Sonderseite des Ministeriums zum Coronavirus in NRW

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Foto zeigt Globus mit Schutzmaske gegen Coronavirus in den Händen eines Mannes mit DoktorkittelDoktors

Landesregierung beschließt weitreichendes Kontaktverbot und weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie

Zusammenkünfte in der Öffentlichkeit von maximal zwei Personen / Verbot privater Besuche in stationären Einrichtungen

Die Landesregierung hat ein weitreichendes Kontaktverbot für Nordrhein-Westfalen per Rechtsverordnung erlassen. Demnach werden Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen untersagt. Ausnahmen gelten für enge Familienmitglieder. Auch der private Besuch von stationären Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen ist verboten.

Tagesaktuelle Informationen

Bekämpfung des Coronavirus in Nordrhein-Westfalen

Regelmäßig aktualisierte

Informationen zum Coronavirus

Soforthilfe für Krankenhäuser

Die täglich steigende Anzahl von infizierten Personen fordert alle Akteure des nordrhein-westfälischen Gesundheitssystems, insbesondere die Krankenhäuser. Die Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung aller Bürger muss oberste Priorität haben. Mit Blick auf eine mögliche Verschlimmerung der Situation müssen sinnvolle, effiziente aber auch pragmatische Lösungen gefunden werden. Deshalb stellt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales eine finanzielle Soforthilfe bereit. Zusätzliche Beatmungsplatzkapazitäten können mit einem Pauschalbetrag unbürokratisch gefördert werden. Nähere Informationen regelt der Förderaufruf.

Selbstgenähter Mundschutz: Das gilt es zu beachten!

Im Internet kursieren verschiedene Informationen, dass Atemmasken, sogenannter Mund-Nasen-Schutz (MNS, auch als Operationsmasken/OP-Masken, chirurgische Masken bezeichnet) knapp seien. Inzwischen werden daher verschiedene Anleitungen zum Selbernähen angeboten. Wichtig ist: Masken sollen schützen – nicht gefährden. Nach Angaben der WHO kann das Tragen einer Maske in Situationen, in denen dies nicht empfohlen ist, ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen, durch das zentrale Hygienemaßnamen wie eine gute Händehygiene vernachlässigt werden können. Weitere Hinweise finden sich im folgenden Merkblatt.

Ausnahmen vom Arbeitszeitgesetz für pandemierelevante Güter und Dienstleistungen sowie für den Handel

Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen hat die fünf Bezirksregierungen als zuständige Arbeitsschutzbehörden angewiesen, zunächst befristet bis zum 19. April 2020 zur Deckung des Bedarfs an Medizinprodukten und Medikamenten, an pandemierelevanten Produkten und Dienstleistungen sowie an bestimmten Gütern, die zur Versorgung der Bevölkerung notwendig sind, Ausnahmen vom Arbeitszeitgesetz (Sonn- und Feiertagsarbeit und/oder höhere tägliche Arbeitszeit) im Wege einer Allgemeinverfügung zu genehmigen, ohne dass hierfür eine gesonderte Bewilligung zu beantragen ist.

Richtiges Verhalten im Ernstfall

Im Dezember 2019 wurde das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) in China erstmals entdeckt. Durch den weltweiten Reiseverkehr hatte das Virus die Chance, sich auf alle Kontinente auszubreiten. 

Zum richtigen Verhalten: Personen, die Kontakt zu einer an dem neuartigen Coronavirus erkrankten Person hatten oder sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben und innerhalb von 14 Tagen Krankheitszeichen wie Fieber oder Atemwegsprobleme entwickeln, sollten ihre Ärztin oder Arzt aufsuchen.

Wichtig ist: Vorher anrufen! Der Besuch in Praxis oder Krankenhaus sollte angekündigt werden. Und dabei können zugleich Hinweise auf Kontakte und Krankheitszeichen gegeben werden.

Vorbeugung durch Beachtung von Hygieneregeln

Das Coronavirus wird durch eine sogenannte Tröpfcheninfektion übertragen, also etwa durch Niesen oder Husten. Zur Vorbeugung können daher jene Hygienemaßnahmen helfen, die auch bei anderen, klinisch ähnlichen Infektionskrankheiten angeraten sind. Dazu gehören: regelmäßiges Waschen der Hände, Nutzung von Einweg-Taschentüchern beim Husten, Niesen und Naseputzen und das Meiden von größeren Personenansammlungen.

