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Ehrenamtspreis

Ehrenamtspreis – Ehrenamt schafft Begegnung

Bürgerschaftliches Engagement in der Seniorenarbeit

Unser Gemeinwesen lebt von der Mitwirkung und Mitgestaltung seiner Bürgerinnen und Bürger. Dabei ist das Engagement so vielfältig, wie unsere Gesellschaft und fördert maßgeblich das Miteinander und die soziale Teilhabe in unserem Land. Mit dem Ehrenamtspreis „Ehrenamt schafft Begegnung“ will das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalens ehrenamtliche Aktivitäten im Vor- und Umfeld von Pflege würdigen.

Sich aus freien Stücken für die Allgemeinheit einzusetzen, oder auch nur "für den Nächsten", das ist Ausdruck von Menschlichkeit, Verantwortungsbereitschaft und Solidarität für die Gemeinschaft, gerade dort, wo Menschen Hilfe und Unterstützung benötigen.

Vor dem Hintergrund des demografiebedingten Anstiegs von älteren und hochaltrigen Menschen sowie des Fachkräftemangels, gewinnt das freiwillige Engagement für die älteren Generationen zunehmend an Bedeutung, um unter anderem Teilhabe zu gewährleisten und Vereinsamung zu vermindern/vorzubeugen. Dabei ist die alternde Gesellschaft Herausforderung und Chance zugleich. Insbesondere im Bereich des Alters und der Pflege gibt es eine Vielzahl von Engagementmöglichkeiten und ein großes Potenzial durch die ins Rentenalter eintretende Babyboomer-Generation. Dabei geht es nicht um eine Instrumentalisierung des Ehrenamts, sondern Stärkung der Bürgergesellschaft.

Denn nur ein starkes Ehrenamt kann dazu beitragen, gesellschaftliche Herausforderungen erfolgreich zu gestalten und dadurch den Zusammenhalt nachhaltig zu stärken.

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales möchte, stellvertretend für die Vielzahl der bereits in Nordrhein-Westfalen existierenden beeindruckenden ehrenamtlichen Projekte in der Seniorenarbeit, herausragendes ehrenamtliches Engagement mit einer Preisauslobung, würdigen.

Für die Preisverleihung des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales können sich Projekte und Initiativen bewerben, die ein aktives Ehrenamt mit dem Schwerpunkt der aufsuchenden Hilfe für ältere und hochaltrige Seniorinnen und Senioren mit und ohne Pflegebedarf ausüben. Das Ehrenamt sollte einen Beitrag dazu leisten, die körperliche und geistige Beweglichkeit zu fördern, Einsamkeit zu vermeiden/vermindern und die Teilhabe des alten Menschen zu befördern.

Beispiele für das aufsuchende Ehrenamt:

  • Engagement für Ältere in Krisensituationen (z.B. nach Partnerverlust, bei Krankheit, Wechsel der Wohnung bzw. des Lebensortes, bei Einsamkeitsgefühlen), wie...
    • Besuchsdienste mit vielfältigen Angeboten (Gespräche, Vorlesen, Musizieren, Singen, Literaturgruppe usw.)
    • Nachbarschaftshilfe (Unterstützung bei Hilfe- und Pflegebedürftigkeit und im Haushalt, Gartenpflege, Reparaturarbeiten usw.)
    • Begleitende Hilfe und Gesprächsangebote zur Trauerbewältigung
  • Generationsübergreifendes Ehrenamt, wie…
    • Unterstützung beim Nutzen digitaler Netzwerke (über WhatsApp-Nachbarschaftsgruppen, E-Mail-Nachrichten, Skypen/Zoomen usw.) oder Hilfen beim Einsatz von Geräten zur elektronischen Kommunikation (Computer, Tablets, Smartphones usw.)
    • Lese- und Lernpatenschaften
    • Begleitdienste
  • Engagement zur Förderung der Teilhabe und sozialen Kontakte („Aus der eigenen Häuslichkeit herausholen“), wie…
    • Mobilitätsunterstützung durch Fahrdienste
    • Bewegungs-, Wander- und Spaziergehgruppen (Stadtteilspaziergänge mit Anregungen zu Barrierefreiheit und Sicherheit usw.)
    • Organisation von kultureller Teilhabe (gemeinsamer Besuch von Theater, Museum, Konzert usw.)
  • Und viele mehr…

Von den eingereichten Projekten und Initiativen werden zehn Projekte / Initiativen durch eine Fachjury ausgewählt. Jedes prämierte Projekt / Initiative erhält ein Preisgeld in der Höhe von 1.000 Euro, das bei einer feierlichen Preisverleihung im ersten Quartal 2026 übergeben werden soll.

