Corona-Regeln für Nordrhein-Westfalen im November 2020

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Corona-Regeln - die wichtigsten Informationen zur aktuellen Schutzverordnung für Nordrhein-Westfalen

Kontakte reduzieren, Mindestabstand einhalten, Alltagsmaske tragen, Hygiene beachten

Die rasant steigenden Corona-Infektionszahlen machen in Nordrhein-Westfalen im November 2020 eine deutliche Einschränkung des öffentlichen und privaten Lebens notwendig. Die Beschlüsse von Bund und Ländern zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind in die landesweit geltende Corona-Schutzverordnung eingeflossen. Sie ist komplett neu formuliert worden, die wichtigsten Informationen sind auf dieser Seite zusammengefasst.

Grundregeln
  • Persönliche Treffen bitte auf das absolute Mindestmaß und das Erlaubte reduzieren.
  • Im öffentlichen Raum mindestens anderthalb Meter Abstand zu anderen Menschen halten.
  • Die Alltagsmaske korrekt – also auch über der Nase – und überall dort tragen, wo es vorgeschrieben ist oder eng wird.
  • Treffen ohne Mindestabstand sind nur in Ausnahmefällen gestattet. Dazu gehören beispielsweise:
    • Treffen mit maximal zehn Personen, die zum eigenen Hausstand bzw. zu einem weiteren Hausstand gehören.
    • Treffen von Kindern in der Tagesbetreuung
    • Fahrten im öffentlichen Personenverkehr
    • zwingende Zusammenkünfte zur Berufsausübung
  • Beim Besuch zahlreicher Einrichtungen und Angebote muss die Rückverfolgbarkeit der Anwesenden sichergestellt sein.
  • Immer auf die Hygieneregeln achten, also beispielsweise regelmäßig die Hände waschen und grundsätzlich in die Armbeuge niesen.
  • Empfehlenswert ist zudem, die Corona-Warn-App auf dem Handy zu installieren und zu nutzen.  
  • Für den privaten Raum gilt die Aufforderung, sich in eigener Verantwortung an den Regelungen der Corona-Schutzverordnung zu orientieren. Auf Feiern und ähnliches sollte grundsätzlich verzichtet werden. 
Alltagsmaske tragen
  • in allen öffentlichen Bereichen, in denen kein ausreichender Abstand eingehalten werden kann (Einzelhandel, Wochenmärkte, belebte Straßen etc.)
  • in Bussen, Zügen des Nah- und Fernverkehrs und Taxen
  • in Krankenhäusern und Pflegeheimen
  • in Schulgebäuden und auf dem Gelände von Schulen – ab Klassenstufe 5 auch im Unterrichtsraum (gilt bereits bis Ende 2020)
  • auf Spielplätzen - gilt für Kinder ab dem Grundschulalter und ihre Eltern sowie eventuelle weitere Begleitpersonen 
  • bei erlaubten sogenannten „körpernahen Dienstleistungen“ (zum Beispiel beim Friseur)
Hochschulen, Schulen und Kitas
Stationäre Gesundheits- und  Pflegeeinrichtungen
  • Der Besuch von Krankenhäusern, Pflegeheimen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe soll - auf Basis eines einrichtungsbezogenen Besuchskonzepts - geregelt werden. 
Sport, Kultur und Freizeit
  • Angebote und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung dienen, müssen eingestellt bzw. geschlossen werden. Dazu gehören unter anderem:

    • Theater, Opern- und Konzerthäuser, Kinos (außer: Autokinos), Museen

      • Im Rahmen der Berufsausübung sind Theater- und Konzertproben sowie Aufführungen ohne Publikum (etwa zur Übertragung im TV oder Internet) möglich.
    • Zoos, Tierparks, Schwimmbäder, Thermen
    • Spielhallen und Spielbanken
    • Clubs und Diskotheken
    • Ausflugsfahrten mit Schiffen, Kutschen, historischen Eisenbahnen
    • Bordellbetriebe
  • Gemeinsamer Sport im Amateur- und Freizeitbereich ist untersagt. Fitnessstudios sowie öffentliche und private Sportanlagen müssen geschlossen werden. Ausnahmen:
    • Erlaubt ist Individualsport, der im Regelfall alleine oder zu zweit mit Mindestabstand ausgeübt werden kann (zum Beispiel Joggen, Walken, Leichtathletik, Tennis, Golf). Nicht zulässig sind die gezielte Vermittlung von Fähigkeiten oder Fertigkeiten durch Trainerinnen und Trainer in diesen Sportarten.
    • Erlaubt ist Gesundheits- und Reha-Sport auch in der Gruppe, wenn dies den Teilnehmenden ärztlich angeordnet wurde und sie einen Mindestabstand von zwei Metern untereinander halten.
  • Profisport ist unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt, Zuschauer sind allerdings nicht zugelassen.
  • Der Betrieb von Sonnenstudios ist erlaubt.
Einzelhandel, Gastronomie und Hotellerie
  • Geschäfte des Groß- und Einzelhandels dürfen öffnen, müssen allerdings unter anderem sicherstellen, dass die Zahl der Kunden begrenzt bleibt (eine Person pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche). Der Verkauf von alkoholischen Getränken ist zwischen 23 Uhr und 6 Uhr untersagt. 
  • Restaurants, Cafès, Imbisse, Kneipen und andere gastronomische Einrichtungen müssen schließen. Ein Außer-Haus-Verkauf von Speisen und Getränken ist zulässig (allerdings: kein Alkoholverkauf zwischen 23 Uhr und 6 Uhr).
  • Übernachtungsangebote zu touristischen Zwecken sind untersagt. Eine Ausnahme gilt für alle Reisen nach Nordrhein-Westfalen, die bis zum 29. Oktober 2020 angetreten wurden.
  • Busreisen zu touristischen Zwecken sind verboten. 
  • Reisen und private Besuche, die nicht zwingend notwendig sind, sollten verschoben oder abgesagt werden.
Handwerk, Wirtschaft und Veranstaltungen
  • Veranstaltungen und Versammlungen sind ganz überwiegend nicht möglich. Das gilt leider auch für Martinsumzüge.
  • Messen und Ausstellungen sind untersagt.
  • Wochenmärkte für Lebensmittel und Güter des täglichen Bedarfs sind unter Beachtung der allgemeinen Corona-Regelungen zulässig.   
  • Dienst- und Handwerksleistungen, die nicht auf Distanz von mindestens anderthalb Metern angeboten werden können, sind bis auf wenige Ausnahmen untersagt.
    • Nicht erlaubt sind unter anderem: Massage, Tätowierung, Kosmetik, Maniküre
    • Erlaubt bleiben: Dienst- und Handwerksleistungen im Gesundheitswesen, Fußpflege- und Friseurleistungen, Taxifahrten
    • Auch Ärzteschaft, Heilpraktiker und ambulante Pflegedienste können ihrer Arbeit weiterhin nachgehen. 
  • Unternehmen aller Größen, Solo-Selbstständige und Selbstständige in freien Berufen können bei deutlichen Umsatzrückgängen durch die Corona-Pandemie Überbrückungshilfe beantragen.

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