Teststrategie: Dritte Säule der Pandemiebekämpfung

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Grafik: Informationen zur Teststrategie

Teststrategie: Dritte Säule der Pandemiebekämpfung in Nordrhein-Westfalen

Bürgerinnen und Bürger haben Anspruch auf kostenlosen, wöchentlichen Corona-Schnelltest

Im Kampf gegen das Coronavirus sind regelmäßige Tests der Bevölkerung die wichtige dritte Säule – neben den Corona-Schutzimpfungen und der Einhaltung der Corona-Regeln im Alltag. Die Tests helfen, eine Infektion oder gar einen Ausbruch schnell zu erkennen und entsprechend zu reagieren.

Es wird aktuell zwischen drei Testmethoden unterschieden - Selbsttests, Schnelltests und klassische Labortests. Alle drei Testverfahren verfolgen das gleiche Ziel: Man kann eine Infektion feststellen, Erkrankte sowie Kontaktpersonen isolieren und auf diese Weise Infektionsketten unterbrechen. Das hilft, die Ausbreitung des Virus möglichst schnell einzudämmen.

Und ein negatives Testergebnis gibt größere Sicherheit im Alltag: Die Gefahr, andere Menschen anzustecken, sinkt.
 

Coronatests:

Bürgertestungen

 

Um allen Bürgerinnen und Bürgern die ortsnahe Testung auf das Coronavirus zu ermöglichen, sind in Nordrhein-Westfalen flächendeckend Teststationen eingerichtet worden.

Die sogenannten Bürgertestungen mit Schnelltests können dort im Rahmen der Verfügbarkeit von Testkapazitäten mindestens einmal pro Woche kostenlos in Anspruch genommen werden.

Wer einen solchen Test machen möchte, vereinbart am besten vorab einen Termin – ganz überwiegend ist das online möglich. Zum Termin selbst bitte einen gültigen Ausweis mitbringen.

Anschließend wird ein Nachweis über das Testergebnis ausgehändigt oder übermittelt, der zeitlich befristet gültig ist. Falls der Schnelltest positiv ausgefallen ist, muss zur Überprüfung des Ergebnisses ein sofortiger PCR-Test folgen.

Teststellen können beispielsweise Arztpraxen oder Apotheken sein, aber auch private oder kommunale Testzentren. Sie werden von den Kreisen und kreisfreien Städten beauftragt und müssen dafür festgelegte Mindeststandards (geschultes Personal, geeignete Räume, sichere Testabläufe) erfüllen.

Inzwischen sind in Nordrhein-Westfalen mehr als 7.400 Teststellen gemeldet. 

Teststellen in Nordrhein-Westfalen

Die Standorte der Teststellen und weitere Informationen stehen auf den Internetseiten der Kreise und kreisfreien Städte. Einen Überblick gibt die Karte unten auf dieser Seite.    

Rechtliche Grundlagen:

   

Coronatests:

Weitere freiwillige Testmöglichkeiten
Corona-Tests des Kita-Personals

Die Beschäftigten der Kindertageseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen und alle Kindertagespflegepersonen haben die Möglichkeit, Selbsttests zu nutzen, die vom Land Nordrhein -Westfalen zur Verfügung gestellt werden.  

Beschäftigtentests

Arbeitgeber sind verpflichtet, in ihren Betrieben allen Mitarbeiterinen und Mitarbeitern, die nicht ausschließlich im Homeoffice arbeiten, regelmäßige Selbst- und Schnelltests anzubieten. So sieht es die bundesweit geltende Corona-Arbeitsschutzverordnung vor.

Die Teilnahme an den Tests ist freiwillig, eine Bescheinigung kann ausgestellt werden. Hierzu müssen sich Arbeitgeber in Nordrhein-Westfalen unter folgendem Link anmelden:

Selbsttests

Die frei verkäuflichen Selbsttests sind so einfach aufgebaut, dass sie jedermann nutzen kann. Wer ein positives Testergebnis erhält, ist verpflichtet, sich in einem Testzentrum oder bei der Hausärztin oder dem Hausarzt unverzüglich einem PCR-Test (Kontrolltest) zu unterziehen und Kontakte zu meiden.

Coronatests:

Pflichttestungen

 

In bestimmten Bereichen und Situationen, in denen ein deutlich erhöhtes Risiko besteht, sich mit dem Coronavirus anzustecken, gilt eine Testpflicht. Meist reicht das negative Ergebnis eines Schnelltests aus, um etwa Verwandte im Seniorenheim besuchen zu können oder sich beim Friseur den Bart schneiden zu lassen.  

Die Regelungen zu den Testpflichten sind von Fall zu Fall unterschiedlich und wurden in verschiedenen Verordnungen festgeschrieben.    

Einrichtungen der Pflege und der medizinischen Versorgung

Um die besonders vulnerablen Personengruppen vor dem Coronavirus zu schützen, also die besonders gefährdeten Menschen, gelten für zahlreiche Einrichtungen Testpflichten. Die Details sind in der aktuellen Corona-Test- und Quarantäneverordnung für Nordrhein-Westfalen geregelt. Hier eine Auswahl:
 

  • Senioren- und Pflegeheime: Test des Personals an jedem dritten Kalendertag, der ein Arbeitstag ist, mit Hilfe von Schnelltests. Besucherinnen und Besuchern müssen negative Tests vorlegen, die höchstens 48 Stunden alt sind.
     
  • Ambulante Pflege: Test des Personals an jedem zweiten Tag mit Hilfe von Schnelltests.
     
  • Eingliederungshilfe: Test des Personals einmal pro Woche mit Hilfe von Schnelltests. Besucherinnen und Besuchern müssen negative Tests vorlegen, die höchstens 48 Stunden alt sind.
     
