Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch Geburt

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Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch Geburt

Änderung der Optionspflicht

Die aktuelle Änderung des Staatsangehörigkeitsgesetzes betrifft nur diejenigen, die als Kinder ausländischer Eltern durch Geburt in Deutschland die deutsche Staatsangehörigkeit sowie die ausländische Staatsangehörigkeit ihrer Eltern erworben hatten (bzw. die die deutsche Staatsangehörigkeit nach der Übergangsregelung des § 40b Staatsangehörigkeitsgesetz erworben hatten).

Nach dem bisherigen Recht mussten sie sich mit Erreichen der Volljährigkeit zwischen der deutschen und der ausländischen Staatsangehörigkeit entscheiden (= sog. „Optionspflicht”).

Nach dem neuen Recht entfällt diese Optionspflicht für diejenigen, die in Deutschland aufgewachsen sind. Für diese Personen wird die durch Geburt entstandene Mehrstaatigkeit dauerhaft hingenommen. 

„Im Inland aufgewachsen ” sind nach § 29 Abs. 1a des Staatsangehörigkeitsgesetzes diejenigen, die sich bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres

  • acht Jahre gewöhnlich im Inland aufgehalten haben oder
  • sechs Jahre im Inland eine Schule besucht haben oder
  • über einen im Inland erworbenen Schulabschluss oder eine im Inland abgeschlossene Berufsausbildung verfügen.

 

Die zuständige Behörde prüft anhand der ihr zur Verfügung stehenden Meldedaten, ob sie die Optionspflicht verneinen kann. Ist nach den Meldedaten nicht feststellbar, dass sich der Betroffene acht Jahre gewöhnlich in Deutschland aufgehalten hat, schreibt die Behörde ihn an, nachdem er 21 Jahre alt geworden ist. In dem Anschreiben wird er auf die Möglichkeit hingewiesen, nachzuweisen, dass bei ihm die Optionspflicht nicht besteht. Erst wenn danach das Bestehen der Optionspflicht nicht verneint werden kann, wird ein offizielles Optionsverfahren eingeleitet.

 

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