Bündnis für Fachkräfte Westfälisches Ruhrgebiet

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Minister Karl-Josef Laumann am Rednerpult mit Beschriftung IHK

Gemeinsam gegen den Fachkräfte-Engpass – Minister Laumann nimmt an Auftaktveranstaltung in Dortmund teil

Auftaktveranstaltung "Bündnis für Fachkräfte Westfälisches Ruhrgebiet" in der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund mit NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann

Die Fachkräftesicherung ist eine der zentralen Herausforderungen für die Zukunft der regionalen Wirtschaft. Dafür braucht es starke Netzwerke. In Dortmund hat sich das "Bündnis für Fachkräfte Westfälisches Ruhrgebiet" gegründet. Arbeitsminister Karl-Josef Laumann nahm an der Auftaktveranstaltung in Dortmund teil und begrüßte das neue Fachkräftebündnis.

Fachkräftesicherung im Westfälischen Ruhrgebiet - Netzwerkpartner stärken Zusammenarbeit

Mit einer feierlichen Auftaktveranstaltung im Großen Saal der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund wurde das "Bündnis für Fachkräfte Westfälisches Ruhrgebiet" auf den Weg gebracht. Im Beisein des nordrhein-westfälischen Arbeitsministers Karl-Josef Laumann stellten die regionalen Bündnispartner ihr gemeinsames „Memorandum of Understanding“ vor, mit dem sie ihre Zusammenarbeit und den Informationsaustausch für die Fachkräftesicherung in der Region intensivieren und stärken wollen.

Am Fachkräftebündnis Westfälisches Ruhrgebiet sind sechs Netzwerkpartner beteiligt: die Agenturen für Arbeit Dortmund und Hamm, die DGB Region Dortmund-Hellweg, der Handelsverband NRW – Westfalen-Münsterland, die Handwerkskammer Dortmund und die Industrie- und Handelskammer zu Dortmund.

„Die Fachkräftesicherung ist eine wichtige Aufgabe für Nordrhein-Westfalen. Nach Hochrechnungen werden uns in zehn Jahren über 700.000 Arbeitskräfte in NRW fehlen; das ist eine Verdopplung des Fachkräfteengpasses im Vergleich zu heute“, sagte Arbeitsminister Karl-Josef Laumann in seinem Redebeitrag. Das neue Fachkräftebündnis begrüßte er als wichtigen Impuls, um künftigen Herausforderungen zu begegnen. „Dass dieser Impuls hier in Dortmund und im westfälischen Ruhrgebiet zur Gründung eines Fachkräftebündnisses führt, freut mich persönlich sehr – insbesondere, weil sich genau die richtigen Partner zusammengefunden haben. Denn: Wenn wir hier nicht alle gemeinsam zusammenarbeiten, werden wir die großen Herausforderungen, die vor uns liegen, nicht bewältigen können.“

In der anschließenden Gesprächsrunde diskutierten die Bündnispartner vor rund 200 Gästen Fragen über künftige Veränderungen in der Arbeitswelt und erörterten Erfordernisse für Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in der Region.

Bündnispartner mit Memorandum

Als Mitinitiatorin konkretisierte Jutta Reiter, Geschäftsführerin des DGB Region Dortmund-Hellweg und Vorsitzende des Facharbeitskreises Westfälisches Ruhrgebiet, in der Runde das Anliegen des neuen Netzwerks: „In den nächsten acht Jahren werden in der Region Dortmund - Unna - Hamm mehr als 70.000 Menschen altersbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Dadurch ist die Entwicklung von Fachkräften für jedes Unternehmen eine vordringliche Aufgabe. Ausbildung, Qualifizierung, systematische Personalplanung und –Entwicklung sowie gute Arbeitsbedingungen werden immer bedeutsamer, um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen und zu binden. Ohne die gestalterische Einbindung der Beschäftigten sowie ihrer Betriebs- und Personalräte wird die Herausforderung der digitalen Transformation in Unternehmen nicht zu stemmen sein.“

Die Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet begleitet die Umsetzung der Landesarbeitspolitik in der Region und informiert zu den Förderangeboten des Landes. Leiter André Deutschmann begrüßte die Gründung des regionalen Bündnisses. „Ich freue mich, dass das Bündnis die Fachkräftethematik aufgreift und die Arbeit des regionalen Facharbeitskreises stärkt.“ Um gezielt Förderketten in der Region Westfälisches Ruhrgebiet aufzubauen, seien die ESF-geförderten Instrumente der Landesarbeitspolitik wie etwa Bildungsscheck oder Potentialberatung weiterhin von Bedeutung.

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