  • Corona-Test- und Quarantäneverordnung des Landes (siehe Kapitel 3)
Körpernahe Dienstleistungen

Die Corona-Schutzverordnung sieht derzeit einen Fall vor, in dem die Vorlage eines negativen Coronatests erwartet wird – bei zulässigen körpernahen Dienstleistungen, bei denen die Kundschaft keine Maske tragen kann. Gemeint sind damit etwa kosmetische Behandlungen des Gesichts oder eine Bartrasur. 

Fleischwirtschaft

Für Großbetriebe der Fleischwirtschaft gilt eine Testpflicht. So dürfen in der Produktion nur Personen eingesetzt werden, die mindestens zweimal pro Woche auf eine Infektion mit dem Coronavirus durch PCR-Verfahren oder Schnelltest getestet werden und dabei ein negatives Testergebnis haben.

Bei Betrieben mit mehr als 100 Beschäftigten, von denen aber unter 100 Beschäftigte in der Produktion arbeiten, ist ein Test pro Woche ausreichend.

Die Kosten trägt der Betriebsinhaber. Dieses und andere Fälle regelt eine eigene Verordnung für die Fleischwirtschaft.

Reiserückkehrer

Personen, die aus einem „Virusvarianten-Gebiet“ oder einem „Hochinzidenzgebiet“ einreisen oder sich innerhalb von 10 Tagen vor ihrer Einreise nach Deutschland in einem solchen Gebiet aufgehalten haben, müssen bei der Einreise nach Deutschland einen aktuellen Nachweis über einen negativen Coronatest bei sich führen.

Personen, die aus einem „Risikogebiet“ kommen, müssen spätestens 48 Stunden nach der Einreise nach Deutschland den Nachweis über einen negativen Coronatest erbringen.

Diese Regelungen und auch mögliche Ausnahmen legt die Corona-Einreiseverordnung des Bundes fest.

Ebenfalls auf Bundesebene geregelt ist die Testpflicht für Flugreisende.

Corona-Tests an Schulen

Seit 12. April 2021 gilt eine Pflicht zur Testung auf das Coronavirus in den Schulen. Die Teilnahme an wöchentlich zwei Tests ist Voraussetzung für den Aufenthalt in der Schule. Aufgefordert zur Teilnahme sind alle Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und das sonstige an der Schule tätige Personal.

Für Schülerinnen und Schüler an Primar- und Förderschulen werden ab Montag, 10. Mai 2021, sogenannte Lolli-Tests eingesetzt.
  

Antigentests:

Hinweise zur richtigen Lagerung

 

Das Bundesministerium für Gesundheit hat darauf aufmerksam gemacht, dass für die sachgerechte Anwendung von Antigentests die korrekte Lagerung und die Durchführung bei Raumtemperatur eine Grundvoraussetzung ist. Die genaue Angabe des Temperaturbereichs entsprechend der Herstellerangaben kann in der Regel in der Packungsbeilage nachgelesen werden.

Es ist davon auszugehen, dass bei sachgemäßer Lagerung und Gebrauch CE-zertifizierte Antigentests in einem Temperaturbereich zwischen 4°C und 30°C gleichbleibende Leistungen in Bezug auf Sensitivität und Sensibilität liefern. Geringe Temperaturen (<4°C) während Lagerung und Durchführung der Antigentests lassen die Spezifität des Testergebnisses sinken. In der Konsequenz kann es unter Umständen zu falsch positiven Ergebnissen kommen.

Bei erhöhten Temperaturen (>30°C) während Lagerung und Durchführung der Antigentests, kann es zu einer Reduktion der Sensitivität kommen. Damit kann es auch zu falsch negativen Testen kommen. Insgesamt sind häufige Temperaturschwankungen bei der Lagerung von Antigentesten kritisch zu betrachten und zu vermeiden. Starke Temperaturschwankungen können auch zu Kondensation von Wasser in der Testkartusche führen, dies ist mit Einschränkungen in der Testleistung verbunden.

Bürgertests:

Informationen der Kreise und kreisfreien Städte

 

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Labortests

Für die sogenannten PCR-Tests mit genauem Ergebnis ist eine Probenentnahme durch medizinisches Personal notwendig. 

Die Probe wird aus dem Nasen- oder Rachenraum genommen.

Die Untersuchung erfolgt in Laboren, Ergebnisse liegen im Regelfall nach ein bis zwei Tagen vor.

PCR-Tests sind insbesondere für die Diagnostik nach positiven Schnell- oder Selbsttests notwendig. 


Schnelltests

Ein Ergebnis bereits nach 15 Minuten – das versprechen die sogenannten Antigen-Schnelltests.

Sie nutzen ein anderes Testverfahren als die aufwändigeren PCR-Tests, sind dadurch allerdings etwas weniger zuverlässig.

So kann es mitunter „falsch-negative", aber auch „falsch-positive“ Ergebnisse geben.

Positive Ergebnisse müssen daher generell durch einen Labortest noch einmal abgeklärt werden.

Schnelltests werden von medizinischem oder fachkundig geschultem Personal durchgeführt und noch vor Ort ausgewertet.


Selbsttests

Die Selbsttests arbeiten nach dem gleichen Prinzip wie Schnelltests, sind von der Handhabung her jedoch einfacher aufgebaut.

Proben werden aus der Nase oder der Spucke genommen, bei der Durchführung helfen Gebrauchsanweisungen. 

Selbsttests sind frei verkäuflich in Apotheken, Drogerien und im Einzelhandel.

Auch bei den Selbsttests liegen Ergebnisse nach rund 15 Minuten vor.