Ministerpräsident Wüst und Minister Laumann übergeben Förderbescheide an sechs Krankenhäuser aus dem Regierungsbezirk Düsseldorf über rund 255,9 Millionen Euro
Landesregierung unterstützt Baumaßnahmen zur Umsetzung des neuen Krankenhausplans in Nordrhein-Westfalen
Ministerpräsident Hendrik Wüst und Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann haben am Freitag, 28. November 2025, in Düsseldorf Förderbescheide an die Städt. Kliniken Mönchengladbach, das Johanniter-Krankenhaus Rheinhausen GmbH Duisburg, das St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln, das Evangelische Krankenhaus Oberhausen, das Marien Hospital Wesel und das Rheinland Klinikum Lukaskrankenhaus Neuss im Volumen von zusammen rund 255,9 Millionen Euro überreicht.
Die Landesregierung fördert damit Baumaßnahmen von weiteren Krankenhäusern im Regierungsbezirk Düsseldorf, die der Umsetzung des neuen Krankenhausplans in Nordrhein-Westfalen dienen.
Die Städt. Kliniken Mönchengladbach erhalten eine Förderung über 35,5 Millionen Euro für die Erweiterung der Kinderklinik. Ziel der Gesamtmaßnahme ist die Verbesserung medizinsich-technischen Standards und die Erhöhung der Bettenkapazität um 19 Betten.
Das Johanniter-Krankenhaus Rheinhausen erhält eine Förderung über 10,1 Millionen Euro für den demenzsensiblen Umbau des stationären Bereichs. Die Versorgung von älteren Menschen mit Demenz soll hier im Fokus stehen. Zudem werden die Mittel für den Neubau eines interdisziplinären Theapiezentrums verwendet, in dem Physio-, Ergo- und Logopädie sowie ein Raum für medizinische Trainingstherapie, Gruppenräume und ein Psychotherapieangebot vorgesehen sind.
An das St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln gehen eine Förderung des Landes über 28,7 Millionen Euro für den Neubau eines Bettenhauses für die Geriatrie. Die Errichtung eines modernen, barrierefreien und demenzsensiblen Neubaus, wird zur nachhaltigen Sicherstellung und Verbesserung der geriatrischen Versorgung beitragen. Das St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln ist das einzige Krankenhaus im Kreis Viersen mit einer Geriatrie.
Das Evangelische Krankenhaus Oberhausen erhält eine Förderung über 25,4 Millionen Euro für die Errichtung eines Erweiterungsneubaus zur Stabilisierung der stationären Versorgung in Oberhausen. Entstehen sollen drei neue Stationen mit 72 Betten sowie neun Intensivplätze.
Das Marien Hospital Wesel erhält eine Förderung über rund 13,8 Millionen Euro für den Erweiterungsbau des Sozialpädiatrischen Zentrums für die Tagesklinik der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Damit wird eine bedarfsgerechte, wohnortnahe Versorgung sichergestellt.
Das Rheinland Klinikum Lukaskrankenhaus Neuss fördert das Land mit rund 142 Millionen Euro. Am Standort sollen ein Zentrum für Operative Medizin und Intensivmedizin und ein Zentrum für familienorientierte Geburtshilfe und Neonatologie entstehen. Die Maßnahme dient der Bündelung von Leistungen im Rahmen der Fusion des Rheinland Klinikums und der Konzentration zentraler Bereiche am Lukaskrankenhaus.
„Die heute übergebenen Förderbescheide ermöglichen den Städt. Kliniken Mönchengladbach, dem Johanniter-Krankenhaus Rheinhausen, dem St. Irmgardis-Krankenhaus Süchteln, dem Evangelischen Krankenhaus Oberhausen, dem Marien Hospital Wesel und dem Rheinland Klinikum Lukaskrankenhaus Neuss notwendige Baumaßnahmen an ihren Standorten in Angriff zu nehmen. Als Landesregierung unterstützen wir die Krankenhäuser dabei, die zum Teil erheblichen Investitionen in neue Gebäude oder Umbauten vorzunehmen, die der Umsetzung der neuen Krankenhausplanung dienen. Die tiefgreifende Strukturveränderung der Krankenhauslandschaft in Nordrhein-Westfalen dient der Sicherung der Behandlungsqualität und der Beilegung des ruinösen Wettbewerbs der Kliniken untereinander um Fallzahlen und Personal”, erklärt Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann.
Die Förderung erfolgt im Rahmen des Investitionsprogramms Krankenhaus-Einzelförderung. In der heutigen Förderrunde wurden Förderbescheide im Gesamtvolumen von rund 823 Millionen Euro an 24 Krankenhäuser übergeben. Daneben wurden bereits im Dezember 2024 und im April 2025 Förderbescheide im Rahmen der Einzelförderung über insgesamt rund 523 Millionen Euro an zwölf nordrhein-westfälische Krankenhäuser überreicht. Mehr Informationen zur Krankenhausförderung finden Sie in der landesweiten Pressemitteilung.
Fotos von den Bescheidübergaben finden Sie unter www.land.nrw.
Hintergrundinformationen
Im Dezember 2024 hat die Landesregierung das bundesweit erste Krankenhausplanungsverfahren nicht anhand von Betten, sondern anhand von klaren Qualitätsvorgaben und eindeutigen Erreichbarkeitsvorgaben erfolgreich abgeschlossen und die Ergebnisse öffentlich vorgestellt. Seitdem steht fest, welches Krankenhaus ab dem Inkrafttreten der neuen Planung welche Leistungen anbieten kann und zu welchen Veränderungen es in der nordrhein-westfälischen Krankenhauslandschaft kommen wird. Der überwiegende Teil der Regelungen der neuen Planung trat zum 1. April 2025 in Kraft. Für die Umsetzung von Änderungen in bestimmten Leistungsgruppen, zum Beispiel in der Kardiologie und der Notfallversorgung, besteht eine Übergangsfrist bis zum 31. Dezember 2025.