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Humanmilchbanken

Frühgeborenes Baby in einem speziellen Brutkasten

Humanmilchbanken – ein guter Start für die Kleinsten

Ministerium fördert nach dem Aufbau von Humanmilchbanken die Netzwerkbildung für eine flächendeckende Versorgung

Ziel der Landesförderung ist es, ein "Netzwerk Humanmilchbanken Nordrhein-Westfalen" zu bilden, um den Zugang zu Humanmilch zu erleichtern. Langfristig soll damit die Ernährungssituation und damit die Überlebens- und Gesundheitschancen frühgeborener Kinder verbessert werden.

Zahlreiche Studien belegen: Muttermilch ist für Säuglinge die optimale Ernährung. Gerade für sehr früh und unreif geborene Kinder, für die ein erhöhtes Risiko gesundheitlicher Beeinträchtigungen besteht, ist die Versorgung mit Muttermilch besonders wichtig. Sie fördert ihre geistige und körperliche Entwicklung und schützt sie vor lebensbedrohlichen Komplikationen wie der nekrotisierenden Enterokolitis.

Wenn frühgeborene Kinder nicht oder nicht vollständig mit der Milch der eigenen Mutter ernährt werden können, kann gespendete Muttermilch aus einer Humanmilchbank diese wichtige Funktion übernehmen. In Humanmilchbanken wird, unter Beachtung der hygienischen und infektiologischen Voraussetzungen, Human-milch gelagert, aufbereitet und anschließend für die Ernährung eines Kindes zur Verfügung gestellt. Humanmilchbanken tragen somit maßgeblich dazu bei, dass Frühgeborene und kranke Neugeborene zuverlässig mit der für sie so wichtigen Humanmilch versorgt werden können.

Landesregierung fördert den Auf- und Ausbau von Humanmilchbanken

Im Jahr 2024 haben bereits 18 nordrhein-westfälische Perinatalzentren der Versorgungsstufe 1 (Level 1) eine Förderung für den Aufbau einer Humanmilchbank erhalten. Mit insgesamt 660.000 Euro wurden Investitionen in die Räumlichkeiten und für die Ausstattung einer Humanmilchbank gefördert, wie zum Beispiel Kühlschränke oder elektrische Milchpumpe. 

Weitergehende Förderung im Jahr 2025 

Nun sollen wiederholt weitere Kliniken der Versorgungsstufen 1 und 2 gefördert werden. Ziel ist dabei eine Netzwerkbildung und Kooperation zwischen den Häusern: zentrale Humanmilchbanken an einzelnen Standorten sollen im Verbund mit kooperierenden Kliniken aus der Region die Versorgung der zu früh oder krank geborenen Kinder sichern. Mit dieser Förderung soll langfristig die flächendeckende Versorgung aller Frühgeborenen in Nordrhein-Westfalen mit Humanmilch vom ersten Lebenstag an sichergestellt werden