist und bleibt ein ständiger Prozess. Das heißt: 'Nach dem Krankenhausplan ist vor dem Krankenhausplan'. Aus diesem Grund ist die Fortsetzung des intensiven Dialoges insbesondere mit der Krankenhausgesellschaft, den Ärzteorganisationen und den Krankenkassenverbänden unter Einbeziehung des Patientenbeauftragten zwingend erforderlich. Nur so können notwendige Veränderungen frühzeitig erkannt und weiterhin gemeinsam daran gearbeitet werden, das System zukunftsfest zu halten.
 

Patientenfürsprecherinnen und –fürsprecher in Krankenhäusern

Nordrhein-Westfalen verfügt über eine leistungsfähige Krankenhausversorgung. Basis für ein Vertrauensverhältnis zwischen Patienten und Krankenhaus ist die Sicherstellung der Rechte der Patienten sowie ein systematischer und zielgerichteter Umgang des Krankenhauses mit den Anliegen und Beschwerden der Erkrankten.

Die Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen e.V. (KGNW), der Patientenbeauftragte der Landesregierung Nordrhein-Westfalen und das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales haben Handlungsempfehlungen für die Tätigkeit von Patientenfürsprecherinnen und -fürsprechern erarbeitet:

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