  • Das Ehrenamt ist nicht profitorientiert (kein materieller Gewinn) ausgerichtet.
  • Das Ehrenamt erfolgt unentgeltlich, mit Ausnahme der Aufwandsentschädigung.
  • Das Ehrenamt soll gemeinwohlorientiert sein.

Die Auswahl der Gewinner erfolgt anhand folgender Kriterien, die durch eine Fachjury 
bewertet werden:

  • Innovation
    Werden bei dem Projekt neue Aspekte, Ideen oder Techniken eingebunden? Ist ihr Projekt niedrigschwellig zugänglich? Werden digitale Elemente genutzt?
  • Übertragbarkeit
    Kann das Projekt von anderen Interessierten möglichst niedrigschwellig auf einen anderen Standort übertragen werden?
  • Vernetzung vor Ort
    Wie ist das Projekt lokal verankert und steht in einem engen Verbundsystem mit wichtigen Akteuren der Seniorenarbeit vor Ort?
  • Nachhaltigkeit
    Wie ist das Projekt finanziell aufgestellt? Wird der Nachwuchs des Ehrenamtes gesichert? Wie lange besteht das Projekt / die Initiative bereits?
  • Wirkung und Effekte
    Inwieweit hilft das Ehrenamt z.B. Teilhabe zu befördern und Einsamkeit zu vermindern?

Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt über eine Jury. Sie besteht aus Personen, die selbst eine hohe Expertise im Bereich des freiwilligen Engagements sowie im Bereich der Seniorenarbeit und Pflege haben.

Zur Jury gehören:

  • Matthias Heidmeier
    Staatssekretär des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales
  • Ursula Woltering
    Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros Nordrhein-Westfalen (LaS NRW)
  • Karl-Josef Büscher
    Vorsitzender der Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen (LSV NRW)
  • Dr. Christian Wiefling
    Referent beim Landkreistag Nordrhein-Westfalen
  • Thomas Meertz
    Bereichsleiter Pflege der AOK Rheinland/Hamburg

Ihre vollständige Bewerbung reichen Sie bitte ausschließlich per E-Mail an Referat-VIIA2[at]mags.nrw.de (Referat-VIIA2[at]mags[dot]nrw[dot]de) mit dem Betreff Bewerbung „Ehrenamt schafft Begegnung“ ein.

Die Bewerbung muss folgende Aspekte beinhalten:

  • Projektbeschreibung: Beschreiben Sie kurz das Projekt, dass Sie für die Preisausschreibung einreichen. Was ist das Anliegen Ihres Engagements? Wie setzen Sie dieses um und wie lange besteht das Projekt bereits
  • Verein/Organisation/Initiative: Beschreiben Sie den Zweck des Vereins/Organisation/Initiative, in dessen Rahmen das Ehrenamt stattfindet, falls dieser Zweck von dem Projekt abweicht.
  • Innovation: Beschreiben Sie, was Ihr Projekt von anderen Projekten unterscheidet. Wie beurteilen Sie den Innovationsgrad Ihres Projektes?
  • Übertragbarkeit: Lässt sich Ihr Projekt leicht nachahmen und könnte es in anderen Städten/Regionen problemlos implementiert werden?
  • Vernetzung: Beschreiben Sie, wie Ihr Projekt in die regionalen Strukturen eingebunden ist. Findet ein Austausch mit anderen Akteuren/Ehrenamtlern vor Ort statt?
  • Nachhaltigkeit: Ist Ihr Projekt auf Dauer angelegt? Ist das Projekt mit Blick auf Unterstützerinnen und Unterstützer sowie die Finanzierung gesichert, beispielsweise über Fördergelder?
  • Wirkung: Welche positiven Auswirkungen werden durch das Projekt erzielt (beispielsweise Vermeidung von Einsamkeit)?

Bewerbungen sind ab dem 24. Oktober 2025 möglich. Bewerbungsschluss ist der 19. Dezember 2025.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Zum Bewerbungsbogen:

Bewerbungsformular Ehrenamtspreis  „Ehrenamt schafft Begegnung“