Treffen der Integrationsbeauftragten in Dortmund

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Bundeskonferenz Integration
4. April 2017

Bundeskonferenz Integration: „Integration ist ein großes Projekt, das man verständlich machen muss“

Bundesintegrationskonferenz am 3. und 4. April 2017 in Dortmund

„Integration ist ein großes Projekt, das man allen in der Gesellschaft verständlich machen muss“, sagte Aydan Özoguz, Bundesstaatsministerin für Integration, zur Eröffnung der zweitägigen Bundeskonferenz der Integrationsbeauftragten in Dortmund. Landesintegrationsminister Rainer Schmeltzer ergänzte: „Wir müssen klare Haltung zeigen und den Menschen die Angst vor dem Fremden nehmen."

2015 sei das Jahr gewesen, in dem viele Menschen in Deutschland angekommen sind, so Aydan Özoguz, nun sei die Zeit, die richtigen Weichen zu stellen, damit die neuzugewanderten „Menschen nicht Jahrzehnte brauchen, um anzukommen und eine neue Heimat zu finden“. Dafür finanzieren Bund und Land unter anderem Integrations- und Sprachkurse oder fördern die Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.

Aydan Özoguz beklagte vor allem die zunehmenden rechtspopulistischen Anfeindungen  ehrenamtlich aktiver Menschen in der Flüchtlingshilfe. Um die Ehrenamtlichen besser zu unterstützen, war ein Schwerpunkt während der Konferenz ein Training zum Umgang mit Hass und Hetze. Das wiederum passte auch sehr gut zum Motto der Tagung: „Teilhabe voranbringen - Gemeinschaft stärken“.
 
Minister Schmeltzer sagte, er sei stolz auf die überwältigende Willkommenskultur in NRW, die in eine anhaltende Integrationskultur übergegangen sei. NRW stehe für eine Integrationspolitik, die fördere und fordere. „Menschen mit Migrationsgeschichte müssen sich mehr im politischen und gesellschaftlichen Leben vor Ort einbringen können“, sagte der Landesintegrationsminister. „Jetzt hat die Landesregierung einen neuen 10-Punkte-Integrationsplan aufgelegt mit mehr als 150 Einzelmaßnahmen für gelingende Integration in NRW. Damit zeigen wir, dass wir aus Fehlern der Vergangenheit gelernt haben und Integration und Partizipation als staatliche Aufgabe angehen. Und wir lassen keinen Raum für Rechtspopulisten, die mit den Ängsten der Menschen spielen.“ Während der Bundeskonferenz waren genau das die Themen, die auch in sechs Foren und später im persönlichen Austausch untereinander diskutiert wurden. An der Konferenz nahmen etwa 250 Fachleute aus allen Teilen Deutschlands teil.
 
Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung hat zudem ihre Forderung nach einem Einwanderungsgesetz bekräftigt:  „Wir brauchen ein Einwanderungsgesetz mit verständlichen, übersichtlichen und stringenten Regeln, wer aus welchem Grund zu uns kommen kann. Wir haben über 50 abgestufte Aufenthaltstitel - da blickt keiner mehr durch!" Zudem sagte sie, dass „ein ordentliches Bundesministerium für Migration und Integration“ vonnöten sei‎, „damit wir bis in die Kommunen, bis in die lokalen Ebenen hinein eine viel bessere Vernetzung herstellen können.“
 

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