Digitalisierung in der Pflege – Fachveranstaltung in Wesseling mit Minister Laumann

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„Auch in der Pflege brauchen wir modernste Arbeitsplätze – die Digitalisierung ist ein Baustein.“ Minister Laumann auf Digitalisierungs-Tour in Wesseling

ESF-geförderte Fachveranstaltung „Digitalisierung in der Pflege“ in Wesseling, veranstaltet von Regionalagenturen Köln und Aachen sowie der Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung, Impulse für Unternehmen und Akteure

Auf seiner Digitalisierungstour 2019 machte Minister Karl-Josef Laumann Station im Rheinforum Wesseling. Die Fachveranstaltung unter dem Titel „Digitalisierung in der Pflege – Impulse & Ideen, Programme & Palaver“ beschäftigte sich mit der fortschreitenden Digitalisierung in der Pflege und informierte zu Ideen, Praxisbeispielen und Förderprogrammen. „Auch in der Pflege brauchen wir modernste Arbeitsplätze – die Digitalisierung ist dabei ein Baustein“, so Minister Laumann.

Digitalisierung in der Pflege – Fachveranstaltung und Diskussion mit Minister Laumann in Wesseling

Die ESF-geförderte Fachveranstaltung „Digitalisierung in der Pflege“ ist Teil der Veranstaltungsreihe „Voneinander lernen – Qualifizierung 4.0“, mit der das Arbeitsministerium gute betriebliche Qualifizierungslösungen für den digitalen Wandel vorstellt und den Dialog mit Unternehmen fortsetzt. Sie wurde gemeinsam von den Regionalagenturen Köln und Aachen sowie der Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung (G.I.B.) organisiert und fand im Rheinforum Wesseling statt, einer ehemaligen Fabrikhalle zur Reparatur von Schiffsmotoren.

Arbeitsminister Karl-Josef Laumann machte hier Station auf seiner Digitalisierungstour 2019. Knapp 80 Akteure aus der regionalen Pflegewirtschaft und der Arbeitspolitik nutzten die Gelegenheit, um sich zu Praxisbeispielen aus Pflegeeinrichtungen der Region zu informieren und mit Minister Laumann zu Aspekten der Digitalisierung zu diskutieren. Der Lenkungskreisvorsitzende der Region Köln und Sozialdezernent des Rhein-Erft-Kreises, Dr. Christian Nettersheim, begrüßte die Teilnehmenden und verwies mit Blick auf den Fachkräftemangel auf die Chancen der Digitalisierung, die zur Entlastung der Pflegearbeit beitragen könne.

„Die Digitalisierung ist nicht neu, aber sie kommt jetzt mit Wucht. Wir können uns nicht mehr davor drücken“, sagte Minister Karl-Josef Laumann. „Wir brauchen auch in der Pflege modernste Arbeitsplätze, dabei ist die Digitalisierung ein wichtiger Baustein“, betonte der Minister in seinem Statement und machte deutlich, was ihm dabei besonders wichtig ist: „Wir müssen bei der Digitalisierung die Menschen mitnehmen und sie durch Weiterbildung unterstützen, damit sie die Chancen und nicht nur die Risiken sehen. Und vor allem brauchen wir Ausbildung, Ausbildung, Ausbildung.“

Dass Pflegekräfte durch Maschinen ersetzt würden, hält der Minister für wenig realistisch. Gleichwohl sei es sinnvoll, moderne digitale Techniken und Systeme zu nutzen, die die Selbstbestimmung und Souveränität der Pflegepatienten stärken, aber auch die Arbeit der Pflegekräfte entlasten.

Wie das gelingen und in der Praxis umgesetzt werden kann, stellten Vertreter aus verschiedenen Pflegereinrichtungen der Region vor. So haben sich die Pflegeeinrichtungen St Gereon Seniorendienste Hückelhoven und die Johanniter Seniorenhäuser Köln an einem großen Bundesprojekt zur Prävention von Pflegenden beteiligt und berichteten von ihren Anwendungserfahrungen und der Umstellung auf elektronisch gestützte Systeme der Pflegedokumentation und Prozessteuerung. Welche Bedeutung die Schulung und Qualifizierung der Mitarbeitenden beim Einsatz digitaler Technik hat, erläuterte das Clarenbachwerk Köln und der ambulante Pflegedienst Lebensbaum stellte sein Konzept für ein Schulungszentrum mit digitalen Lernformen vor.

Digitalisierung heißt insbesondere auch in die Qualität der Arbeitsplätze und der Arbeitsorganisation zu investieren. Dafür bietet das Land eine Reihe von Förderinstrumenten und -Programmen, die einfach und unbürokratisch in Anspruch genommen werden können. Das nordrhein-westfälische Arbeitsministerium, die G.I.B. sowie die NRW Bank stellten auf der Veranstaltung die wichtigen Unterstützungsangebote vor und warben bei den anwesenden Unternehmen dafür, sie zu nutzen. Bei der Beantragung stehen die nordrhein-westfälischen Regionalagenturen unterstützend zur Seite.

In Nordrhein-Westfalen gibt es für Unternehmen und Betriebe das ESF-geförderte Landesprogramm Potentialberatung und das bundesweite Programm unternehmensWert:Mensch, beide Programme ermöglichen die externe Beratung und Begleitung auch bei Digitalisierungsprozessen. Mit dem Bildungsscheck NRW erhalten Betriebe wie Beschäftigte einen finanziellen Zuschuss für berufliche Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen. Die NRW Bank bietet darüber hinaus verschiedene Programme, die Unternehmen bei der Finanzierung von Digitalisierungs- und Innovationsvorhaben unterstützen.

An mehreren Infotischen konnten sich die Teilnehmenden abschließend über Fördermöglichkeiten informieren oder im Einzelgespräch Erfahrungen austauschen. Schließlich ging es nicht nur um „Impulse & Ideen, Programme & Palaver“, wie die Einladung versprach, sondern auch darum: Voneinander lernen.

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