Erläuterungen in Leichter Sprache und Gebärdensprache

Was ein Virus ist, wie es sich verbreitet und was man dagegen tun kann, erläutert nun auch ein Text in Leichter Sprache. Unterstützt durch passende Illustrationen, sind die wichtigsten Informationen zum Coronavirus durch die „Agentur Barrierefrei" in Wetter an der Ruhr sehr anschaulich aufbereitet worden.

Darüber hinaus hat das vom Ministerium geförderte „Kompetenzzentrum Selbstbestimmt Leben" (KSL) ein kurzes Video zum Coronavirus in Deutscher Gebärdensprache veröffentlicht.

Informationssammlung zum Corona-Virus für Menschen mit Behinderung

Viele Menschen mit Behinderung sind von der derzeitigen Situation besonders betroffen. Zum Beispiel, weil sie ein höheres Risiko haben, schwer zu erkranken. Umso wichtiger ist es, dass hilfreiche Informationen verständlich aufbereitet sind. Auf dieser Seite hat die Aktion Mensch Links zu hilfreichen Informationsangeboten und Nachrichten für Menschen mit Behinderung gesammelt. Viele davon sind in Leichter oder Einfacher Sprache oder Gebärdensprache verfügbar. Der Überblick wird ständig um aktuelle Angebote erweitert.

Strukturen in Nordrhein-Westfalen

Eine zentrale Rolle bei der Bekämpfung des Coronavirus spielen die Arztpraxen, Krankenhäuser und Gesundheitsämter auf kommunaler Ebene. Bei ihnen melden sich mögliche Patientinnen und Patienten, dort werden die ersten Schritte für Testverfahren, eine eventuell notwendige Isolierung und die weitere Behandlung eingeleitet.

Das NRW-Gesundheitsministerium hat eine übergeordnete Funktion, steht in ständigem Kontakt zur Bundesebene und zu den anderen Bundesländern über bisherige Erfahrungen und veranlasst sinnvolle Maßnahmen. Über das angeschlossene Landeszentrum für Gesundheit (LZG) in Bochum findet insbesondere die Beratung der kommunalen Gesundheitsämter statt.

Tätigkeitsverbot und Verdienstausfall

Wer aufgrund des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) einem Tätigkeitsverbot unterliegt und zum Beispiel durch häusliche Quarantäne einen Verdienstausfall erleidet, ohne krank zu sein, erhält grundsätzlich eine Entschädigung.

Unterstützung für Unternehmen in wirtschaftlicher Schieflage

Die Verbreitung des Coronavirus gefährdet nicht nur die Gesundheit, sondern sie bereitet auch zunehmend der Wirtschaft Sorgen. Auch Unternehmen in Nordrhein-Westfalen sind mit unterbrochenen Lieferketten, verzögerten Zahlungen und sinkendem Konsum konfrontiert. Die Auswirkungen belasten die Liquidität einiger Unternehmen. Die Landesregierung bietet vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten.

Zentrale Rolle des Robert Koch-Instituts

Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin ist die bundesweit zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Coronavirus. Von dort aus werden Maßnahmen bundesweit koordiniert, etwa mit der Bundesregierung die Rückholaktion für deutsche Bürgerinnen und Bürger aus der Region Wuhan in China. Das RKI hat auf seiner Internetseite eine Vielzahl von Informationen für Fachleute, aber auch die allgemeine Öffentlichkeit veröffentlicht.

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Zur Sicherstellung der gesundheitlichen Versorgung fördert das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales die Anschaffung von Beatmungsgeräten.

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0211 - 9119 1001

Sie erreichen das ServiceCenter der Landesregierung montags bis freitags zwischen 7:00 und 20:00 Uhr und samstags und sonntags jeweils von 10:00 bis 18:00 Uhr telefonisch oder per E-Mail unter corona@nrw.de.

Wichtiger Hinweis: Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass am Bürgertelefon keine medizinische Beratung zum Coronavirus stattfinden kann. Bitte kontaktieren Sie insbesondere bei Fragen zu einer möglichen Infektion Ihre Ärztin oder Ihren Arzt. Den Besuch in der Praxis oder im Krankenhaus sollten Sie vorher telefonisch ankündigen.

Videotelefonie

in Gebärdensprache
Foto zeigt Frau mit Gebärde für Telefonieren

Wichtiger Hinweis:
Das Videotelefon zum Coronavirus bietet eine Beratung ausschließlich in Deutscher Gebärdensprache (DGS).

Erreichbarkeit:
Mo.-Fr. von 9:00-17:00 Uhr