Hausärzteprogramm

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Gespeichert von HKP.Kittel am 14. September 2017
Arzt im Beratungsgespräch mit jungen Mann mit Vollbart

Aktionsprogramm „Hausärztliche Versorgung“

Damit Niederlassung in ländlichen Gebieten attraktiver wird

Das Land Nordrhein-Westfalen setzt mit dem Hausarztaktionsprogramm (HAP) schwerpunktmäßig in Kommunen mit bis zu 25.000 Einwohnern finanzielle Anreize und nimmt die Altersstruktur der Hausärzteschaft in den Blick.

Insbesondere Niederlassungen und Anstellungen für Hausärzte in ländlichen Regionen werden gefördert, um punktuellen Engpässen in der hausärztlichen Versorgung präventiv entgegen zu wirken. Auch Kommunen mit einer Einwohnerzahl zwischen 25.001 und 40.000 können vom HAP profitieren, wenn die Altersstruktur der Hausärzteschaft vor Ort besonders ungünstig ist.

Schwerpunkte: Niederlassung und Anstellung von Hausärzten

Etwas mehr als die Hälfte der in Nordrhein-Westfalen tätigen Hausärzte ist älter als 55 Jahre und wird aus Altersgründen voraussichtlich in den kommenden zehn bis 15 Jahren ihre Praxis aufgeben – und womöglich keine Nachfolge finden. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann steuert dieser Entwicklung mit dem HAP entgegen. Neben der Niederlassung und Anstellung von Hausärzten wird auch die Errichtung bzw. Übernahme von Zweigpraxen finanziell gefördert. Das Land Nordrhein-Westfalen nimmt mit dem HAP seine politische Mitverantwortung für die Sicherstellung der wohnortnahen hausärztlichen Versorgung wahr.

Finanzielle Anreize für eine hausärztliche Tätigkeit in ländlichen Regionen

Im Rahmen des HAP werden  aus Landesmitteln bis zu 60.000 Euro als nicht rückzahlbarer Zuschuss gezahlt. Konkret werden Zuwendungen insbesondere für eine Niederlassung von Hausärzten, für eine Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung durch angestellte Hausärzte und für die Übernahme bzw. Errichtung von Zweigpraxen in Gebieten gewährt, in denen die hausärztliche Versorgung aufgrund der Altersstruktur der Hausärzteschaft bedroht ist bzw. mittelfristig gefährdet sein kann. Zuwendungsempfänger im Rahmen des HAP können sowohl Ärzte als auch Medizinische Versorgungszentren (MVZ) sein.

Förderung der Weiterbildungsassistenz

Darüber hinaus werden Weiterbildungsassistentinnen mit 500 Euro monatlich unterstützt, die in den Förderregionen ihre Weiterbildungszeit in Hausarztpraxen absolvieren. Auch die Ausbildung von medizinischen Fachangestellten (MFA) zu einer Entlastenden Versorgungsassistentin (EVA) wird durch das Land in Höhe von bis zu 1.000 Euro gefördert. Diese EVAs sollen die Hausärzte insbesondere bei Hausbesuchen entlasten. Mit Blick auf die Errichtung von Lehrpraxen beteiligt sich das Land zudem einmalig mit bis zu 10.000 Euro an den entsprechenden Investitionskosten.

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